Man bringt eine gute Idee vor, argumentiert sachlich alle Vorzüge heraus – und dann plötzlich kommt der Chef, ein Kollege oder Freund mit einem Kommentar, der inhaltlich kein Angriffsziel bietet. Das liegt aber oft nicht an einem rhetorisch und fachlich gelungenen Vortrag Ihres Gesprächspartners, sondern schlicht daran dass in diesem Kommentar gar kein Inhalt steckt, den Sie angehen könnten.

Killerphrasen haben nur ein Ziel: Aufgrund fehlender sachlicher Gegenargumente sollen sie den Gesprächspartner verunsichern und einschüchtern.

Doch nun sind Sie wieder in der Pflicht, etwas zu sagen. Dabei können Sie, je nach Situation, mit verschiedenen rhetorischen Mitteln antworten. Beispielsweise können Sie nach Details oder Quellen fragen und geben den Spielball damit wieder zurück. Einige Beispiele, wie man auf typische Killerphrasen reagiert, finden Sie hier!

Das geht sowieso nicht! 

Eine der beliebtesten Killerphrasen! Nun aber ja keinen Fehler machen: Sie haben Ihre Vorzüge ja schon vorgebracht. Diese zu wiederholen würde nichts bringen, denn man hat Sie verstanden. Fragen Sie besser, warum es nicht funktionieren würde. Alternativ haben Sie auch die Möglichkeit, den Gesprächspartner zu fragen wo er denn die Grenze des Machbaren zieht.

Dazu fehlt uns die Zeit! 

Hat er damit vielleicht recht? Denn meistens sitzt man auf Arbeit und anderswo ja nun nicht tatenlos herum. Hier haben Sie mehrere Antwortmöglichkeiten. Einer der erfolgsversprechensten ist, der Killerphrase grundsätzlich zuzustimmen, anschließend aber herauszustellen, warum das Thema so wichtig ist, um Zeit frei zu machen. Auch können Sie hier gezielt nachfragen, welche Aufgaben denn so wichtig seien, dass man Ihr Ziel nicht eher erledigen sollte oder wie viel Zeit man für diese wichtige Aufgabe einsetzen sollte.

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Das weiß doch jeder!

Eine Killerphrase, die besonders einschüchternd ist: Sie werden als dumm dargestellt. Aber fragen Sie nach: Details? Quellen? Wenn Sie gleichberechtigte Gesprächspartner sind können Sie auch eine kleine, dafür aber detaillierte und mit Quellen versehene Gegenrede bringen. Anschließend fragen Sie andere Diskutanten, ob Ihre Argumentation überzeugender war.

Ihnen fehlt die notwendige Erfahrung!

Ob als Berufsanfänger oder bei einem Gespräch unter Freunden: Auch diese Killerphrase dient hauptsächlich dazu, Sie aus der Reserve zu locken. Auch hier sollten Sie Ihrem Gegenüber grundsätzlich zustimmen, dann aber gleich klar stellen: Jeder Erfahrene hat mal als Anfänger angefangen, und Sie sind besonders lernwillig und talentiert.

Wenn das ginge, hätte es schon längst jemand anders so gemacht!

Eine wunderbare Killerphrase! Denn darauf können Sie besonders scharf antworten. Fragen Sie doch einfach, ob Ihr Gesprächspartner die selbe Antwort an Thomas Edison, Bill Gates oder Steve Jobs ebenfalls gegeben hätte. Im Unternehmen nutzen Sie dabei am besten jemanden, der besonders innovativ auf ihrem Berufsfeld tätig war.

Das haben schon fähigere Leute als Sie nicht lösen können.

Auch das soll Sie verunsichern. Es gibt mehrere Antwortmöglichkeiten: Fragen Sie zum Beispiel gezielt nach der notwendigen Qualifikation, die Ihnen dazu fehlen würde. Sollte Ihr Gesprächspartner vielleicht sogar recht haben stimmen Sie ihm zu – und argumentieren Sie dann gleich, dass das Ziel eine zusätzliche Qualifikationsmaßnahme rechtfertigt.

Das ist zu teuer!

Ihr Vorhaben funktioniert und die Zeit ist vorhanden? Dann muss eben das gute Geld als „Argument“ herhalten. Fragen Sie einfach nach, wie viel der Gegenüber bereit ist auszugeben. Gibt er Ihnen eine Antwort argumentieren Sie gezielt, was mit diesem Einsatz möglich ist – und warum das unzureichend ist.

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Das hätten Sie aber wissen müssen!

Prüfungszeit! Ob in der Schule oder im Studium, viele Prüfer versuchen Sie mit dieser Phrase zu verunsichern. Lassen Sie das nicht zu. Stimmen Sie ihm einfach zu, machen Sie kurz klar, dass Sie sich selber darüber ärgern – und bitten Sie ihn, fortzufahren.

Titelbild: © Malchev – fotolia.com

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