Franz Pierer leitet mit seiner Familie das Hotel Pierer auf der Teichalm, das heuer 2,6 Millionen Euro in einen Um- und Zubau investiert hat und zu den renommiertesten Hotels der Steiermark zählt. Im Interview mit dem WIFI Steiermark spricht Pierer über die steigenden Anforderungen der Gäste, die Rolle der Weiterbildung und die Zukunftspläne für das Hotel.

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Familie Pierer, Hotel Pierer Teichalm

Ihr Hotel ist in den letzten Jahren sehr stark gewachsen, Sie bieten mittlerweile Platz für 165 Gäste und einen 3.500 m2 großen Wellnessbereich an. 

Franz Pierer: Ja, wir wollten der steigenden Nachfrage nachkommen und uns qualitativ abheben von anderen Betrieben. Unser Ziel ist es, zu den führenden Häusern Österreichs zu zählen und dazu braucht es einen modernen Betrieb mit guter Ausstattung.

Ideale Umgebung für die Gäste

Worauf führen Sie Ihren Erfolg zurück?
Pierer: Auf die hohe Dienstleistungsqualität und auch den persönlichen Aspekt: Wir sind ein Familienbetrieb und das schätzen und spüren die Gäste. Deshalb sind auch bei jedem Abendessen mein Bruder oder ich anwesend und nehmen uns Zeit für die Gäste. Außerdem heben wir uns deutlich von den Thermen ab, immerhin bieten wir mit der Alm und den Bergen die ideale Umgebung für Sport, haben die Natur direkt vor der Haustüre und dazu einen großzügigen Wellnessbereich.

Haben sich die Anforderungen der Gäste in den letzten Jahren verändert?
Pierer: Ja, deutlich. Das Qualitätsbewusstsein ist stark gestiegen, ein schönes Zimmer und gutes Essen reichen längst nicht mehr, das ist Standard. Der Gast erwartet sich dazu eine hohe Dienstleistungsqualität – freundliche und gut geschulte Mitarbeiter. Sehr stolz sind wir auf den sehr hohen Anteil an Stammgästen, welche uns durch Mundpropaganda immer wieder neue Gäste mitbringen.

Regelmäßige Weiterbildung unerlässlich

Welche Rolle spielt die Weiterbildung für Sie?
Pierer: Eine sehr große, weil regelmäßige Schulungen unerlässlich sind, um die hohe Dienstleistungsqualität zu gewährleisten. Deshalb finanzieren wir für unsere Mitarbeiter auch regelmäßig fachspezifische Schulungen, unter anderem arbeiten wir dabei mit dem WIFI Steiermark zusammen.

Viele Tourismusbetriebe haben Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter in der Region zu finden.
Pierer: Ja, leider ist das auch bei uns so. Wir versuchen aber, vor allem bei den Bereichsleitern eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten und bieten den Mitarbeitern auch ein gutes Arbeitsumfeld, unter anderem mit dem neuen Mitarbeiterhaus, das wir unlängst eröffnet haben. Ein Einzelzimmer für die Mitarbeiter ist heute eben schon Standard. Zur Personalsuche nutzen wir immer stärker Onlineplattformen, damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.

Geben und Nehmen

Welchen Führungsstil verfolgen Sie?
Pierer: Ich versuche, eine gewisse Linie vorzugeben, sehe mich aber als Teamplayer. Einerseits leite ich das Hotel ja nicht alleine sondern mit meinem Bruder und unseren Ehefrauen, andererseits sehe ich auch die Mitarbeiter als Teammitglieder. Nur im Team kann man etwas erreichen und das Ganze ist ein Geben und Nehmen.

_L3C3120.jpg komprimiert Hausansicht

Zum Abschluss noch ein Blick in die Zukunft …
Pierer: Wir werden uns in jedem Bereich noch ein bisschen verbessern und planen kleinere Investitionen, etwa in ein Schwimmbecken. Ich bin sehr positiv gestimmt, was die künftige Auslastung betrifft. Man merkt sehr stark, dass der Trend hin zum Österreich-Urlaub geht.

Informationen: www.hotel-pierer.at

Unsere Tourismusausbildungen finden Sie unter: http://www.stmk.wifi.at/tourismus

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