Das Human Resource Management, in vielen Unternehmen auch noch immer unter dem einfachen Namen Personalwesen bekannt, hat sich in den letzten Jahren eine deutlich gesteigerte Bedeutung aufgebaut. Gutes Personal ist auf dem umkämpften Markt immer schwerer zu finden, Headhunter versuchen begehrte und talentierte Kräfte abzuwerben. Am Ende geht es darum, die eigenen Mitarbeiter in einen Stand der Zufriedenheit zu bringen und sie durch richtige Motivation und passendes Management zu Höchstleistungen anzutreiben. Das ist eine Kunst, die noch lange nicht jede Firma problemlos erfüllt bekommt.

Die Bedeutung der Mitarbeiter in der Gegenwart

Auf den Universitäten finden sich zwar immer mehr Studenten und auch der Einstieg in die Berufswelt ist heute einfacher denn je, qualifizierte Kräfte sind in vielen Branchen trotzdem zu einer Mangelware geworden. Sie ballen sich in einzelnen Unternehmen, sind selten von einem Jobwechsel zu überzeugen und müssen zudem auch noch motiviert werden, damit sie ihre volle Leistungskraft erreichen.

Ein zufriedener und motivierter Mitarbeiter leistet für die Firma deutlich mehr als jemand, der seine Aufgaben nur als eine lästige Pflichterfüllung ansieht. Dann kommen noch Aspekt der Life-Work-Balance dazu und eine soziale Verantwortung, die Unternehmen gegenüber ihren eigenen Mitarbeitern haben. Es zeigt sich also, dass der richtige Umgang mit dem eigenen Personal in den letzten Jahren weit komplexer geworden ist. Das liegt daran, dass die Mitarbeiter heute umworben sind. Wer gut in seinem Job ist, wird nicht selten von Headhuntern gejagt und mit hohen Gehaltsversprechungen und Beförderungen auch in ein anderes Unternehmen gelockt. Das oberste Ziel von einem guten Human Resource Management liegt also darin, die eigenen Mitarbeiter zu motivieren und eine enge Bindung zum eigenen Unternehmen herzustellen.

Was sind die wichtigsten Aufgaben im Bereich HRM?

Natürlich ist Personalwesen kein reiner Selbstzweck und soll nicht einfach nur dazu dienen, die eigenen Mitarbeiter zu halten oder zu motivieren. Es geht um die langfristige und kurzfristige Gestaltung der Arbeitskraft in einem Unternehmen. Das Personalwesen oder auch einfach Human Resource Management hat daher die Aufgabe, sich auch darum zu kümmern, dass der Nachwuchs gesichert wird und ausreichend erfahrene Arbeitskraft vorhanden ist, um Projekte und Aufträge zu stemmen. Die Tätigkeitsfelder im Sektor HRM lassen sich grob in diese verschiedenen Bereiche unterteilen:

Personalführung: Verwaltung der bestehenden Mitarbeiter, Motivation, Verteilung, Anreize und das Erstellen einer Unternehmensphilosophie für den Umgang mit den eigenen Mitarbeitern. Auch die Hierarchie spielt natürlich eine wichtige Rolle.

Personalplanung: Krankheit, Urlaub, Arbeitspläne und Schichtpläne. In diesem Bereich geht es um den Personalbedarf und die richtige Einteilung in verfügbare Arbeitskraft für die unterschiedlichen Abteilungen und Projekte.

Personalverwaltung: Von Mitarbeitergesprächen über die Gestaltung von Arbeitszeiten und Betriebsräten bis hin zu Gehaltsverhandlungen ist hier die Zuständigkeit zu finden.

Personalbeschaffung: Als Teil der Personalverwaltung wird in diesem Bereich nach neuen Mitarbeitern gesucht oder in Zusammenarbeit mit Headhuntern eine Liste von potentiellen neuen Kräften aus anderen Firmen erstellt.

Personalentwicklung: Fort- und Weiterbildungen sind in der heutigen Zeit ein wichtiger Faktor und daher hat auch diese Abteilung stark an Bedeutung gewonnen.

Es sind also einige Bereiche, in denen die Personalbetreuer in der heutigen Zeit zu finden sind. Das ist auch ein Grund dafür, dass nicht selten Spezialisierungen vorliegen, da der Komplex längst zu umfangreich für eine einzelne Person geworden ist.

Zusammenspiel aus Unternehmenskultur und Personalmanagement

Eine Firma, die sich jung und dynamisch präsentiert, entsprechende Leistungen und Produkte anbietet, sollte sich natürlich auch beim Personal in diese Philosophie begeben. Ein wichtiger Punkt der heutigen Zeit ist es, dass die Unternehmenskultur und das Personalmanagement eng miteinander arbeiten. Das eine darf das andere nicht bestimmen, sollte aber einen direkten Einfluss nehmen. Junge Unternehmen mit einem Fokus auf junge Arbeitskräfte brauchen den einen oder anderen erfahrenen Kollegen, wobei sie von der Innovation leben. Regelmäßige Prüfungen dieses Zusammenspiel sind wichtig. Denn auch das hat einen direkten Einfluss auf die Motivation der eigenen Mitarbeiter.

Die richtigen Ideen für die Motivation finden

Am Ende gelangt man im Bereich Personal doch wieder bei der Motivation und der Zufriedenheit des eigenen Personals. Motiviert arbeiten die Kollegen schneller, effizienter und sie fühlen sich ehr mit der eigenen Firma verbunden, was auch beim Versuch des Abwerbens eine wichtige Rolle spielen kann. Der Arbeitgeber soll zu einem Teil des Lebens werden und nicht einfach nur der Name sein, der am Ende des Monats neben der Überweisung des Gehalts steht. Daher haben sich in den letzten Jahren einige Dinge entwickelt, die förderlich für eine positive Motivation sind:

Entwicklung: Mitarbeiter wollen sich entwickeln, neue Herausforderungen kriegen und natürlich auch mehr Verantwortung. Ein Fokus auf Maßnahmen der Fort- und Weiterbildung sind ein wichtiger Punkt in der Motivation.

Gehälter: Natürlich spielt das Gehalt auch eine Rolle, wenn auch nicht eine so große, wie oft getan wird.

Teambuilding: Ein guter Mitarbeiter ist ein Anfang, ein starkes Team das Ziel. Gezieltes Teambuilding ist wichtig für die Identität unter den Kollegen.

Werden Mitarbeiter durch solche Beispiele motiviert und enger an das Unternehmen gebunden, werden sich die Ergebnisse sehr schnell in den Umsätzen und der langfristigen Entwicklung der Firma zeigen.

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