Sie haben eine tolle Idee, aber es mangelt an der Aufmerksamkeit Ihres Umfelds? Mit unseren rhetorischen Tipps und Tricks sichern Sie sich das Interesse Ihres Publikums!

Etwas Vorbereitung lohnt sich immer

Damit Ihre Idee nicht untergeht, sollten Sie sich schon im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie Sie Ihren Einfall direkt in die Köpfe der Zuhörer transportieren können. Wir leben in Zeiten einer Informationsflut, die Konkurrenz für Ihre Worte und Ideen ist also sehr stark. Damit Ihre Zuhörer nicht geistig abschalten, sollten Sie Ihre Worte sorgsam auswählen.

Definieren Sie Ihr Ziel. Denn Sie möchten ja nicht nur informieren, sondern auch beeinflussen. Schließlich soll Ihre Idee auch umgesetzt werden. Formulieren Sie das Hauptziel in einem Satz. Ausgehend von dieser stabilen Basis können Sie dann Ihre Kernbotschaft deutlich und transparent in Sätze fassen.

Reden Sie nicht lauwarm und in altbekannten Sätzen!

Verwenden Sie keine Worte von der Stange! Beginnen Sie auf keinen Fall mit dem Standardsatz: „Ich habe eine gute Idee und bitte um eure Aufmerksamkeit.“ Fallen Sie lieber mit der Tür ins Haus und geben einen Teil Ihres Einfalls in prägnanten und bildhaften Worten wieder. Oder stellen Sie zu Beginn eine spannende, aber rein rhetorische Frage zu Ihrem Thema, die sie dann direkt selbst auf eine interessante und anregende Art beantworten. Die ersten Worte entscheiden darüber, ob die Menschen Ihnen bereitwillig und interessiert zuhören. Falls in Ihrem Falle eine Begrüßung der Zuhörer notwendig und ein Zeichen der Wertschätzung und Höflichkeit ist, dann halten Sie sie so herzlich, aber auch so kurz wie möglich. Denn ein langatmiger Begrüßungsmarathon aller Anwesenden ist ein altmodisches Ritual, bei dem die Mehrheit der Zuhörer schon damit beginnt, geistig abzuschalten.

„In der Kürze liegt die Würze.“

Diese alte Redeweisheit gilt auch heute noch. Reden Sie nicht ausschweifend und detailverliebt, sondern kurz aber knackig. Das lässt Ihre Zuhörer interessiert aufhorchen! Auf diese Weise werden Sie zum Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit. Und sicher wird es dann Fragen hageln, bei deren Beantwortung Sie die Hintergründe und Einzelheiten Ihrer Idee darlegen können. Reduzieren Sie die Botschaft auf das Wesentliche, und vermeiden dabei den Gebrauch von Faktenfluten und Zahlenmeeren. Denn gerade diese Dinge wirken schnell langweilig, wenn sie gehäuft verwendet werden. Auch Bandwurmsätze und der übermäßige Gebrauch von Adjektiven sind nicht zu empfehlen.

Sammeln Sie „Munition“, also Argumente, die für Ihre Idee sprechen.

Auf Desinteresse oder Gegenwind muss man immer gefasst sein. Damit Ihr Einfall auf Interesse und Zustimmung stößt, überlegen und sammeln Sie vor der Präsentation Ihre Argumente. Filtern Sie die Munition, sie muss nicht vollständig sein, sondern das beinhalten, was Ihnen persönlich dabei am wichtigsten ist.

Schenken Sie Ihrem Publikum Freude

Wir sind verwöhnt, denn wir leben in einer Erlebnisgesellschaft. Denken Sie an diese Tatsache, wenn Sie Ihren Vorschlag unterbreiten. Die Zuhörer möchten unterhalten werden. Das kann Ihnen ganz einfach gelingen, indem Sie Bilder, Wortspiele und kleine Scherze in die Botschaft einfließen lassen. Das Zauberwort unserer Ära lautet Infotainment! Das bedeutet eine Kombination aus Informationen und Unterhaltung. Wenn Sie diese beiden Dinge geschickt ineinander fließen lassen, dann haben Sie schon gewonnen!

Der Nutzwert beim Zuhören

Zeit und Aufmerksamkeit sind knappe Güter geworden. Damit Ihre Zuhörer mit ihrer ganzen Konzentration bei der Sache sind, möchten sie etwas dafür bekommen. Sie erwarten einen direkten Mehrwert. Stimmen Sie deshalb die Informationen auf das individuelle Publikum ab. Überlegen Sie vorher, welche Inhalte einen Nutzwert für Ihre Zuhörer darstellen. Wählen Sie diese Informationen gleichzeitig so aus, dass sie als Argumente für die Durchführung Ihrer Idee dienen. Mit dieser Strategie kommen Sie dem Ziel doppelt so schnell näher.

News finden immer einen reißenden Absatz

Bauen Sie in Ihre Argumentation eine spannende Neuigkeit ein. Diese Nachricht muss natürlich zu Ihrer Idee und den persönlichen oder beruflichen Interessen Ihrer Zuhörer passen. Und selbst das langweiligste Forschungsergebnis lässt sich spannend verpacken, wenn es mit Bildern, raren Details oder ungewöhnlichen Querverweisen gespickt ist! Außerdem lässt dieser rhetorische Trick Ihre Verlautbarung trotz aller Vorbereitung, die Sie heimlich getroffen haben, völlig spontan erscheinen.

Sichern Sie sich die Sympathien Ihrer Zuhörer!

Seien Sie höflich und verteilen Komplimente, das hat den Effekt, dass Ihnen die Sympathie der Menschen und damit Ihre gezielte Aufmerksamkeit gewiss ist. Aber übertreiben Sie dabei nicht, sondern bleiben bitte immer authentisch und glaubhaft.

Reden Sie einfach und übersichtlich

Konstruieren Sie Ihre kleine Rede so, dass sie möglichst einfach zu verstehen ist. Geben Sie einen groben Überblick über Ihre Idee und denken dabei daran, dass Sie den Zuhörer dort abholen sollten, wo er gerade steht. Das bedeutet, dass Sie sich geistig in seine Lage versetzen müssen, für ihn ist die Idee etwas völlig Neues und Unbekanntes. Dementsprechend muss er zunächst mit dem Grundgerüst und dem Nutzen vertraut gemacht werden. Bringen Sie zwischendurch oder am Ende ruhig eine knappe Zusammenfassung, auch dieses Mittel dient dem Überblick und der Übersichtlichkeit. Eine gute Verständlichkeit der Inhalte sollte stets im Fokus stehen. Drücken Sie nie etwas unnötig kompliziert aus, das sie auch in einfachen Worten darstellen können.

Titelbild: © Andrey Popov – fotolia.com

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