Das Jahr 2017 bringt wieder eine Reihe von Änderungen, die für die Personalverrechnung relevant sind. Hier einige davon.

Geringfügig beschäftigt ist, wer bei regelmäßiger Beschäftigung, die einen Monat überschreitet, nicht mehr als einen bestimmten Betrag verdient. Dieser wird jedes Jahr neu definiert. Bisher gab es eine monatliche und eine tägliche Höchstgrenze. Das ändert sich ab 1.1.2017. Ab diesem Zeitpunkt gibt es nur noch den monatlichen Maximalbetrag von 425,70 Euro. Die tägliche Grenze entfällt künftig. Damit erreicht man eine gewisse Attraktivierung dieses Beschäftigungsmodells, weil es den Arbeitgebern möglich ist, auch mehr als die bisher geltenden 31,92 Euro pro Tag zu bezahlen. Geringfügig beschäftigte Mitarbeiter sind nur unfallversichert und zahlen keine Lohnsteuer. Sie können sich aber freiwillig selbst kranken- und pensionsversichern.

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Aushilfskräfte

Im Gegensatz dazu stehen Aushilfskräfte in keinem dauernden Dienstverhältnis zum Arbeitgeber. Sie dürfen von diesem an maximal 18 Tagen im Kalenderjahr eingesetzt werden und müssen bereits anderweitig sozialversichert sein. Auch dürfen sie nur zur Bewältigung von nicht geschäftstypischen Spitzenzeiten oder als Ersatz für eine ausgefallene Arbeitskraft eingesetzt werden. Bisher wurden diese Kräfte oft ohne ordnungsgemäßer Meldung beschäftigt.

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Um das künftig zu verhindern, gibt es eine neue Regelung im Einkommensteuergesetz. Sie besagt, dass diese Aushilfskräfte bis zur monatlichen Geringfügigkeitsgrenze von der Einkommensteuer befreit sind und dem Dienstgeber auch keine Lohnnebenkosten entstehen. Er muss lediglich einen entsprechenden Lohnzettel ausstellen und kann den Lohn an die Aushilfskraft ohne Abzüge auszahlen.

Mitarbeiter-Rabatte

Eine Präzisierung bringt das neue Jahr bei den Mitarbeiter-Rabatten. Diese wurden erst 2016 neu geregelt. Demnach sind Rabatte, die Unternehmen den eigenen Mitarbeitern auf eigene Produkte oder Dienstleistungen geben, bis zu einer Höhe von 20 Prozent des Endpreises steuerfrei. Bei höheren Rabatten gilt ein Freibetrag von 1.000 Euro im Jahr. Alles darüber hinaus unterliegt als Vorteil aus dem Dienstverhältnis der Einkommensteuer.

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Jetzt stellt das Finanzministerium klar: Werden Waren oder Leistungen direkt an Angehörige von Mitarbeitern günstiger abgegeben, ist die 20 Prozent-Freigrenze nicht anwendbar. Auf den 1.000-Euro-Freibetrag des Mitarbeiters werden sie aber angerechnet. Am Arbeitsmarktgipfel 2015 wurde beschlossen, den Dienstgeberbeitrag laut Familienlastenausgleichsgesetz ab 2017 schrittweise zu senken. Diesen Beitrag müssen alle Unternehmen bezahlen, die im Inland Mitarbeiter beschäftigt haben. 4,1 Prozent des Bruttolohnes müssen die Dienstnehmer für 2017 in den Familienlastenausgleichsfonds bezahlen, statt wie bisher 4,5 Prozent. Ab 2018 werden es 3,9 Prozent sein.

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