Manchmal kommt der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung scheinbar aus heiterem Himmel. Auf einmal ist der Job, der jahrelang den täglichen Ablauf bestimmte, irgendwie nicht mehr passend, er fühlt sich nicht mehr „richtig“ an. Der tägliche Weg zur Arbeit wird immer schwerer, die Frustration über die berufliche Zwangslage steigt. Genauso gut kann es sein, dass sich der Wunsch nach einem anderen Arbeitsplatz langsam ankündigt und irgendwann „das Fass überläuft“. Bei vielen Menschen kommen dann die Erinnerungen an die eigenen Träume wieder. Neben einem regelmäßigen Einkommen sollte der berufliche Alltag Spaß bringen, das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun oder eine spürbare Befriedigung hinterlassen. Immer mehr Menschen entscheiden sich, ihre Träume zu leben und aus einem unbefriedigenden Arbeitsverhältnis auszusteigen.

Der Traumjob

Wenn die Frustration im Job überhand nimmt, dann ist eine berufliche Neuorientierung naheliegend. Doch sind die eigenen Träume auf der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz die richtigen Ratgeber? Gibt es ihn überhaupt, den Traumjob

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Ein Traumjob, das ist für jeden Menschen etwas anderes. Wie schon erwähnt, spielen die eigenen Wünsche und Ansprüche eine große Rolle. Jemand, der gerne das Gefühl vermittelt bekommt, gebraucht zu werden, definiert seinen Traumjob anders, als jemand, dem es wichtig ist, viel Geld zu verdienen. Manche Menschen arbeiten gern mit ständig wechselnden Herausforderungen, anderen ist der ruhige, immer gleiche Arbeitsrhythmus lieber. Die Frage nach den eigenen Wünschen ist von zentraler Bedeutung für die Suche nach dem passenden Arbeitsplatz. Je klarer die eigenen Ansprüche sind, desto wahrscheinlicher ist es, einen tollen, befriedigenden Job zu finden. Das Träumen ist also unbedingt erlaubt!

Gründe für einen Jobwechsel

Genauso vielfältig wie die Definitionen vom Traumjob sind die Gründe, aus denen sich Menschen entscheiden, den Job zu wechseln. Dazu gehören bessere Vorgesetzte, eine faire Behandlung durch Kollegen und Vorgesetzte, veränderte Arbeitsinhalte und bessere Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine bessere Bezahlung, günstigere Arbeitszeiten, ein verändertes Arbeitsvolumen und mehr Jobsicherheit sind weitere Beweggründe, die von Menschen angegeben wurden, die ihren Job gewechselt hatten.

Weiters von Bedeutung sind die Motive für einen beruflichen Neustart, die in der persönlichen Geschichte jedes Einzelnen liegen. Hierzu gehören gesundheitliche Gründe, z. B. eine chronische Krankheit, die ein Weiterarbeiten im bisherigen Job verbietet oder eine überstandene schwerwiegende Erkrankung, nach der die Motivation, etwas im Berufsleben zu verändern, besonders stark ist. Manchmal sind es Ereignisse wie die Geburt eines Kindes oder der Verlust eines Menschen, die alles in Frage stellen und den bisherigen Job uninteressant werden lassen. Möglicherweise gab es zu der einstigen Berufswahl keine Alternativen, sei es aus finanziellen, formalen oder entwicklungsbedingten Gründen. Und nun hat sich diese Situation verändert und es ist möglich, noch einmal neu anzufangen.

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Wie unterschiedlich die Gründe sein mögen, sie alle haben ihre Berechtigung. Es ist für die Suche nach dem persönlichen Traumjob nicht unerheblich, dass sich jeder Mensch entwickelt und dafür ein geeignetes Umfeld benötigt, auch im beruflichen Bereich. Wenn das berufliche Umfeld die persönliche Entwicklung nicht berücksichtigt, führt das auf Dauer zu Frustrationen. Dann bringt der Job keine Freude mehr.

Kompetenzen und Stärken werden zu beruflichen Perspektiven

Es ist das informelle Lernen, dem es zu verdanken ist, dass heute für die Berufswahl die eigenen Kompetenzen und Stärken eine fast genauso große Rolle spielen wie formale Voraussetzungen i. S. v. Zeugnissen und Qualifikationen. Selbstverständlich ersetzt eine liebevoll-umsorgende Art kein Medizinstudium, aber es ist durchaus möglich auf der Grundlage dieser Kompetenz mit einigen zusätzlichen Qualifikationen den passenden Traumjob zu finden. Informelles Lernen umfasst all jene Bereiche, in denen der Mensch, außerhalb der eigens für das Lernen bestimmten Institutionen, Wissen erwirbt, z. B. Kinderbetreuung, Organisation der Familie, Ehrenamt, Hobbys. Das hier erworbene Wissen und die gesammelten Erfahrungen können zur Grundlage für einen beruflichen Neuanfang werden. Es kann z. B. ein jahrelanges Karatetraining sein, das den Wunsch weckt, selbst als Trainer aktiv zu werden. Oder die Pflege eines älteren Angehörigen, bei der Stärken und auch Interessen der eigenen Persönlichkeit hervortreten, die bisher im beruflichen Leben keine Rolle spielten. Und plötzlich gibt es Interesse an einem Studium der Gerontologie oder einem Job im Pflegebereich.

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Die Möglichkeiten, die jeder Mensch in sich trägt und in seiner persönlichen Entwicklung erkennt, sind zahlreich und vielfältig. Deshalb gibt es immer mehr Jobs, die verrückt klingen, aber tatsächlich existieren, z. B. Golfballtaucher, Erschrecker in der Geisterbahn oder High-Heels-Trainerin.

Was gibt es zu bedenken bei einem Jobwechsel?

Bei einem Jobwechsel gilt es einige grundlegende Überlegungen anzustellen. Neben der oben schon erwähnten Analyse der eigenen Stärken, Interessen und Kompetenzen, können dabei auch Faktoren wie Alter und finanzielle oder soziale Verpflichtungen eine Rolle spielen. Für den einen mag der Sprung ins kalte Wasser mit allen möglichen finanziellen Risiken unproblematisch sein, für den anderen ist es eine Katastrophe, mit weniger Geld als vorher auskommen zu müssen. Da wird der Traumjob schnell zum Albtraum.

Es kann auch problematisch sein, wenn es den Traumjob zwar gibt, aber nur auf der anderen Seite der Erde. Das mag für einen jungen, noch ungebundenen Menschen eine interessante Herausforderung sein, für Menschen mit Familie ist es jedoch nur mit großen Mühen oder überhaupt nicht realisierbar.

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Wer einen sicheren Arbeitsplatz, auch nach dem Jobwechsel, bevorzugt, der ist gut beraten, sich auf dem Arbeitsmarkt umzuschauen. Und zwar am besten vor einer Kündigung des alten Arbeitsplatzes. Es ist erfahrungsgemäß einfacher, aus einer sicheren Anstellung heraus, eine neue Stelle zu finden, etwa weil sich die eigenen Interessen verlagert haben oder eine Teilzeitstelle beim alten Arbeitgeber nicht möglich ist. Wer zu früh kündigt, riskiert arbeitslos zu werden. Damit kann nicht jeder gut umgehen.
Die meisten Menschen suchen sich ihren Traumjob selbstverständlich unter Einbezug der sie umgebenden und ihnen wichtigen Faktoren aus. Der Traumjob ist nicht unbedingt ein Traumjob, wenn er z. B. dauerhafte finanzielle Notlagen mit sich bringt, sehr viel Eigeninitiative ohne sichtbare Resultate oder gar längere Trennungen von der Familie fordert.

Egal wie verrückt der eigene Traumjob scheint, das Wichtigste ist, dass er die eigenen Wünsche und Erwartungen erfüllt! Das kann auch ein guter Kompromiss aus Anspruch und Wirklichkeit sein!

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Titelbild: © Sergey Nivens – fotolia.com

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