Eben erst begonnen, ist sie auch schon vorbei. Die Rede ist von der Ausbildung zum Küchenmeister am WIFI Steiermark. Nach der Kaviarverkostung durfte ich auch die Prüfungswoche der angehenden Meister begleiten.

Rückblick & Exkursionen

Im Rahmen der einmonatigen Ausbildung zum Küchenmeister am WIFI Gastrozentrum in Graz durften die Teilnehmer nicht nur eine Kaviarverkostung  genießen, sondern auch wertvolle Blicke hinter die Kulissen werfen. Wie sieht es im Betrieb von Zotter Kalbfleisch aus, welche Besonderheiten bietet Berglandmilch, was gibt es über Vulcano Schinken zu wissen? Insgesamt besuchte Peter Springer, fachlicher Leiter des WIFI-Gastrozentrums mit seinen Schützlingen 8 Betriebe und ermöglichte den angehenden Meistern eine Erweiterung ihres Gastronomischen Horizontes.

Damit auch das Zusammengehörigkeitsgefühl während der Ausbildung nicht zu kurz kam, lies sich die Gruppe zweimal in Grazer Restaurants bekochen.

Prüfungswoche

Eine Woche lang waren die Teilnehmer der Ausbildung gefordert, das Erlernte theoretisch wie praktisch umzusetzen. Neben einem Fachgespräch und einer schriftlichen Prüfung galt es vor allem praktische Teile zu erfüllen.

Zum 25. Küchenmeister-Jubiläum durfte sich die Prüfungskommission über einen Ehrengast freuen, kein geringerer als sea chefs Chef Georg Bernsteiner (Bild unten) beehrte die Grazer und unterstütze beim Bewerten und Verkosten.

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Praktische Prüfung: Menü

Die Praxisnähe der Ausbildung wurde den, zur Menüverkostung geladenen Gästen eindrucksvoll bewiesen. Wie auch im echten Restaurantbetrieb, war die Ausarbeitung und praktische Umsetzung eines 5-Gang Menüs gefordert. Neben der Kalkulation galt es auch, eine ansprechende Menükarte und Meistermappe zu erstellen. Die Kandidaten bewiesen also nicht nur in der Küche ihre kreative Ader, auch die Bücher und Mappen selbst waren kleine Meisterwerke.

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Standesgemäß wurden die Gäste mit einem Aperitif empfangen, ehe die Kanditen ihre Menükreationen Gang für Gang den hungrigen Besuchern kredenzten. Eine Speise ausgefallener und hübscher angerichtet als die andere. Fast zu schön zu essen war die gängige Meinung im Raum. Wir konnten aber schließlich doch nicht umhin, die Meistwerke genüsslich zu verspeisen.

Praktische Prüfung: Fingerfood

Ein Küchenmeister ist selbstverständlich nicht nur für warmes Essen sondern auch für die kalte Küche zuständig. So durften sich die angehenden Meister ein themenbezogenes Fingerfood Menü ausdenken, einen kompletten Tisch dazu dekorieren sowie im passenden Glas und Porzellan anrichten.

Zum Abschluss gab’s also ein Fest für die Augen und den Gaumen. Jeder der Kandidaten präsentierte im festlichen Rahmen am Gastrozentrum des WIFI Graz seine schönsten Fingerfood Kreationen.

Nachdem sich alle satt essen durften, verlieh Peter Springer seinen Schützlingen stolz das Küchenmeister-Diplom. Zwei Kandidaten waren besonders fleißig und durften die Ausbildung mit gutem beziehungsweise sehr gutem Erfolg beenden.

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Teilnehmerstimmen

„Das Wissen das Peter Springer an den Tag legt und seine geballte Erfahrung sind beinahe unfassbar“

„Der Kurs war meine bisher schönste Erfahrung in meiner Laufbahn als Koch. Die Kombination aus theoretischem Wissen und praktischer Erfahrung ist unbezahlbar“

„Mit dem Wissen, das hier vermittelt wird, kann man nur gewinnen!“

Fazit

Ich hatte das Glück, die praktischen Prüfungsteile zu erleben und durfte nicht nur herrliche Kulinarik genießen und unglaublich nette Menschen kennenlernen sondern kam auch in den Genuss, die Euphorie und das Glücksgefühl der neuen Küchenmeister einzufangen. So viel Optimismus und positive Stimmung hatte ich bei keiner anderen Ausbildung von Absolventen erlebt. Wahre Meister fallen eben nicht vom Himmel, werden aber am WIFI fachkundig und mit Freude ausgebildet!

Informationen zur Ausbildung zum/zur KüchenmeisterIn unter: http://www.stmk.wifi.at/kuechenmeister

Bilder & Text: ©Manuela Pucher, WIFI Steiermark

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