Die Grazerin Evelyn Fauland hat ihre Restaurantfachfrau-Lehre im 2. Bildungsweg abgeschlossen. Die Grazerin im Interview über ihre Motivation, die Ausbildung am WIFI Steiermark und die Vorteile im Berufsleben.

Warum haben Sie sich entschlossen, Ihre LAP nachzuholen?

Evelyn Fauland: Ich habe bereits 2008 eine Lehre zur Restaurantfachfrau begonnen und auch 2 Jahre davon erfolgreich absolviert. Dann bin ich allerdings schwanger geworden und konnte die Ausbildung nicht abschließen. Nach der Karrenzzeit habe ich dann zwar wieder in der Gastronomie gearbeitet, aber eben ohne abgeschlossene Lehre.

Irgendwann habe ich mir gedacht: Ich will meinem Sohn, der nun schon in die Schule geht, mit gutem Beispiel vorangehen. Es wäre ja ein bisschen komisch, wenn ich von ihm fordere, er soll brav lernen, wenn ich selbst eine nicht abgeschlossene Ausbildung habe.

Und dann habe ich erfahren, dass man die LAP mithilfe eines Kurses am WIFI Steiermark in einem halben Jahr nachholen kann. Mein Arbeitgeber, das Rudolf-Bräu in Eggenberg, hat mich hier sehr unterstützt und mir ermöglicht, diesen Kurs zu absolvieren.

fauland
Evelyn Fauland, Restaurantfachfrau

Wie genau läuft die Ausbildung am WIFI Steiermark ab?

Fauland: Der Kurs lief von Jänner bis Juni, für je rund eine Woche im Monat. Wir waren eine bunt gemischte Truppe: vom Mechaniker, der in die Gastronomie wechseln wollte bis zu einer Fitnesstrainerin, die die Restaurantfachfrau-LAP als Zusatzqualifikation absolviert hat.

Die Ausbildung war sehr praxisorientiert, die Vortragenden waren alle aus der Praxis: etwa ein Koch, der schon auf vielen Kreuzfahrtschiffen unterwegs war oder die Präsidentin des Steirischen Sommeliervereins. Zahlreiche Ausflüge waren Teil der Ausbildung, etwa zu Winzern, Buschenschänken oder Produzenten.

Die LAP war dann im Juli, ich habe mit Auszeichnung bestanden.

Gratulation! Profitieren Sie von der Ausbildung nun im Berufsleben?

Fauland: Ja, es ist ein großer Vorteil, wenn man weiß, warum man bestimmte Getränke in bestimmten Gläsern serviert oder wie man Weine richtig präsentiert. Und auch der Gast schätzt es, wenn sich die Kellnerin gut auskennt.

Weitere Informationen zu Ausbildungen auf dem 2. Bildungsweg:
Restaurantfachmann/frau
Koch/Köchin 
Konditor/in 
Tischler/in

Titelbild: © Paolo Gallo – Fotolia.com

Kommentar verfassen