…wären Prozesskostenoptimierungsmaßnahmen nicht wesentlich effizienter und nachhaltiger als ständig den Einkaufspreis in den Focus zu stellen?

In vielen Unternehmen schlummert im Einkauf ein riesiges Potenzial. Potenzial zur Kostenersparnis und damit Möglichkeiten, die Wertschöpfung eines Unternehmens beträchtlich zu steigern. Leider sparen gerade Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bereits im Einkauf selbst, in unterbesetzten Einkaufsabteilungen fehlt die Manpower strategische Projekte zur nachhaltigen Kostenoptimierung voran zu treiben.

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Es muss nicht immer um Millionen Euros eingekauft werden, um nennenswerte Einsparungen zu erreichen. Gerade KMU´s können durch professionelles C- Teile Management (CTM), darunter versteht man die Optimierung der Beschaffungsprozesse von C- Teilen, enorme Aufwände vermeiden und somit immense Einsparungen erzielen. Die frei gewordene Zeit kann seitens Einkaufs zur Realisierung des gewünschten und teilweise notwendigen Wertbeitrages genützt werden.

Zu den typischen C-Teilen gehört Büromaterial, Computerzubehör, Reinigungsmittel, Sanitärbedarf, Arbeitsschutz (Bekleidung), Betriebseinrichtung, Industriebedarf, Werkzeuge, Armaturen, Verpackungsmittel, Hilfsstoffe (Öle, Schmierstoffe), Normteile, Ersatzteile, Hygieneartikel, Betriebsstoffe, Befestigungsteile (Schrauben, Muttern, Beilagscheiben, Gewindestangen), etc..

Informationen zum WIFI Lehrgang finden Sie hier: Diplomlehrgang Einkaufsmanagement weitere Kurse und Lehrgänge zum Thema Einkauf finden Sie unter: Einkäufertrainings

C-Teile kennzeichnen sich durch folgende Merkmale:

  • verursachen einen hohen Bestellaufwand aufgrund 
- hoher Anzahl an Artikeln
- unüberschaubare Sortimentsvielfalt
- Unzahl an verschiedenen Lieferanten für dasselbe Produkt
- zahlreiche kleine Bestellungen werden angelegt
  • haben einen großen Bestellerkreis
  • meist einen niedrigen Stückpreis
  • untergeordnete Bedeutung für das Endprodukt
  • im Vergleich zum Beschaffungswert ist der Beschaffungsaufwand meist zu hoch

Eine für ihr Unternehmen durchgeführte Prozesskostenanalyse würde jedem Unternehmer die Augen öffnen, welche enormen Kosten im Beschaffungsprozess von C-Teilen verursacht werden. Ein C-Teil mit einem Einkaufswert von 10 Euro verursacht durchschnittlich 150 Euro Prozesskosten und damit ebenso hohe Kosten, wie die Beschaffung eines A-Teils im Wert von 10.000 Euro.

Möglichkeiten um die Kosten der C-Artikelbeschaffung zu verringern:

  • E-Procurement
  • Kanban-System
  • Automatisch generierte Bestellung im System
  • VMI (Ventor Managed Inventory)
  • Konsignationslager

Das Ziel einer professionellen C-Teile Bewirtschaftung soll die Reduzierung der Beschaffungskosten, sowie eine Optimierung der Teilevielfalt und der Lieferantenanzahl sein. Das wird vor allem dann erreicht, wenn die Anzahl der Prozesse, die im Unternehmen zwischen dem Einkauf und dem Wareneingang (Lager) durchgeführt werden müssen, auf ein Minimum reduziert werden können bzw. der Einkauf mit der Beschaffung nichts mehr zu tun hat.

Was umfasst C-Teile Management?

  • Bündelung von geeigneten C-Teilen auf einen Lieferanten
  • Preissicherheit
  • Garantierte Lieferfähigkeit zum Bedarfszeitpunkt
  • Dauerhaft optimierte Bestände
  • Reduzierte Lagerhaltungskosten
  • Möglichkeit Übermengen an den Dienstleister zurückzugeben
  • Vereinfachung der Bedarfsmeldung
  • Zahlungsausgleich über Monatsrechnung, ggf. Gutschriftsverfahren
  • Welche Vorteile ergeben sich mitunter in der Umsetzung eines CTM?
  • Transparenz
  • Übersicht
  • Vereinheitlichung
  • Umstellung auf Normteile (aus Zeichnungsteilen)
  • Manipulation durch Dritte
  • Bestellung nach Verbrauch
  • Reduzierung von Fehlbestellungen
  • Reduzierung Gesamtkosten der Supply Chain
  • Ersatzteile auf Lager
  • Lagerplätze genau definiert
  • Entlastung der Mitarbeiter

Natürlich bekommt man zuvor erwähnte Vorteile nicht umsonst und wo Vorteile angepriesen werden, kommen auch Nachteile zum Vorschein. Der Aufwand in der Vorbereitung ist das Haar in der Suppe. Dieser Aufwand darf auf keinen Fall unterschätzt werden und birgt letztendlich auch das Erfolgsgeheimnis.

Vorbereitung für die Einführung eines CTM:

  • Festlegung der Produkte, die jederzeit erweiterbar sind
  • Festlegung von Höchst- und Mindestbestand je Artikel
  • Abgleichung der Artikelnummern
  • Druck von Etiketten mit Strichcode und Produktinformation
  • Sonstige kundenbezogene Anmerkungen

 Möglichen Nachteile in der Umsetzung eins C-Teile Management?

  • Lagerhaltung – es werden mehr Lagerflächen benötigt
  • hoher Inventuraufwand
  • hohe Abhängigkeit vom Lieferanten
  • aufgrund spezifischer Systeme wird ein späterer Preis-Leistungs-Vergleich schwierig
  • Lieferantenwechsel ist aufwändig und nur mit langem Vorlauf möglich
  • bei Behältersystemen können Behälter verloren gehen
  • falls keine stufenweise Auflösung des eigenen C-Teile-Lagers vorgenommen wird, sind unter Umständen keine Reserven vorhanden
  • nicht klar abgegrenzte oder definierte Aufgaben bzw. Zuständigkeiten der Partner im Vertrag führen zu Problemen bzw. unter Umständen zu Mehrkosten
  • eine schlecht geplante bzw. vorbereitete Umstellung kann den Produktionsprozess unterbrechen und intern zu entsprechenden Widerständen bei der Einführung führen

Fazit:

Durch die Einführung eines professionellen C-Teile Managements mit dem für Sie richtigen Partner, ist die Senkung der Beschaffungskosten, Reduzierung der Teile- und Lieferantenvielfalt sowie Verringerung der Beschaffungs- und Prozesskosten garantiert.

Beinahe in jedem Lehrgang wird die Einführung von C-Teile Management behandelt und bei jeder Facharbeit wurde die Umsetzung als zielführend und gewinnbringend für das Unternehmen erachtet.

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Titelbild: © Denis Junker – Fotolia.com

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