Liebe geht durch den Magen! Diese Redensart gilt nicht nur im privaten und familiären Bereich, sondern auch für den Gast im Hotel. Selbst im Hotel Garni, das zusätzlich zur Unterkunft ausschließlich ein Frühstück anbietet, legen sowohl Gastgeber als auch Gast großen Wert auf die morgendliche Mahlzeit.

Deutlich ausgeprägter ist die Situation im Mehrsternehotel, das in seinem Restaurant alle Tagesmahlzeiten serviert. Hier müssen Unterkunft sowie Art und Qualität der Bewirtung zueinander passen. Innerhalb des Hotelmanagements handelt es sich dabei um zwei separate, eigenständige Profitcenter. Sie haben ihre eigene organisatorische und personelle Struktur. Zusammengefasst und gebündelt werden sie buchstäblich auf dem Schreibtisch des Hoteldirektors. Dessen zwei Ansprechpartner sind der F&B-Manager einerseits sowie der Manager Unterkunft andererseits. In vielen Fällen wird dieser Arbeitsbereich vom Hoteldirektor selbst verantwortet.

Gäste, die gerne ein bestimmtes, sprich ihr Hotel buchen, tun das erfahrungsgemäß nur oder erst dann, wen auch der F&B-Bereich, also die Hotelbewirtung stimmt. Bestenfalls verlässt der Gast das Hotel zu keiner der Mahlzeiten, sondern nimmt sie im Restaurant, im Bistro oder in der Hotellobby ein.

Ein Urlaubs- und Touristenhotel bietet seinen Gästen wahlweise die Unterkunft mit Frühstück, mit Halb- sowie mit Vollpension an. Hier sind die beiden Profitcenter unmittelbar miteinander verknüpft. Für einen erfolgreichen und zufriedenstellenden Aufenthalt müssen Unterkunft und F&B stimmen. Vergleichbar ist die Situation bei allen Veranstaltungen, die in den Räumlichkeiten des Hotels stattfinden. Zu denen zählen private Feiern und Festlichkeiten, berufliche Kongresse, Sitzungen, Meetings, Ausstellungen und Messen. Die Veranstalter werden sich nur für ein Hotel entscheiden, in dem das Zusammenspiel zwischen der Hotelunterkunft und der Bewirtung im Hotel reibungslos klappt. Der Gast möchte rundherum zufrieden sein.

In diesem Spannungsfeld bewegt sich der F&B-Manager, der Wirtschaftsdirektor. F&B steht für das englische food and beverage, zu Deutsch Speisen und Getränke. Es ist das gesamte Spektrum der Gästebewirtung; von den Tagesmahlzeiten über den Zimmerservice, bis hin zum Early Breakfast oder zu der bis nach Mitternacht geöffneten Hotelbar. Die Arbeitskette von der Küche über den Service hin zum Gast muss lücken- und reibungslos, das Zusammenspiel perfekt sein. Ob der Gast sich im Restaurant, im Konferenzraum, in der Bar oder in der Hotelhalle aufhält; er befindet sich im Hotel und erwartet den dazugehörigen Service. Diesen Blick muss der F&B-Manager haben, wenn er plant, kalkuliert, einteilt, abrechnet und resümiert. Einerseits ist die Nähe zum Gast gefragt, andererseits muss das Servicepersonal auch eine professionelle Distanz bewahren. Es muss höflich, freundlich und dennoch dezent zurückhaltend sein. 

Zu den Schwerpunkten des F&B-Managements gehören die Bereiche in alphabetischer Reihenfolge

• Bankett
• Catering
• Controlling
• Einkauf
• Logistik
• Marketing
• Mitarbeiterführung
• Planung
• Qualitätsmanagement
• Rechnungswesen
• Warenwirtschaft

Jede in Prozentzahlen ausgedrückte Hotelauslastung ist auch das Ergebnis eines erfolgreichen Miteinanders der Bereiche Hotelbuchung und F&B Management. Wenn Essen und Trinken den Geschmack, sozusagen den Nerv des Gastes treffen, dann ist die nächste Übernachtungsbuchung garantiert.

Informationen zur Ausbildung zum F&B Manager am WIFI finden Sie unter: F&B Management. Besuchen Sie unseren kostenlosen Informationsabend: Informationsabend F&B Management
 

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