Diese neun Ausreden sollten Sie verwenden, wenn Sie sich nicht weiterbilden wollen.

Sicherlich kennen Sie das auch. Ab und zu hängt in Ihrer Firma ein Aushang, der zum Anmelden verschiedener Fort- oder Weiterbildungen auffordert. Genervt gehen Sie dann daran vorbei, in der Hoffnung, diesen Aushang wieder zu vergessen. Nur leider wird dieser von Ihnen perfekt zurecht gelegte Plan von Freunden, Kollegen oder Familienmitgliedern ruiniert. Sätze wie „Das wäre doch etwas für dich!“ oder „Nutze doch mal die Chance und probiere etwas Neues aus!“, hängen Ihnen mittlerweile zum Halse raus. Sie haben für sich entschlossen, bei Ihrem Beruf bleiben zu wollen und sich auf keine Fortbildung einzulassen. Denn Sie sind glücklich mit Ihrer Position, nur leider möchte das kein Mensch in Ihrem Umfeld akzeptieren.

Jeder ist der Meinung, besser zu wissen was gut für Sie ist, als Sie selbst. Da könnte man sich schon fast wundern, warum diese Leute nicht gleich Ihren Mutterersatz spielen und Ihnen die Wäsche waschen. Egal, wie oft Sie Ihren Standpunkt mit den unterschiedlichsten Ausreden versucht haben klar zu machen, es hat einfach nichts gebracht.

Doch dieser nervenzerreißende Aufwand hat nun ein Ende. Merken Sich sich einfach die Ausreden, die Sie im Verlauf des Textes finden und Sie gewinnen fortan jeden Kampf um Ihre berufliche Selbstbestimmung. Jetzt bloß nicht an Weiterbildung denken!

Dafür ist es jetzt zu spät

Da hätten wir doch schon einmal die erste Ausrede. Wenn Sie eine gewisse Altersgrenze überwunden haben, fühlen Sie sich in Ihrer seit Jahren bekannten Routine wohler denn je. Möglicherweise haben Sie gerade zu diesem Zeitpunkt so viel privaten Stress, dass Sie die Anmeldefrist verpasst haben. Dann wird Ihr Chef zwar wahrscheinlich bis zum nächsten Termin warten, aber für den Moment haben Sie Ihre Ruhe. Bedenken Sie jedoch, dass ein Ausbruch aus der Routine auch positiv sein kann.

Dafür bin ich nicht gut genug

Diese Ausrede ist gar nicht so abwegig. Vielleicht haben Sie Kollegen, die auf einer Universität studiert oder vielleicht sogar promoviert haben. In solchen Fällen ist es besonders leicht, die Aufmerksamkeit auf andere Kollegen zu lenken. Aber möglicherweise können Sie mehr, als Sie sich zutrauen. Kollegen mit einer hohen Bildung können viele Dinge oft nur in der Theorie besser als Sie, in der Praxis wären Sie meist der Stärkere.

Das kann bis morgen warten

Eventuell ist für die Fort- beziehungsweise Weiterbildung keine Frist gesetzt wurden. In solchen Fällen können Sie das Datum der Fortbildung so bis zu Ihrer Rente vor sich herschieben. Am besten unterstreichen Sie das mit anderen Problemen, die einer höheren Priorität bedürfen. Aber vergessen Sie nicht, dass mit jedem Aufschieben der Stresspegel steigt und an jedem Tag neue, meist unerwünschte, Aufgaben auf Sie zu kommen.

Jetzt bloß nicht an Weiterbildung denken!

Ich habe schon mehr als ein Jahrzehnt die Schulbank gedrückt!

Wenn Sie Ihre Schulzeit mit der Matura beendet haben, ist dies wahrscheinlich die richtige Ausrede für Sie. Wer nach der Matura in eine Ausbildung geht, hat meistens sein Leben lang kein Interesse mehr an theoretischer Bildung. Sie hatten schließlich einen Grund, Ihr Studium verweigert zu haben und möglicherweise liegt Ihnen diese verhasste Zeit noch immer in den Knochen. Jetzt sollten Sie jedoch mal in die entgegengesetzte Richtung denken. Haben Sie Ihre Matura denn nicht absolviert, um selbst ohne Studium einen gut bezahlten Job zu ergattern? Mit einer Fortbildung hätten Sie die Chance dazu.

Ich habe eine Familie und muss für diese sorgen

Es gibt Fortbildungen, die abends nach der Arbeit oder am Wochenende stattfinden. Als Mutter oder Vater ist es unwahrscheinlich, dass Sie Ihre Freizeit einfach so opfern können. In manchen Fällen müssen Sie für die Fortbildungen sogar für ein paar Tage in eine andere Stadt. Wer zu Hause (kleine) Kinder hat, wird jeden Abend gebraucht. Vielleicht könnten Sie mit Ihrem Ehepartner sprechen. Eine Fortbildung dauert – in den meisten Fällen – nur ein paar Tage an. Könnte Ihr Partner für diese kurze Zeit nicht ohne Sie auskommen? Schließlich stehen die Chancen für eine Gehaltserhöhung nach einer Weiterbildung sehr gut.

Ich komme gut mit meinen Kollegen klar und will nicht versetzt werden

Stellen Sie sich einmal vor, Sie würden sich auf eine Teilnahme an einer Fortbildung einlassen. Möglicherweise findet die Fortbildung in einer Zweigstelle oder anderen Abteilung der Firma statt. Dort wären die Vorgesetzten so beeindruckt von Ihnen, dass diese Sie nicht mehr gehen lassen wollen. Wer garantiert Ihnen denn, dass die neuen Kollegen genauso humorvoll oder zuverlässig sind, wie Ihre alten? Sicherlich würden Sie Ihre alten Kollegen vermissen. Aber aus psychologischer Sicht ist es sinnvoll´, nach einiger Zeit neue Kontakte zu knüpfen. Ihre alten Kollegen sind schließlich nicht aus der Welt, wozu gibt es Mobiltelefone?

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Das ist mir zu stressig

Wenn Sie neben Ihrer Arbeit nicht nur eine Fortbildung besuchen, sondern auch noch für diese lernen müssen, steht Ihnen eine sehr stressige Zeit bevor. Mal davon abgesehen, dass es mit der dafür notwendigen Disziplin oft schwierig ist, kann zu viel Stress zu ernsthaften Krankheiten führen. Allerdings können diese Krankheiten auch durch eine ungesunde Lebensweise zustande kommen und Stress lässt sich gut durch Sport bewältigen. Jedes Fitnessstudio würde sich über neue Kunden freuen und möglicherweise entdecken Sie dort eine interessante Sportart, die Ihnen viel Spaß macht und welche Sie nicht zu Hause durchführen können?

Ich bin mit meinem Gehalt und meiner Position absolut zufrieden

Warum sollten Sie etwas ändern wollen, wenn Sie doch glücklich sind? Zufriedenheit ist schließlich unbezahlbar. Klar, ein besseres Auto oder die ein oder andere Urlaubsreise im Jahr würden sicherlich zur Steigerung Ihrer Zufriedenheit beitragen. Aber wer braucht das schon, wenn er in seinem stickigen Büro ein Bild mit Palmen hängen hat oder ein Auto aus dem letzten Jahrhundert fährt? Möchten Sie sich denn nicht mal ab und zu etwas leisten können? Was sind schon zwei unzufriedene Wochen, wenn Sie im Nachhinein Ihr Wohlbefinden steigern können?

Ich habe schon einmal eine Fortbildung gemacht!

Wer schon einmal auf einer Fortbildung war, der weiß, wie schrecklich das sein kann. Irgendeine Person redet Ewigkeiten über ein Thema, das Sie nicht interessiert. Die Räume sind meist stickig und die Pausen zu kurz, um Platz in Ihrem Gehirn zu schaffen. Ganz egal, ob Sie diese Erfahrungen schon einmal persönlich gesammelt haben oder negative Berichte von Kollegen oder Freunden aufgeschnappt haben: Sie können gar nicht wissen, wie die nächste Fortbildung sein wird. Vielleicht hat die vortragende Person ja Humor und spricht in einer angenehmen Tonlage. Möglicherweise ist das Thema zur Abwechslung für Sie mal interessant und der Raum gelüftet. Vielleicht sind die Pausen ja länger oder durch Gespräche mit Kollegen interessant. Sie können es nur wissen, wenn Sie über Ihren eigenen Schatten springen und sich anmelden.

Jetzt bloß nicht an Weiterbildung denken!

Wir  haben Ihnen nun 9 Ausreden genannt, die Sie verwenden können, wenn jemand Sie gegen Ihren Willen zu einer Fortbildung drängen will. Eventuell ist der Zeitpunkt ja tatsächlich ungünstig oder Sie haben nachvollziehbare Gründe, um der einen oder anderen Fortbildung aus dem Weg zu gehen. Aber nicht jeder Grund ist wirklich sinnvoll. Oft ist es der Mensch selbst, der sich die Dinge schlimmer redet, als sie eigentlich sind. Wenn Sie nächstes Mal auf eine unliebsame Fortbildung angesprochen werden, halten Sie für einen kurzen Moment inne. Ist es wirklich sinnvoll, sich so gegen diesen gut gemeinten Ratschlag zu wehren? Muss man wirklich zu Ausreden greifen und was ist der Grund dazu? Finden Sie zuerst einmal heraus, warum Sie tatsächlich keine Fortbildung besuchen wollen. Nur, wenn Sie den wahren Grund kennen, kann ein Umdenken in Ihrem Kopf stattfinden.

Jetzt können Sie anfangen an Weiterbildung zu denken! http://www.stmk.wifi.at/kursbuch

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Titelbild: © olly – Fotolia.com

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