Digitalisierung als Chance: Automatisierungstechniker Roman Posch ist nach seiner Ausbildung zum Software Developer „voll motiviert“, die Dinge positiv zu verändern und seinen Beitrag zu dieser „riesigen Entwicklung“ zu leisten.

Dass man die eben absolviert Laufrunde mit dem Trainingsapp analysiert und sich mit einem Routenplaner am Smartphone zur Zieladresse leiten lässt, ist längst Alltag geworden. „Ganz anders als im Privaten gibt es in der Produktion aber noch so viele Schritte, die sich mit digitalen Hilfsmitteln wesentlich vereinfachen ließen.“ Was man tun müsste und wo man ansetzen könnte, das sieht Automatisierungstechniker Roman Posch laufend in seinem Arbeitsalltag bei Windisch Elektro Technik. Ihm hat aber das „Wie“ gefehlt – die Werkzeuge, um die Produktionsprozesse mit digitalen Systemen zu unterstützen. Deshalb hat er den Lehrgang für Software Development am WIFI Steiermark absolviert.

Österreich hinkt hinterher

„Wir waren eine bunt gemischte Gruppe, zum Beispiel auch jemand aus einer Versicherung. In dieser Branche gibt es ja auch großes Potenzial, Datenanalysen einzusetzen und daraus neue Geschäftsmodelle zu generieren. Eigentlich hat in Österreich fast jede Branche noch Aufholbedarf. Andere Länder sind uns da sicher weit voraus.“

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Im Lehrgang für Software Development hat Roman Posch gelernt, wie man Produktionsprozesse mit digitalen Systemen unterstützen kann. (Credit: Studio Lannach)

Verbindung zum Berufsalltag

Schon im Zuge des Lehrgangs hatte Roman Posch nach und nach „Aha-Erlebnisse“: „Am Anfang überschlagen dich die Informationen schon ein bisschen, aber es geht dann recht schnell, dass man die Verbindungen zum Berufsalltag herstellt und endlich weiß, wie man das Ganze umsetzen kann.“

Veranstaltungstipp: Lehrgang für Software Development am WIFI Steiermark

So ähnlich wie bei einem Kochrezept

Was für Posch auch ein wesentlicher Faktor ist: „Im Alltag ist es ja so, dass man als IT-Experte mit Menschen aus anderen Abteilungen zusammenarbeitet, die sich fachlich in der IT nicht so gut auskennen. Da liegt es am IT-Techniker, die Dinge gut vermitteln zu können. Wir haben im Lehrgang sehr viele Beispiele erarbeitet, die dabei helfen. Es ist eben ein Unterschied, ob man einem Kollegen theoretisch erklärt, was möglich ist oder ob man ihm ein Beispiel zeigt.“ Ähnlich wie beim Kochen: Wenn man das Gericht probieren kann oder zumindest ein Foto sieht, weiß man viel eher, was Sache ist, als wenn man nur das Rezept vorgelegt bekommt.

Wissen, wo man nachschaut

Ein Grundstock an IT-Kenntnissen bzw. technisches Verständnis ist natürlich kein Nachteil, „am Wichtigsten ist aber das Interesse an der Materie, im Prinzip ist der Lehrgang offen für alle“. Es ist ja auch nicht so, dass man die Ausbildung als „Wunderwuzzi“ beendet. Gerade im IT-Bereich ist das Wissen so groß bzw. erweitert/verändert sich so schnell, dass man nie alles im Kopf haben kann. „Man muss einfach wissen, wo man nachschaut. Auch das haben wir im Kurs gelernt.“

Dinge positiv verändern

Nach Abschluss des Software Development-Lehrgangs hat Posch schon große Pläne: „Ich kann jetzt aktiv mitgestalten und die Dinge positiv verändern. Das motiviert mich immens.“

Titelbild: © 31moonlight31 – fotolia.com

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