Der Wunsch des Menschen, Fleisch ins Feuer zu legen und sich danach zu Gemüte zu führen ist so alt wie die Entdeckung des Feuers selber. Man jagte einige Tage Mammuts, Säbelzahntiger und was einem zu der Zeit halt sonst noch vor die Füße lief und hatte mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen, genug zu essen.

Heutzutage kann man es sich natürlich leisten, komplett auf Fleisch zu verzichten. Viele Menschen entscheiden sich bewußt und aus verschiedenen Gründen dafür, auf Fleisch oder tierische Produkte, ohne sich Sorgen machen zu müssen, unter diversen Mangelerscheinungen zu erkranken.

Wer beschlossen hat, kein Fleisch mehr zu essen, muss natürlich nicht auf Grill-Gaumenfreuden verzichten. Auch ohne Huhn, Rind und Schwein gibt es massenhaft Alternativen, die man sich auf den Rost knallen und einverleiben kann. Diese sind nicht nur gesund, sondern auch zu 100 Prozent vegetarisch! Wir zeigen Ihnen, wie’s geht.

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Hut ab – Champignons vom Grill

Wer noch nie gegrillte Champignons gegessen hat, hat im Grunde noch nie so richtig gute Champignons gegessen. Dieser, im Geschmack einigermaßen dezente, Pilz ist das ganze Jahr über im Supermarkt vorrätig und speziell die großen Varianten eignen sich hervorragend zum Grillen. Wer denkt, dass es sich hier beim Resultat um ein verschrumpeltes, zähes Stück Haut handelt, liegt tatsächlich total daneben. Pilze bestehen zu einem Großteil aus Wasser. Durch das Grillen tritt diese Flüssigkeit aus und kann mit einem einfachen Trick wieder dem Pilz zugeführt werden.

Kaufen Sie große Champignons und entfernen sie die Stiele. Nun legen Sie die Hüte einfach mit der offenen Seite nach oben auf den Griller. Achten Sie dabei jedoch auf die Temperatur. Zu große Hitze könnte die Pilze tatsächlich schnell verbrennen. Nun einfach ein paar Butterflocken in die Hüte geben, salzen, pfeffern, gerne auch etwas Chili aus der Mühle darüber und warten, was passiert.

Die Flüssigkeit tritt aus, sammelt sich im Hut, vermischt sich mit der Butter und den Gewürzen und wird sogleich wieder vom Pilz absorbiert. Das Ergebnis ist ein wunderbar gewürzter, saftiger, mit Grillstreifen versehener Leckerbissen, den Sie bei zukünftigen Grillparties nie wieder auslassen werden.

Quietsche-Käse? Ja bitte!

Wer kennt ihn nicht? Halloumi-Grillkäse! Dieser sehr alte und ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende, halbfeste Käse, sollte auf keiner Veggie-Grillplatte fehlen. Stark gewürzt und wunderbar aromatisch behält diese Käsesorte ihre Form, wenn Hitze zugeführt wird und schmilzt nicht. Dies hat zur Folge, dass man großartig aussehende und vor allem schmeckende Käsescheiben auf den Grill zaubert, die vor allem bei Kindern durch das quietschende Geräusch beim Kauen regelmäßig für Erheiterung sorgen.

Halloumi gibt es mittlerweile auch schon in unterschiedlichen Sorten, bei denen Kräuter oder Chiliflocken zum Einsatz kommen. Auch Fleischesser sollten sich gelegentlich die eine oder andere Scheibe gönnen, dieser Leckerbissen passt auch vortrefflich zu Fleisch.

Ruck-zuck Gemüse-Scheiben

Was wäre eine Grillparty ohne Gemüse? Richtig, ein unausgewogenes Fleischgemetzel! Erst gegrilltes Gemüse in unterschiedlichen Varianten sorgt für runden Geschmack und etwas Abwechslung. Was man hier auf dem Rost platziert, entscheiden selbstverständlich die eigenen Vorlieben oder einfach das, was man gerade so im Kühlschrank herumliegen hat. Hier muss man wirklich nicht besonders viel Aufwand betreiben um ein tolles Resultat einzufahren. Einfach Gemüse in fingerdicke Scheiben schneiden, kurz in einer mit Gewürzen und Öl angerichteten Marinade ziehen lassen und schließlich nicht allzu lange grillen. Sicherheitshalber sollte man hier immer eine Grilltasse unter dem Gemüse platzieren, damit abtropfendes Öl nicht für ein flammendes Inferno sorgt.

Hier einige Ideen für Gemüsescheiben, die jedesmal gelingen. Am besten immer der Länge nach und je nach Gemüsesorte und Härte in 0,5cm bis 1cm dicke Scheiben schneiden und nicht allzu lange grillen, damit sie nicht austrocknen

Zucchini
Auberginen
Sellerieknolle
Karotten
Kartoffeln
Rote, gelbe, grüne Paprika

Bei Paprika sollten Sie immer den Stiel eindrücken und danach entfernen. Dann einfach nur die Samen ausklopfen und nach dem Marinieren mit der Hautseite auf den Rost legen. Liefern Sie auch diese kleinen Geschmacksbomben der Grillhitze nicht allzu lange aus, da sie sehr schnell weich werden und danach verbrennen.

Für die Marinade einfach etwas Olivenöl mit fein gehacktem Knoblauch und Rosmarin, Salz, Pfeffer und Chili aus der Mühle verrühren und die Gemüsescheiben kurz einlegen.

Alternative Ernährung liegt voll im Trend. Das merken auch Gastronomen und passen ihr Speisenangebot entsprechend an. Unsere Seminarenpfehlung: Vegan und vegetarisch geschulter Koch

Spargel & Kürbis – Saisonale Champions

Auch Liebhaber von saisonalem Gemüse müssen natürlich nicht auf ihre Lieblinge verzichten, wenn es ans Grillen geht. Spargel und Kürbis, die im Frühjahr bzw. Herbst Saison haben, eigenen sich vorzüglich für den Grill.

Ob Sie hierbei grünen oder weissen Spargel bevorzugen, entscheiden Sie selber. Schälen sie die holzigen Teile ab, bestreichen Sie ihn und legen Sie ihn danach für bis zu acht Minuten auf den Rost. Wie lange, hängt von der Stärke des Spargels ab. Er erhält durchs Grillen eine wunderschöne Färbung, wird etwas weicher, behält aber auf jeden Fall seinen Biss.

Bei Kürbis eigenen sich speziell die Sorten Hokkaido oder Butternuss für den Einsatz über Grillkohle. Schneiden Sie dazu den Kürbis in zwei Hälften, entfernen Sie die Samen in der Mitte und säbeln Sie danach dünne Scheiben ab. Diese werden mit Olivenöl beträufelt und danach mit den Gewürzen Ihrer Wahl. Wer möchte, kann Öl und Gewürze auf den Spalten danach noch mit den Händen verreiben. Nun werden die Spalten auf den Grill gelegt bis sie weich und wunderbar aromatisch schmecken.

Erlaubt ist, was gefällt. Und wächst.

Sie sehen, es gibt unglaublich viele Möglichkeiten, wenn es um Alternativen für Fleisch geht. Experementieren Sie auch ruhig mal mit neuen Zutaten, oft erzielt man Resultate, die man so nicht für möglich gehalten hätte. Lassen Sie sich von Ihrem Geschmack und dem, was Mutter Natur grad so alles wachsen lässt, leiten.

Fleischloses Grillgut schmeckt grandios, ist gesund, sehr schnell und unkompliziert vorbereitet und kostet unterm Strich auch um einiges weniger als Koteletts und Würstchen.

Wer zu den oben angeführten Vorschlägen auch noch schnell hergestelltes Knoblauchbaguette (oben schräge Streifen hineinschneiden und diese Schlitze mit einer Mixtur aus weicher Butter und fein gehacktem Knoblauch stopfen) zur Verfügung stellt, braucht sich vor einer Fleisch-Grillparty nicht verstecken.

Davon abgesehen werden es Ihnen Ihre Vegetarier-Gäse hoch anrechnen, wenn auch sie mehr auf ihre Pappteller knallen können als Ketchup und Brot.
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Titelbild: ©kab-vision – fotolia.com

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