Jede Innovation beginnt mit einer Idee. Aber wie kommt man dazu? Wie bindet man Mitarbeiter am besten ein und wie managt man das „Projekt Idee“ am besten? Expertentipps von Martin Gschwend, Leiter des Projektmanagement-Lehrgangs am WIFI Steiermark und Geschäftsführer des Liebherr-Werks Bischofshofen.

„Die beste Inspirationsquelle für neue Ideen ist der Markt“, betont WIFI-Experte Gschwend. „Die Schwierigkeit liegt darin, dass der Kunde zukünftige Lösungen weder kennt noch formulieren kann. Das Ganze ist daher ein Wechselspiel aus dem Verständnis für die Prozesse und Anforderungen des Kunden und dem Wissen über Technologietrends und künftige Lösungsmöglichkeiten.“

„Ideen-Kränzchen“

Als „sehr befruchtend für neue Ideen“ beurteilt Gschwend den Austausch mit Partnerunternehmen, Lieferanten und Kunden – auch branchenübergreifend. „Wir tauschen uns da in kleiner Runde regelmäßig über fachliche Themen, den Markt, Technologietrends etc. aus, so ein Blick über den Tellerrand lohnt sich allemal.“

Mitarbeiter einbinden

Um den Mitarbeitern noch stärker bewusst zu machen, dass ihre Ideen willkommen sind und geschätzt werden, empfiehlt Gschwend ein Incentive-System.

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Martin Gschwend leitet den Projektmanagement-Lehrgang am WIFI Steiermark und ist Geschäftsführer des Liebherr-Werks Bischofshofen

Verlorene Liebesmüh‘ verhindern

Stehen Ideen im Raum, ist der nächste Schritt der Praxis-Check. „Das beste Management bringt nämlich nichts, wenn es der Idee grundsätzlich an Potenzial fehlt, 50 Prozent des Projekterfolgs macht die Projektauswahl aus.“ Diese Auswahl sieht Gschwend in der Führungsebene des Unternehmens verortet – den Mitarbeitern gegenüber sollte man keine zu konkreten Vorgaben in Bezug auf ihre Ideen machen. „Wenn man nämlich schon von Anfang an den Trichter eng hält, bremst das die Kreativität enorm.“

Feedback geben

Ganz wichtig ist Mitarbeitern gegenüber das Feedback – egal ob eine Idee umgesetzt wird oder nicht. Sonst droht Gefahr, dass Mitarbeiter das Gefühl haben, „da wird doch eh immer nur groß geredet und dann verläuft das Ganze im Sand“. Deshalb unabdingbar: Den Mitarbeiter darüber informieren, was mit seiner Idee passiert. Dabei kann man durchaus auch offen sagen, dass die Idee den Praxischeck aus diesem und jenem Grund eben nicht bestanden hat. Aber selbst dieses Feedback kann eine wichtige Basis für künftige Innovationen sein.

Weiterbildungstipp

Unterschiedliche Weiterbildungen im Bereich Projektmanagement, vom 116-stündigen Lehrgang bis hin zu Seminaren wie F&E Projektmanagement (32 Stunden) und Projektmanagement Kompakt (20 Stunden) am WIFI Steiermark

Foto: © WIFI Steiermark
Titelbild: ©wigglestick – fotolia.com

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