Dass Führungskräfte eine zentrale Rolle im Innovationsprozess eines Unternehmens spielen, steht außer Frage. Ihnen obliegt große Verantwortung bei der entsprechenden Motivation ihrer Mitarbeiter. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass die Führungskräfte selbst bei Laune gehalten werden – wer motiviert den Chef?

Börge Kummert, Trainer an der WIFI-Führungskräfteakademie, Professor der Studienrichtung Innovationsmanagement an der FH Campus02 und leidenschaftlicher Trainer und Innovationsberater zahlreicher Unternehmen, gibt Tipps, wie bzw. wo sich Führungskräfte Kraft und Motivation für ihre verantwortungsvolle Rolle in der Innovationsförderung innerhalb eines Unternehmens holen können.

Mitarbeiter als Motivationsquelle

„Idealerweise ist der Innovationsgedanke in Unternehmen bereits intrinsisch vorhanden. D.h. die Tätigkeit selbst bietet einen inneren Anreiz, ein positives emotionales Erleben“, betont Kummert und erklärt weiter „der Mitarbeiter hat Freude an der Tätigkeit, wenn er sie als sinnvoll, herausfordernd, seiner Ausbildung entsprechend empfindet und wenn sie ihn schlichtweg interessiert.“ Wenn Mitarbeiter über den Rand ihres Tätigkeitsbereichs oder noch besser ihres Unternehmens hinausschauen, Dinge hinterfragen und bestenfalls Ideen für neue Geschäftsmöglichkeiten bzw. neue Märkten einbringen, ist dies für Führungskräfte eine der besten Motivationsquellen.

On Top: Selbstverwirklichung als Motivator

Sollte diese intrinsische Motivation jedoch nicht ausreichend vorhanden sein, gibt es natürlich noch eine Reihe anderer Möglichkeiten des Antriebs. Sind Chefs gleichzeitig auch Eigentümer des Unternehmens, liegen die Motivationsgründe auf der Hand, sie sind ganz oben in der Maslowschen Bedürfnispyramide angesiedelt – wir sprechen von Selbstverwirklichung und Image. Auch für Nicht-Eigentümer innerhalb der Unternehmensführung gilt oft Ähnliches, nämlich die bereits eingangs angeführte intrinsische Motivation mit dem „eigenem“ Unternehmen am Markt erfolgreich zu sein.

Die Gefahr monetärer Anreize

Eine weitere Motivation für Führungskräfte, welche sich nicht in der Eigentümerstruktur wiederfinden, liegt oft in der Erfüllung von Kennzahlen. Gerne werden in diesem Zusammenhang natürlich auch monetäre Anreize angeführt, wobei Kummert warnt: „Geldgetriebene Motivationsgründe sind immer in Frage zu stellen. Werden diese nämlich einmal ein Jahr lang oder gar länger nicht erreicht, zeigt der Motivationsbarometer stark nach unten.“

Auch Wettbewerb kann motivationsfördernd sein. Allerdings handelt es sich hierbei um eine Push-Situation, auf die eine Reaktion notwendig wird. Besser wäre es in jedem Fall zu agieren anstatt zu reagieren.

Zum Innovator geboren?

Grundsätzlich muss man aber festhalten, dass Innovationsdenken und Selbstmotivation auch eine Typfrage sind. Der Drang in Chancen zu denken ist nicht in jeder Persönlichkeit verankert – birgt aber im Falle des Falles ein hohes Chancen- und Karrierepotenzial.

Über die WIFI-Führungskräfteakademie

Die Arbeitswelt stellt hohe Anforderungen an Führungskräfte. Egal, ob jung oder erfahren. Sie sind für effektive Ergebnisse, optimales Mitarbeiterpotenzial und Teamerfolg verantwortlich. Kompetenz und Führungstechniken sind wichtige Bausteine für den Erfolg. Erlernen und verbessern kann man diese an der WIFI-Führungskräfte-Akademie.

Kostenlosen Informationsabende: 28.06. und 12.09.2017, jeweils von 18:30 bis 20:30 Uhr am WIFI-Süd. Alle Informationen zur WIFI-Führungskräfteakademie finden Sie hier: www.stmk.wifi.at 

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