„Sie begegnen mir täglich!“

„Die sieben Todsünden sind Klassiker, wie Führungskräfte sich und ihren Mitarbeitern im Unternehmen das Leben schwermachen“, sagt Mag. Manfred Wolf, der Lehrgangsleiter der WIFI-Führungskräfte-Akademie, ernst, „sie begegnen mir täglich“:

  1. Vertrauen ist nett, Kontrolle ist besser – wenn ich will, dass es richtig gemacht wird, muss ich es selber machen.
  2. Ich bin der Chef/die Chefin, ich kann und weiß es besser (als jede Fachkraft).
  3. Selbstverständlich arbeite ich alles ab, was und wie es hereinkommt – die Dinge müssen schließlich erledigt werden (Strategie ist Zeitverschwendung).
  4. Man muss das Rad nicht ständig neu erfinden, was sich bisher bewährt hat, wird auch weiterhin erfolgreich sein.
  5. Man darf den Mitarbeiter nicht verwöhnen, nicht geschimpft ist Lob genug.
  6. Zeit ist Geld, Pausen sind Verschwendung.
  7. Die Leistung wird mit Geld gesteuert, Mitarbeiter lassen sich nur über das Finanzielle motivieren …
Der Lehrgangsleiter der WIFI-Führungskräfte-Akademie, Mag.Manfred Wolf, ist Psychologe und selbstständiger Unternehmensberater und leitet ein Bildungs- und Beratungsunternehmen. Er arbeitet als eingetragener Mediator und Konfliktregler, als systemischer Berater und Coach, Lektor an mehreren Hochschulen und in der arbeitspsychologischen Burn-out-Prävention. Zudem ist er seit vielen Jahren in der praktischen Organisations- und Projektentwicklung, in der Führung von Mitarbeitern, Personal Recruitment und im Verkauf tätig.

„Das Big Picture fehlt“

„Warum glauben Führungskräfte, dass sie alles selber machen müssen“, fragt Manfred Wolf. Die Standardantwort, die er darauf bekommt, lautet: „Die Mitarbeiter/innen sind zwar engagiert, haben aber das Big Picture nicht vor Augen. Ohne Nachkontrolle passieren Fehler.“ – Das kostet allerdings viel Zeit und viele Nerven. Und dann holt der Profi weiter aus:

Vertrauen als effektivste Kontrolle

„Nur, wer sich selbst führen kann, kann auch andere führen!“ – Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit,  sich selbst als Führungskraft „bewusst im Griff zu haben“, ist die Basis für alles weitere. Zum Beispiel für die Entwicklung der Mitarbeiter/innen: „Wie stimme ich die Mitarbeiter auf die gemeinsamen Ziele ein und befähige sie dazu, das zu tun, was und wie sie es tun sollen. Wann kontrolliere ich, wann nehme ich mich zurück und lasse los? Und wann ist Vertrauen effektiver als jede Kontrolle?“

„Wer ein Orchester dirigiert, muss nicht jedes Instrument spielen können, aber den Takt angeben.“

Strategisches Denken

„Wer die Dinge so abarbeitet, wie sie hereinkommen, plant nicht das Jahr, sondern überlebt den Tag“, so Manfred Wolf pointiert. „Strategisches Denken mit Vision, Mission, strategischen Zielen und dem Weg dorthin sind demnach ein Herzstück der Führung. Man muss seine Ziele kennen und fokussieren, um dort ankommen zu können.“

Sich selber führen können, Mitarbeiter entwickeln und Strategie – das sind drei Kernpunkte der WIFI-Führungskräfe-Akademie. Fortsetzung folgt – am WIFI, zum Beispiel am Informationsabend zur Führungskräfte-Akademie!

Fotos:© WIFI Steiermark, ©Manfred Wolf, ©stokkete fotolia.com,
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