Egal ob es um Change Prozesse, strategische Neuausrichtung oder um die Frage der operativen Unternehmensführung geht: „Wirksam“ ist eine Führungskraft dann, wenn sie ihre Ziele erreicht. Wie das im Alltag funktioniert und warum man Führungsstile und die Maslowsche Bedürfnisspyramide nicht so wichtig nehmen sollte, weiß WIFI-Experte Paul Slamanig, der sich dem Thema auch im Rahmen der WIFI Sommerakademie widmet.

„Es geht nicht darum, wie eine Führungskraft sein soll, sondern was sie tut“, steht für WIFI-Trainer und Management-Experte Paul Slamanig außer Frage. „In der Mainstream-Literatur werden oft Idealtypen von Führungskräften vorgegeben, das ist eigentlich irreführend.“ Viele Theorien zum Thema Führung beschäftigten sich zu sehr mit der Frage des WIE anstatt den Fokus auf das WAS zu richten. Eine gute Führungskraft bringt Resultate und fühlt sich für diese auch verantwortlich.

Wie man diese gewünschten Resultate erzielen kann, steht im Zentrum des Moduls „Leadership – Was wirksame Führungskräfte tun müssen – und was nicht“ in der WIFI Sommerakademie.

Mehr als reine Menschenführung

„Es geht darum, dass man die Grundidee der Führung auf Organisationsebene sicherstellt und Management nicht als reine Menschenführung abtut.“ Die 3 Ebenen erfolgreicher Führung laut Slamanig:

  • Systemebene: Wie ist die Organisation zu strukturieren, um jene Aufgaben zu erfüllen, für die sie geschaffen wurde?
  • Aufgabenebene: Wie sind die Aufgaben zu gestalten und zu verteilen, damit die Menschen in der Organisation sie zum Wohle der Kunden auch erfüllen bzw. sie umsetzen können?
  • Ebene der Menschen in der Organisation: Wie schafft man es, Menschen dort einzusetzen, wo sie wirklich ihre Stärken haben und entsprechende Beiträge für die Organisation leisten können?

Strategisch oder operativ?

Die Basis sind die – individuell zu definierenden – Ziele. „Da muss man klar zwischen operativen und strategischen Zielen unterscheiden. Nur weil ein Ziel vom Zeithorizont her langfristig ist, ist es noch lange nicht strategisch.“ Relevant sind hier auch der Kontext, der Umfang und vor allem der Inhalt der Ziele.

Das tun, was die Situation erfordert

Die Theorie der Führungsstile hat einiges an zusätzlichen Fragestellungen für Führungskräfte aufgeworfen. Die Theorie funktioniert in der praktischen Anwendung solange, als ein als „gut“ empfundener Führungsstil (z.B. kooperative Führung) bessere Ergebnisse bringt als ein als „schlecht“ gesehener Stil. Auf das kaum veränderbare Grundcharaktermuster von Menschen nimmt dieses Konzept keine Rücksicht. „Was alle Führungskräfte brauchen, ist eine gute Kinderstube, aber keinen künstlich antrainierten Führungsstil“, betont Slamanig.

Sinn finden statt Selbstverwirklichung

Auch die Maslowsche Bedürfnisspyramide ist aus Sicht von Führungskräften kritisch zu hinterfragen, so Slamanig: „Es geht weniger um Selbstverwirklichung als darum, Sinn in seiner Tätigkeit zu finden. Ohne diesen Sinn wird es nicht funktionieren, wie Viktor Frankl ganz klar festgestellt hat. Maslow hat dem letzten Endes ja auch zugestimmt.“ (siehe dazu Website Viktor Frankl Institut).

Weiterbildungstipp

WIFI Sommerakademie für Führungskräfte
6 kompakte 2-Tages-Module speziell für Führungskräfte, Themen u.a. Leadership, professionelles Verkaufen, kreative Marketinginstrumente, …

Titelbild: © Orlando Florin Rosu – Fotolia.com
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