Mit zunehmendem Alter verändert sich der Körper. Ein geringer Energie-Verbrauch, die eingeschränkte Kaufähigkeit oder einfach weniger Appetit sorgen für andere Essgewohnheiten. Worauf geriatrisch geschulte Köche besonders achten sollten, um den Nahrungsbedarf von Senioren gerecht zu werden.

Um eine eine hohe Lebensqualität im Alter zu genießen, sind Gesundheit und Wohlbefinden ausschlaggebend. Deshalb empfiehlt es sich neben einer gesunden Lebensführung vor allem die Essgewohnheiten auf das Alter anzupassen. Auch wenn bei vielen Senioren der Appetit nachlässt – eine gesunde Kost in ausreichender Menge stärkt ihr Immunsystem und sorgt für langanhaltende Energie.

Veränderte Prozesse im Organismus

Altersbedingte Veränderungen im Körper bewirken oft nicht nur die Einschränkung der Leistungsfähigkeit, sondern teilweise auch die Funktionseinschränkung einiger Organe. Dabei ist das Altern ein natürlicher Vorgang, der nicht unbedingt mit Erkrankungen einhergehen muss. Dennoch reagiert der Körper im Alter langsamer, etwa auf veränderte Situationen.

Nicht nur die Sauerstoffversorgung der Zellen lässt nach, sondern auch Leber, Nieren sowie Verdauungsorgane arbeiten langsamer. Bestimmte Nährstoffe wie etwa Vitamine, können häufig nicht mehr gut resorbiert werden, zudem entwickelt sich häufig eine Tendenz zu erhöhten Fett-, Cholesterin und Harnsäuregehalten im Blut.

Weil mit eingeschränkter Beweglichkeit auch der Energiebedarf im geringer ausfällt, entsteht bei manchen Senioren ein Übergewichtsproblem. Andere entwickeln weniger Appetit und gehen dazu über, aufgrund von Schluckstörungen oder Entzündungen in der Speiseröhre weniger zu essen. Dies kann wiederum zu Untergewicht oder Mangelernährung führen.

Hochbetagte Menschen optimal ernähren

Altersgerechte Ernährung sollte Nährstoffe enthalten, die zum einen die Organfunktionen unterstützen und die Verdauungsorgane fördern, zum anderen aber auch die geistige und körperliche Leistungskraft stärken. Dabei lautet die Grundformel: „Qualität statt Quantität“. Grundsätzlich sollten Fette reduziert, pflanzliche Fette und Öle bevorzugt werden. Vollkornprodukte wie Reis, Brot und Hirse sind beste Energielieferanten und sorgen für eine gute Basis. Gemüse, Obst und Salat sollte täglich auf dem Speiseplan stehen, Seefisch und Fleisch gehören jeweils zweimal pro Woche zur altersgerechten Ernährung. Senioren sollten außerdem viel trinken: 1,5 bis 2 Liter regt die Verdauung an und stabilisiert den Kreislauf.

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Auch Milch- und Milchprodukte sollten im altersgerechten Ernährungsprogramm nicht fehlen. Um die Nahrungsaufnahme etwas bekömmlicher zu gestalten, kann sie auf fünf bis sechs kleine Mahlzeiten pro Tag verteilt werden. Wohltuend besonders im Alter sind warme Speisen und Getränke wie zum Beispiel eine warme Suppe oder ein warmer Tee. Außerdem: Regen Sie ältere Menschen zu regelmäßiger Bewegung an. Wer sich zwei bis dreimal pro Woche sportlich betätigt, kann auch im hohen Alter noch die Muskulatur stärken und den Organismus aktivieren.

Inspiration für Köche/innen in geriatrischen Einrichtungen

Ausgelernte Köche und Köchinnen, die etwa in geriatrischen Betreuungseinrichtungen oder Krankenhäusern tätig sind, benötigen spezielle Kompetenzen für die Verpflegung älterer Menschen. Um mit gezielter Ernährung die Lebensqualität von Senioren zu unterstützen, empfiehlt sich deshalb die Teilnahme an den Fachseminaren zum Thema geriatrische Küche. Alle Informationen zu den Seminaren Finden Sie unter: Fachseminare geriatrische Küche

Titelbild: © Andrey Kiselev – fotolia.com

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