Meister wie Georg Pichler haben einen enormen Wissensvorsprung: Er baut gerade höchst erfolgreich einen hochmodernen „Car-Line Meisterbetrieb“ für Kfz-Technik, Spengler- und Karosseriearbeiten in Ludersdorf bei Gleisdorf auf. Nicht umsonst sind die steirischen Meisterbetriebe nach fünf Jahren zu 85 Prozent immer noch auf dem Markt – in allen anderen Bereichen liegt die Quote wesentlich niedriger.

WIFI-Meisterschulen machen fit!

Jährlich besuchen an die 800 Teilnehmer/innen die WIFI-Meisterschulen, um sich gezielt auf eine der 25 Meister- und Befähigungsprüfungen vorzubereiten. Damit heben gefragte Facharbeiter/innen ihr Wissen und Können offiziell auf ein neues Niveau oder wollen als selbstständige Unternehmer einen eigenen Meisterbetrieb führen.

Johann Raudner hat 1999 den Familienbetrieb „Verkauf und Reparaturwerkstätte für Land-, Forst- und Gartenmaschinen“ in Kainach bei Voitsberg mit damals drei Mitarbeitern übernommen. Heute beschäftigt er sieben Leute, ist im Innungsausschuss für Land- und Baumaschinentechnik der steirischen Wirtschaftskammer und als Prüfungsvorsitzender für Lehrabschluss- und Meisterprüfungen engagiert. Als einer der ersten in Österreich hat er auch die immer beliebter werdenden Rasenmäher-Roboter auf den Markt gebracht.

Stolz erzählt Georg Pichler, dass die Mitarbeiterzahl demnächst von zwei auf vier aufgestockt wird, darunter drei Meister, weil er schon wenige Wochen nach der Eröffnung seiner Firma „Car Line“ ausgebucht ist: „Die Kunden lieben ihre Fahrzeuge, mit unserer Qualitätsoffensive haben wir eine echte Marktlücke in der Region entdeckt. Wir bereiten uns auch schon auf die Arbeit mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen vor. Meister zu sein, war schon mein Kindheitstraum!“

Was beide mit tausenden Steirer/innen gemeinsam haben?

Sie haben eine WIFI-„Meisterschule“ absolviert. Johann Raudner die Meisterschule für Landmaschinentechnik (1994) und Georg Pichler die Meisterschule für Karosseriebautechnik (2017). Die WIFI-Meisterschulen haben eine lange Tradition damit, am neuesten Stand zu sein.

Warum Meister so gefragt sind

Meister sind nicht nur Handwerks-Profis, sondern Planer, Manager und Ausbilder, welche die modernste Technik mit kalkuliertem Marketing, Kunden- und Projektbetreuung zu verbinden wissen. Meisterbetrieb zu sein ist wie ein Gütesiegel für Qualität, meisterlichem Können bringen die Kunden Vertrauen entgegen – ein Vorteil auch im täglichen Wettbewerb. Nicht umsonst sind die steirischen Meisterbetriebe nach fünf Jahren zu 85 Prozent immer noch auf dem Markt – in allen anderen Bereichen liegt die Quote wesentlich niedriger.

„Um die heutigen Preise vor Ort beim Kunden argumentieren zu können, braucht man fundiertes Wissen, schnelle Fehlerdiagnosen und Reparaturen – man braucht einen Meister!“ – Johann Raudner.

„Ich gratuliere zur Entscheidung!“

Der erfahrene Johann Rauender freut sich über die 800 Teilnehmer/innen jährlich, welche eine WIFI-Meisterschule besuchen. „Meister haben einen enormen Wissensvorsprung. Der praxisbezogene Unterricht durch die hervorragenden Trainer ist Gold wert, nicht nur als Vorbereitung für die Meister- oder Befähigungsprüfung.“

 Fotos: WIFI Steiermark / Melbinger

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