Die WKO Steiermark investiert mehr als 33 Millionen Euro in den Bau eines Center of Excellence und hebt damit die Infrastruktur des WIFI Steiermark auf ein neues Level. So begegnet man den neuen Herausforderungen unserer Arbeitswelt, von der Digitalisierung bis zur Industrie 4.0. “Damit geben wir unserer schon jetzt hervorragende Infrastruktur ein hochmodernes Kleid und machen uns und unsere jährlich 40.000 Bildungskunden auf Jahrzehnte zukunftsfit“, freut sich WIFI-Leiter Martin Neubauer.

Ein Schaufenster der Bildung

Beim international ausgeschriebenen Architekturwettbewerb setzte sich das Team von Christoph Achammer und Architekt Paul Ohnmacht durch, die ein Konzept geschaffen haben, das sich nahtlos in das Ensemble des WKO-Areals einfügen wird. Demzufolge sollen ab 2019 rund 11.400 Quadratmeter Bruttogeschoßfläche neu errichtet werden und so der Platz für modernste Werkstätten und neue Qualifizierungsangebote geschaffen werden. Darüber hinaus werden bestehende Flächen für ein Parkhaus adaptiert, wodurch 185 Pkw-Stellplätze neu entstehen. “Der Entwurf setzt den hochwertigen, parkartigen Charakter des WKO Areals bis zur Grabenstraße fort, wo sich das Gebäude der Außenwelt mit großen Bildungsschaufenstern präsentieren wird. Eine subtile Setzung des aufgelegten Gebäudes an der Straßenkreuzung stärkt die neue Adresse, ohne den bestehenden Auftritt des WKO-Ensembles zu konterkarieren“, erklärt Ohnmacht seinen Entwurf. “Coole Bildung benötigt coole Infrastruktur und das neue Gebäude für unsere technischen Ausbildungen wird diese Anforderung absolut erfüllen”, betont Martin Neubauer mit Blick auf den innovativen Entwurf. 

Bürgermeister Siegfried Nagl, Christoph Achammer und WKO Präsident Josef Herk präsentieren das Center of Excellence.
Bürgermeister Siegfried Nagl, Christoph Achammer und WKO Präsident Josef Herk präsentieren das Center of Excellence.

33 Millionen Euro Investition

Inklusive der dafür notwendigen Infrastrukturmaßnahmen, sind mehr als 33 Millionen Euro für dieses historische Projekt veranschlagt. Mittel, die allesamt durch Rücklagen der WKO Steiermark gedeckt sind, wie Präsident Josef Herk und Direktor Karl-Heinz Dernoscheg betonen: „Es ist eine Investition der steirischen Wirtschaft in die Zukunft der steirischen Wirtschaft. Denn wir befinden uns inmitten eines grundlegenden Wandels, ausgelöst durch die Digitalisierung. Diese verändert viele Berufsfelder und dafür heißt es gerüstet zu sein. Wer unseren Wohlstand sichern will, muss in die Bildung investieren.“ Konkret werden im Center of Excellence folgende Technologiebereiche des WIFI Steiermark angesiedelt sein:

  • Mobilitätstechnik (PKW, LKW, Zweirad) inkl. alternative Antriebstechnologien
  • Werkstofftechnik (Metalltechnik, CNC-Technik, Schweißtechnik)
  • Elektrotechnik – Elektronik – Automatisierungstechnik
  • Energietechnik (Installationstechnik – Alternativenergien – Kältetechnik)
  • Holzverarbeitungstechnik
  • Multifunktionale und technologieübergreifende Werkstätten und EDV-Räume
Martin Neubauer: "Coole Bildung braucht coole Infrastruktur."
Martin Neubauer: “Coole Bildung braucht coole Infrastruktur.” Foto: Hannes Loske

Zusätzlich werden im Center of Excellence Flächen für die praktische Ausbildung in Gastronomie und Tourismus sowie Lehrsäle vorhanden sein. Des Weiteren werden der FH Campus 02 Bereiche für ihre F&E-Aktivitäten zur Verfügung gestellt. Labors und Werkstätten werden vom WIFI Steiermark außerdem für die Aus- und Weiterbildung genutzt. Darüber hinaus sollen diese auch dem übertragenen Wirkungsbereich der WKO Steiermark für die Abhaltung von Prüfungen zur Verfügung stehen. Durch die bestmögliche Synergie sollen durch den Neubau auch die steirischen Regionen gestärkt werden, wo mit 14 „Center of Regional Education“ ebenfalls Schwerpunkte geplant sind.

Center of Excellence – Die neuen Gebäude fügen sich nahtlos in das Ensemble des WKO Geländes ein. (Fotos: ATP)

Auch die Stadt Graz unterstützt die Weiterentwicklung der Bildungsinfrastruktur der WKO Steiermark, betont Bürgermeister Siegfried Nagl: „Der Fachkräftemangel ist in immer mehr Branchen ein akutes Problem. Langfristig wird man dieses neben einer qualifizierten Zuwanderung nur mit der bestmöglichen Bildung und Qualifizierung lösen können.“ Der erste Bauabschnitt des Center of Excellence soll schon im Jahr 2020 bezogen werden. 2022 soll der Neubau dann endgültig abgeschlossen werden. 

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