“Das Management von Lieferketten bedeutet für die steirischen Betriebe auch 2018 eine Herausforderung, die Entwicklung ist rasant und stark von der Digitalisierung getrieben. Aus reinen Lieferanten werden Spezialdienstleister, die Teile zusammenbauen, Regale in Handelsketten selbstständig bestücken oder das gesamtes C-Teile-Management verantworten“, gibt der Lehrgangsleiter des Diplomlehrgangs „Management von Lieferketten“, Ernst Kurzmann, MBA, einen ersten Einblick.

Die Zielgruppe für diesen hochkarätigen Diplomlehrgang am WIFI Steiermark sind AbsolventInnen der Diplomlehrgänge “Lagerwirtschaft”“Lagerleiter”“Logistik” und “Export” oder Teilnehmende mit vergleichbarem Erfahrungs- und Wissenshintergrund.

Kurzmann klein

Ernst Kurzmann, MBA, ist Dozent für Supply Chain Management und Logistik in Universitätslehrgängen – und als Unternehmensberater, Buchautor und Wirtschaftstrainer in den Fachgebieten Internationalisierung, Logistik und Supply Chain Management tätig. Die Basis seiner unternehmerischen Tätigkeit bildet eine langjährige wirtschaftliche und wissenschaftliche Praxis, gepaart mit einer fundierten fachspezifischen Ausbildung. Außerdem konzipiert er Lehrgänge fürs WIFI und gibt auch hier sein Know-how gerne und sehr professionell als Vortragender weiter.

Keine Lieferanten am Markt?

„Als Betrieb hat man oft sehr spezifische, einzigartige Anforderungen“, erklärt Ernst Kurzmann, „dafür findet man keine Lieferanten am Markt. Das bedeutet, man muss sie entwickeln. Ein Weg, den Unternehmen dabei gehen, ist die Zusammenarbeit mit möglichst vielen, regionalen Anbietern. Aber wie schafft man solche Partnerschaften?“, reißt er ein wichtiges Thema im Lehrgang an.

EDI, VMI und mehr …

Je nach Branche und Anforderungen sind unterschiedliche Strategien erforderlich – eine von einigen Betrieben praktizierte Möglichkeit stellt die wachsende Verschränkung zwischen Unternehmen und Lieferanten dar:
„Ich denke da zum Beispiel an EDI, einen stark verzahnten, elektronischen Datenaustausch zwischen Unternehmen und Lieferanten, der einen engen Datenverbund voraussetzt. Oder an VMI, ein logistisches Mittel zur Verbesserung der Performance in der Lieferkette, bei dem der Lieferant Zugriff auf die Lagerbestands- und Nachfragedaten des Kunden hat. Das geht bis zur Schichtung im Verkaufsregal durch den Lieferanten“, erklärt Kurzmann, gibt aber zu bedenken, dass diese Datenpreisgabe hohes, gegenseitiges Vertrauen voraussetzt.

Steirische Unternehmen flott unterwegs!

„Oft lassen sich durch die neuen Strategien und Konzepte auch interessante Kostenpotenziale heben“, so Kurzmann.

„Lieferanten entwickeln sich zum Beispiel zum Spezialdienstleiter weiter und übernehmen Aufgaben, die weit über die reine Zustellung hinausgehen. Die Palette dabei reicht vom Zusammenbau einfacher Teile, die zeit- und ortsnah angeliefert werden bis zum gesamten Gebinde-Management inklusive Retourabwicklungen und Demontage. Damit ist der Lieferant bereits stark ins Unternehmen integriert – das hat Vorteile.
Das kann zum Beispiel das gesamte C-Teile-Management betreffen, wodurch sich das Unternehmen auf seine Kernkompetenz konzentrieren kann. Gerade steirische Unternehmen sind da sehr flott unterwegs!“

Lieferketten haben viele Facetten

Modernes Management von Lieferketten hat viele Facetten – der neue WIFI-Diplomlehrgang ist die ideale Aus- und Weiterbildung für alle, die die großen Leistungs- und Kostenpotenziale des Versorgungsnetzes und der Lieferkette für das jeweilige Unternehmen optimal nutzen wollen.

Fotos: WIFI Steiermark, © Fotolia / sittinan

 

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