Wer intensiv, fokussiert und lange am PC arbeiten möchte, hat häufig mit folgenden Symptomen zu kämpfen: Schwache Konzentration, zunehmende Dankbarkeit für Ablenkungen aller Art und steigende Tendenzen, Dinge aufzuschieben. Abhilfe können hier sowohl digitale Tools als auch mentale Stärke bzw. „Offline-Techniken“ schaffen. WIFI-Experte Johannes Gosch weiß, worauf es dabei ankommt.

Digitale Apps für Smartphone und PC können dabei helfen, lästige Ablenkungen abzuschalten, um sich besser auf die Arbeit, aber auch auf eine Weiterbildung bzw. eine Akademische Ausbildung am WIFI Steiermark konzentrieren zu können.

  • Ein Beispiel sind Anwendungen, wie „Freedom“, „SelfControl“ oder „Offtime“. Sie blockieren für eine individuelle Zeitspanne bestimmte Websites, Anrufe oder Nachrichten.
  • Das Programm „RescueTime“ geht noch weiter, indem es den persönlichen Workflow analysiert und so anzeigt, wo Zeiteinsparungen möglich sind bzw. wo der Arbeitsprozess optimiert werden kann. Andere Tools wiederum unterstützen die Produktivität mithilfe von Musik.

Mach mal eine Pause – Tools für Ruhephasen

Mit verschiedenen Stoppuhr- oder Timer-Programmen ist das persönliche Zeitmanagement ganz einfach, denn man behält Arbeitszeiten im Blick und kann gezielt Pausen einlegen.

  • Einige dieser Programme folgen der sogenannten „Pomodoro-Technik“, die von Francesco Cirillo anhand einer Eieruhr entwickelt wurde. Sie teilt die Arbeitszeit in 25 Minuten-Einheiten. Nach Ablauf von 25 Minuten wird eine kurze Pause von ca. 5 Minuten eingelegt. Nach 4 Einheiten zu 25 Minuten folgt eine längere Pause. Diese sollte dann ebenfalls 25 Minuten andauern. Eine App, die diesem Prinzip folgt, ist zum Beispiel „Brain Focus“.

Meditation mittels Smartphone

Für Ruhe und Entspannung sorgen Anwendungen, wie „Headspace“ oder „7mind“. Diese Meditations-Apps ermöglichen es den Anwenderinnen und Anwendern orts- und zeitunabhängig zu meditieren und so die innere Balance wiederzufinden.

„Offline-Techniken“ für bessere Konzentration

Mentalcoach Johannes Gosch, der am WIFI Steiermark u. a. den Grundlehrgang und den Diplomlehrgang für Mentales Training leitet, sieht digitale Hilfsmittel differenziert:

„Natürlich kann man Apps einsetzen, doch stellt sich die Frage, was machen sie mit mir. Ich bin Verfechter davon, den eigenen Körper mehr wahrzunehmen, die Sinne mit einfachen Methoden zu kultivieren und dabei weniger mit technischen Hilfsmitteln zu arbeiten“,

so der Experte. „Mentales Training ist Selbstwahrnehmung, Selbstreflexion, Selbstvertrauen und Selbstwert. Ich richte mich selbst aus und habe Zielsetzungen. Wenn ich weiß, wer ich bin und eine klare Zielausrichtung habe, bin ich konzentrierter und klarer bei der Sache.“ Gosch hat einige konkrete Tipps parat, wie man seine Konzentration verbessern kann:

  1. Durch Achtsamkeitsübungen die Sinne schärfen und sich bewusster wahrnehmen
  2. Die eigenen Gedanken und Gefühle wahrnehmen und differenzieren
  3. Die eigenen Stärken bewusst wahrnehmen und das Leben danach ausrichten
  4. Durch Imaginationstechniken mentale Bilder erzeugen
  5. Mit Erfolgstagebuch oder Glückstagebuch die eigenen Erfolge und Glücksmomente festhalten

Bildungsangebot am WIFI Steiermark

Foto: AdobeStock

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