„Wenn wir die heutige Investorenlandschaft in Zusammenhang mit der Globalisierung des Kapitals und der Bankenwelt betrachten, wird IFRS neben dem nationalen Abschluss immer mehr zu einem zusätzlichen Standard. Auch für mittelständische Unternehmen.

Je früher ich in meinem Rechnungswesen damit beginne, beide Sichtweisen einzufangen – die nationale wie die internationale – desto leichter fällt mir die notwendige Darstellung meiner Zahlen und Fakten im internationalen Vergleich, wenn ich sie benötige. Zum Beispiel als Vorbereitung zu einem Bankgespräch, bei dem Branchenvergleiche üblich sind.“ – Dietmar Knapp, MSc.

Der Vortragende im WIFI-Lehrgang „IFRS“ hat gerade ein Audit zu einem Abschluss für ein deutsches Unternehmen erstellt, wo Chinesen investieren wollen. IFRS ist sein täglicher Job:

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Dietmar Knapp, MSc, ist Fachbuchautor, selbstständiger Bilanzbuchhalter, Wirtschaftsmediator und -coach und unter anderem mit einer englischen Beratungskanzlei für internationale Unternehmen im Bereich Wirtschafts- und Steuerrecht tätig, wobei der Beratungsumfang von der Gründung einer ausländischen Gesellschaft bis hin zu Problemen mit Offshore-Gesellschaften reicht.

Wer sollte den IFRS-Lehrgang besuchen?

Voraussetzung für den Besuch des WIFI-Experten-Lehrgangs IFRS sind gute Kenntnisse des UGB, des Unternehmensgesetzbuches, das in Österreich das Unternehmensrecht regelt. Und der Bilanzierung. „An und für sich ist die IFRS-Ausbildung eine perfekte Ergänzung für Personen, die zum Beispiel die WIFI-Ausbildungen Bilanzbuchhaltung,  Controlling oder Finanzmanagement absolviert haben“, so Dietmar Knapp.

Notes zum internationalen Verständnis

„In Österreich haben wir zum Beispiel Investitionsbegünstigungen, die man international so nicht kennt oder in einer anderen Weise bilanziell darzustellen hat. Im nationalen Abschluss werden diese außerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen, bei der Internationalen Rechnungslegung kann es ein Quasi-Eigenkapitalmoment sein oder doch Fremdkapital.
Dies bedeutet, dass die bilanziellen Ansätze des nationalen Abschlusses auf jene des internationalen ‚abzuleiten’ sind, wobei in den Anmerkungen entsprechende Darstellungen zu erfolgen haben.“

USA, Europa, Asien …

„Ich mache mein Geschäft mit nationaler wie internationaler Wirtschaftsberatung und habe laufend mit internationalen Abschlüssen zu tun.“ – Dietmar Knapp.

„Gerade bin ich aus Deutschland zurückgekommen, wo unsere Kanzlei für ein deutsches, mittelständisches Unternehmen mit ein paar tausend Mitarbeitern und dementsprechendem Umsatz einen ganz speziellen internationalen Abschluss ausgearbeitet hat, weil Chinesen investieren wollen. Die Herausforderung dabei war, dass die Chinesen unter Internationaler Rechnungslegung eine Mischung zwischen IFRS und US-GAAP verstehen.“

IFRS nicht mehr wegzudenken!

„Allein die Investorenlandschaft ist derart international geworden, dass IFRS als international verständliche und transparente Finanzinformation nicht mehr wegzudenken ist. Alle beziehen sich darauf. Aber auch mit Blick auf Basel III und dem jährlichen Bank-Rating hat sich die Bedeutung der IFRS als internationale Reporting-Benchmark gefestigt.“

Praktische Umsetzung im Mittelpunkt

„Das WIFI ist das Wirtschaftsförderinstitut der Wirtschaftskammer und damit für die Wirtschaft da. Der IFRS-Lehrgang vermittelt den Personen, die in den Betrieben für Rechnungswesen zuständig sind, die Kernkompetenzen, IFRS praktisch umzusetzen. Der Weg eines Unternehmens zum Internationalen Rechnungsabschluss nach IFRS zieht sich auch als Praxisbericht durch den Lehrgang.“

„Mit dem in diesem WIFI-Lehrgang erworbenen Wissen sind Sie kompetenter Ansprechpartner für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und können auch eine allfällig notwendige Umstellung des Rechnungswesens im eigenen Unternehmen begleiten.“

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Fotos: KK

 

 

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