Der eine versteht darunter, dass man Lebensmittel vor Ort statt online kauft. Für den anderen ist es nachhaltig, mit Biomasse statt mit Öl zu heizen. Nachhaltigkeit erlaubt viele Interpretationen – und damit auch viele (Verkaufs-)Chancen für Unternehmen. Es braucht dazu allerdings die richtige Ausbildung, zum Beispiel für Installateure …

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Hauff 1987, S.46)

So erklären die Vereinten Nationen den Begriff Nachhaltigkeit (Definition des Brundtland-Berichtes von 1987, siehe dazu auch weitere Informationen im Lexikon der Nachhaltigkeit). Durch diese Definition zeigt sich auch die breite Dimension – von der Regionalität über die klimaschonende Ernährung bis hin zum Energieverbrauch. In all diesen (und zahlreichen weiteren) Bereichen können nachhaltige Entwicklungen stattfinden.

Nachhaltigkeit hat eine große Bedeutung

Allerdings gewinnt die Aus- und Weiterbildung dabei zunehmend an Bedeutung, die Möglichkeiten im Bereich der Nachhaltigkeit wachsen nämlich enorm. „Für nachhaltiges Heizen gibt es heute weitaus mehr Möglichkeiten als eine Hackschnitzel- oder Pelletsheizung“, nennt Thomas Fleischhacker, Leiter der Energietechnik-Ausbildungen am WIFI Steiermark, ein Beispiel. „Da tut sich immens viel und dem tragen wir auch in der Fachkräfte-Ausbildung Rechnung – von einzelnen Spezialmodulen bis hin zu den Meisterschulen bzw. der Akademischen Ausbildung MSc Integrales Gebäude- und Energiemanagement.“ Bei den Spezialmodulen hat man am WIFI Steiermark ein österreichweit einzigartiges Angebot: Spezialmodule für GWZ-Installateure in den Bereichen Steuer- und Regelungstechnik sowie Ökoenergietechnik.

Einzigartiges Angebot am WIFI: Zusatzqualifikation für Installateure

Günter Glatz, Geschäftsführer von Haustechnik Glatz in Pinggau, hat bereits 5 seiner Mitarbeiter diese Ausbildung am WIFI Steiermark finanziert, „weil Weiterbildung sehr wichtig ist und dieses WIFI-Angebot eine sehr gute Möglichkeit für Installateure ist, sich eine Zusatzqualifikation anzueignen. Dadurch können sie auf Baustellen neben den klassischen Installations- auch Elektrotechnik-Arbeiten durchführen“. Glatz sieht Parallelen zu den Gewerken Spengler und Dachdecker, die immer häufiger aus einer Hand ausgeführt werden. „Auch beim GWZ-Installateur ist es zunehmend so, dass Kunden es schätzen, wenn der Installateur auch die Steuer- und Regelungstechnik durchführen kann.“ Denn Installateure sind längst keine klassischen Rohrverbieger mehr. 

Nachhaltigkeit lohnt sich für Unternehmen und Umwelt

Neben der fachlichen Komponente wird in der 132-stündigen Ausbildung auch das Thema Projektmanagement abgedeckt bzw. wird eine eigene Projektarbeit in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen erstellt. Wie schon die o.a. Erklärung zeigt, geht es bei dem Thema Nachhaltigkeit um mehr, als nachhaltige Produkte zu kaufen bzw. nachhaltige Systeme zu installieren. Fleischhacker:

„Nachhaltige Entwicklungen passieren nicht von heute auf morgen und oft liegt es am Mitarbeiter bzw. der Mitarbeiterin, Kundinnen und Kunden dafür zu sensibilisieren und damit auch nachhaltige Systeme zu verkaufen. Weiterbildung in diesem Bereich lohnt sich daher für das Unternehmen ebenso wie für die Umwelt.“

Die Fakten zum Spezialmodul für GWZ-Installateure

Während der Lehrzeit haben Installations- und Gebäudetechniker schon bislang ein Spezialmodul absolviert (Badgestaltung, Ökoenergietechnik, Steuer- und Regeltechnik, Haustechnikplanung). Um mehr als eine Spezialisierung zu erlernen – und das erfordern die aktuellen Entwicklungen – ist die Lehrzeit allerdings viel zu kurz. Deshalb gibt es am WIFI Steiermark die Möglichkeit, das Spezialmodul Ökoenergietechnik und/oder Steuer- und Regeltechnik NACH der Lehrabschlussprüfung nachzuholen.
Nähere Infos zum Spezialmodul für GWZ-Installateure …

Foto: Marina Lohrbach/adobe Stock

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