Xiaoru Goger hat am WIFI Steiermark die Ausbildung zur Fremdenführerin absolviert. Sie liebt ihren Job. Mit Besuch aus China geht sie zum Beispiel auch ursteirisch essen – naja, FAST ursteirisch …

Als Fremdenführerin ist Xiaoru Goger meist in Graz unterwegs – häufig mit Gästen aus China: „Am meisten Freude haben die Leute mit dem Schlossberg. Der macht Graz einzigartig, so schön! Je nach Art der Kunden gehen wir auch in Graz chinesisch essen. Die reiseerfahrenen Geschäftsreisenden lade ich allerdings meist auf eine steirische Mahlzeit ein“, schmunzelt sie.

„Die Gastronomie weiß auch schon, wie Chinesen essen wollen. – Sämtliche Gerichte kommen in die Mitte eines runden Tisches und alle kosten sich durch. Schnitzerl, Gulasch, Steak, Rostbraten, Knödel… Es wäre undenkbar, als einzelner ein ganzes Gericht zu essen!“

Die engagierte Grazerin Xiaoru Goger kommt ursprünglich aus einer netten, kleinen chinesischen Stadt in der Provinz Zhejing am ostchinesischen Meer. Wobei klein heißt in China so an die 600.000 Einwohner. (Zum Vergleich: Chinas größte Stadt Chongqing hat 28,8 Mio. Einwohner.) Die Mutter zweier Töchter war viele Jahre lang für einen Schmuckkonzern tätig. Hobbymäßig hat sie schon mehrmals in der Reiseleitung gearbeitet.

Als Fremdenführerin sieht man so viel Schönes!

„Dann entdeckte ich den WIFI-Lehrgang zum Fremdenführer und habe mich sofort in den Beruf verliebt. Mit dieser Ausbildung bin ich eine 100-Prozent-Fachfrau geworden“, strahlt die gebürtige Chinesin und erzählt: „Mein neues Wissen hat auch meine Sicht von Graz stark verändert. Meine Augen haben sich für die vielen Schönheiten geöffnet, ich fand die Stadt noch nie zuvor so schön! Versuchen Sie doch einfach einmal, bei einem Spaziergang durch die Straßen nach oben zu schauen. Ich garantiere Ihnen, es ist sensationell!“

Fremdenführer oder Reiseleiter?

„Ursprünglich konnte ich nicht unterscheiden – was ist ein Reiseleiter und was ein Fremdenführer.
Jetzt weiß ich es – ein Reiseleiter betreut die Kunden während der Reise. Im Gegensatz zum Fremdenführer darf er aber keine Führungen durch Stadt und Land gestalten. Es sind jedoch gerade diese Führungen, die ich als so spannend empfinde. Ich liebe es, den Gästen die Schönheit von Graz-Österreich-Europa näherzubringen. Auch der gegenseitige Kulturaustausch ist großartig – ich kann erklären, wie die Leute hier denken und umgekehrt. Ich möchte die WIFI-Ausbildung und meinen neuen Beruf keinesfalls missen.“

Fremdenführer vom Studenten bis zum Pensionisten

„Es macht Freude, Gäste zu betreuen und sie mit der Kunst, Kultur und Geschichte einer Stadt, eines Landes in Kontakt zu bringen. Der WIFI-Lehrgang ‚Fremdenführer’ war demnach auch von den unterschiedlichsten Leuten besucht. Da waren Studenten, aber auch Pensionisten, die ihr kulturelles Interesse im Rahmen eines Nebenjobs ausleben wollten. Und natürlich viele Quereinsteiger/innen, die sich beruflich neu orientieren wollten. Ich freue mich jedenfalls, dass ich ebenfalls auf die WIFI-Ausbildung zur Fremdenführerin gestoßen bin. Sie war richtig, richtig gut!“

Haben wir auch Ihr Interesse geweckt?

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Fotos: WIFI Steiermark / Melbinger

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