An die 2.000 SPA-Hotels gibt es allein in Österreich, weltweit ein Vielfaches. Sie brauchen weit mehr SPA-Manager/innen, als derzeit  am Markt sind. Der Job ist aber nur mit Ausbildung zu schaffen – warum? Und was leistet der neue WIFI-Lehrgang “SPA-Management” für den Bereich? 

Ästhetisches SPA – ein “Must Have”

„Ästhetisch schöne SPA-Bereiche sind immer stärker ein ‚Must-have’ für gehobene Hotels, ein wichtiges Auswahlkriterium für die Reiseentscheidung. Auch die reinen Wellness-Hotels mit ihren unterschiedlichen Spezialisierungen boomen. Professionelle SPA-Manager/innen sind am Markt aber immer noch spärlich gesät. Oft bieten Betriebe die neu geschaffene Position daher intern einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter an.

Neuer WIFI-Lehrgang

“Lager- und Warenwirtschaft, die gesamte Organisation, betriebswirtschaftliches Denken wie Kennzahlen und Kalkulationen, Mitarbeiterführung und Soft Skills, Marketing und Werbung sowie Zeit- und Qualitätsmanagement … Plötzlich sehen sich diese Mitarbeiter/innen mitten im Management angekommen. Ohne spezielle Ausbildung stoßen sie im SPA Management schnell an ihre Grenzen“, so die erfahrene SPA-Managerin und Leiterin des neuen WIFI-Lehrgangs “SPA-Management”, Katharina Kniepeiss. Sie betont auch, dass der vom WIFI Steiermark neu entwickelte Lehrgang gut berufsbegleitend zu machen ist.

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Die selbstständige „Die SPA Managerin Katharina Kniepeiss“ ist nicht nur sehr erfolgreich, sondern auch sehr vielseitig: Als gelernte Fitnessbetreuerin und ausgebildete Ernährungstrainerin erweiterte sie ihr Berufsbild mit einem Tourismuskolleg samt Diplomabschluss und einem WIFI-Diplom über Tourismus- und Online-Marketing. Nach Abschluss des Lehrgangs kamen das WIFI und sie ins Gespräch. Daraus entstand dieser neue WIFI-Lehrgang „SPA-Management“.

Management im SPA ist sensibel

„Man unterschätzt, wie unglaublich umfangreich und vielschichtig die Position als SPA-Manager/in ist“, warnt die WIFI-Trainerin und kommt sofort auf die springenden Punkte:

  • „Einerseits hat man es in einem SPA bzw. im Wellness Bereich meist mit leicht bis nicht bekleideten Gästen zu tun. Da braucht es ein wesentlich taktvolleres Einfühlungsvermögen als zum Beispiel an der Hotel Rezeption. Gästebeschwerden im SPA erfordern eine ganz andere Reaktion.
  • Anderseits hat man es auch mit einem ganz anderen Typ von Mitarbeiter/innen als in der Küche oder im Service zu tun. Während dort alles schnell und zack-zack gehen muss und man schon mal kurz aus der Haut fahren kann, lebt jedes SPA von Ruhe, Harmonie und Wohlbefinden. Gute Fachkräfte im SPA, Masseur/innen, Kosmetiker/innen und Co sind außerdem häufig feinfühligere und empathischere Menschen, das bringt ihr Beruf mit sich. Laute Worte sind im SPA also immer unangebracht.“

SPA-Manager/innen sind gefragt

 

„Es gibt eine hohe nationale und internationale Nachfrage,“ bestätigt die WIFI-Lehrgangsleiterin. “Als ich selbst noch in der gehobenen Hotellerie als SPA-Managerin tätig war, bekam ich bei Saisonswechsel auf eine Bewerbung im Schnitt vier Zusagen pro Woche. SPAs in Hotels oder auch auf Schiffen brauchen fachlich ausgebildete Mitarbeiter/innen!“

SPA & Wellness Hotel – was ist das?

„Natürlich besteht da ein Unterschied“, schmunzelt Die SPA Managerin Katharina Kniepeiss. „Im ersten Fall kommen die Gäste in das Hotel, weil es eine große SPA-Landschaft und das entsprechende abwechslungsreiche Angebot zum Erholen und Selfness geboten wird. Wir sprechen da über eine Ausstattung mit mehreren Saunen, Innen- und Außen-Pools sowie Naturbadeteich, attraktive SPA Facilities, Ruheräumen und Lounges, Private Spa Suiten, Trainings- und Fitnessräumen und vielem mehr. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen vorhanden, da in der Branche ohnehin niemand schläft! Das SPA Design ist elegant aus Stein, Holz oder Glas, das viel Tageslicht in den SPA lässt. Natürlich-zarte Düfte sowie Naturgeräusche oder SPA-Lounge Musik darf auf keinen Fall fehlen. SPAs sind zudem nicht mehr in Kellern anzutreffen, sondern werden ebenerdig oder hoch oben über den Dächern gebaut. Jeder der in SPA & Wellness investiert, investiert weiter in die Zukunft, denn Wellness und – noch aktueller Selfness – sind Trend!

Wellness als Zusatzangebot

Hotels mit Wellness als Zusatzangebot dagegen haben keine Spezialisierung. Neben vielen Leistungen für ihre Gäste bieten Sie auch Wellness. Wellness Behandlungen wie klassische Massagen, einen Fitnessraum und eine kleine Sauna-Landschaft zum Entspannen sowie ein- zwei Pools sind alles, was geboten wird. Meist fehlt es an einer SPA Leitung und einem SPA Konzept. Man versucht zwar, ein Angebot zu bieten, merkt jedoch schnell, dass die Zahlen trotz Investierungen drastisch zurück gegangen sind. „Das ist sehr schade“, meinte Die SPA Managerin Katharina Kniepeiss, da auch diese Hotels ein großes Potenzial hätten, um sich im Wellness Markt zu etablieren.”

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Fotos: WIFI Steiermark / Melbinger

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