Wedding Planner ist ein freies Gewerbe, dafür ist theoretisch keine spezifische Ausbildung notwendig. Können muss man dafür aber so einiges. Eine versierte Fachfrau der allerersten Stunde ist Eva Schober, die seit 2012 die Leitung für die Ausbildung zum Wedding Planner, am WIFI Steiermark über hat.

Die Ausbildung richtet sich nicht nur an zukünftige Wedding Planner, auch Gastronomen, Fotografen, Stylisten oder Ausstatter profitieren von dem umfassenden Know How und den strategischen Hilfen, die das von Eva Schober sorgfältig zusammengestellte Kursprogramm zu bieten hat. Die Hochzeitsspezialistin ist TÜV-zertifizierte Senior Wedding Planner. Das Zertifikat erfordert mindestens sieben Jahre Berufserfahrung und wenigstens 50 erfolgreich abgewickelte Hochzeitsprojekte. Wie das schwarze Gold Kernöl, gilt man dann als  “steirisches Qualitätsprodukt”.

Studiert hat Schober Psychologie und Pädagogik, bevor sie als Eventmanagerin vor allem im Tourismusbereich tätig war. Bei ihrer eigenen Hochzeit gab es keinen Wedding Planner.  “Das hat man 1997 bei uns noch gar nicht gekannt”. Der Trend, komplexe Planungsaufgaben und die organisatorische Leitung für eine Hochzeit in die Hände von Profis zu geben, kommt aus Amerika und ist erst in den letzten Jahren nach Europa übergeschwappt.

Ein Wedding Planner braucht ein Netzwerk an Helfern

Mit ihrer Erfahrung und ihrem Fachwissen zählt sie zu den Urgesteinen der österreichischen Hochzeitsplaner. Seit 2002 ist sie Inhaberin der Agentur “hoch-zeiten.at, planung & organisation”. Mit ihrer engagierten, tatkräftigen Unterstützung wird eine Hochzeit von Anfang bis zum Ende geplant, organisiert und durchgeführt. Damit das gelingt, braucht es ein engmaschiges Netzwerk an Mithelfern, die jeder für sich gebrieft, betreut und für einen gelungenen Ablauf untereinander koordiniert werden müssen. Eine Aufgabe, die nicht nur Herz und Leidenschaft, sondern vor allem viel Organisationstalent und strategisches Geschick erfordert.

Egal ob für einen sehr intimen Rahmen mit nur zwei Personen oder einer großen Gesellschaft mit über geladenen 150 Gästen: Eva Schober weiß ganz genau, worauf es ankommt. Dafür gilt es auch in der Planung einen nicht zu kleinen Spagat zu meistern. Eine Hochzeit ist zwar das Fest des Brautpaares, für ein gelungenes Fest ist es aber essentiell, dass sich alle Gäste wohl fühlen. Essen und Trinken ist dabei wesentlch. Die Gäste sollen weder hungrig noch durstig werden. Sie dürfen nicht frieren und brauchen im Hochsommer Schutz vor der Sonne.  “Dann fließen die positiven Gefühle”.

Neben den essentiellen Basiskenntnissen von Planung und Organisation wird im WIFI Kurs auch besonderer Augenmerk auf unternehmerische Werkzeuge wie Grundlagen für Unternehmensgründung oder rechtliche Belange gelegt. Für diese Module hat sich Eva Schober Profis aus ihrem Netzwerk zur Unterstützung geholt. “Struktur und Planung ist das Wichtigste.” Aber auch das eigene Auftreten und die Selbstorganisation des Organisators ist wichtig im Hochzeits Business.

Als Wedding Plannerin setzt Eva Schober auf ein Netzwerk an Partnern.

Hochzeiten unterscheiden sich von anderen Events

Was Hochzeitsorganisation von anderen Events unterscheidet? “Brautpaare verfügen über kein Marketingbudget. Sie bezahlen die Feier aus eigener Tasche.” Deswegen legt Eva Schober sehr viel Wert auf größtmögliche Transparenz bei der Kostenplanung und verspricht nichts, was sie nicht zu hundert Prozent einhalten kann. Das vermittelt sie auch ihren Kursteilnehmern. Hochzeitsplanung ist schließlich Vertrauenssache. Und das nicht nur in finanzieller Hinsicht. Schließlich möchte jeder auf den Fotos gut aussehen, zur Musik tanzen und in sich entspannter Atmosphäre seinen Emotionen hingeben können.

Dass sich alle wohl fühlen und ungestört miteinander feiern können ist manchmal eine Herausforderung. ist gar nicht so einfach. Hochzeiten sind eben meist Familienfeiern und da kann es auch die eine oder andere Uneinigkeit geben. Hier braucht es viel Einfühlungsvermögen, diplomatisches Geschick und stahlharte Nerven vonseiten des Wedding Planners, der ja auch vor Ort die organisatorischen Zügel in der Hand hat. “Das Ziel ist, dass die Gäste nichts merken, selbst wenn etwas am Hochzeitstag nicht ganz nach Plan läuft“.

Und noch etwas unterscheidet Hochzeiten von anderen Events: Frisch getraute Paare sind im Idealfall keine Stammkunden. Ein Wedding Planner fängt bei jeder Hochzeit und jedes Jahr wieder bei neu an.

Informationsabend

Im Herbst gibt es den nächsten Informationsabend zur Ausbildung zum Wedding Planer an der WIFI Graz. Hier können Sie sich genauer über Inhalte und den Ablauf des Kurses informieren und vor Ort Fragen an die Lehrbeauftragte Mag. Eva Schober stellen.

 

Fotos: Schober, Adobe Stock / kzenon

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