Ein guter Friseur, eine gute Friseurin, geht auf die Wünsche der Kunden ein und berät sie typgerecht. Schließlich passt nicht jede aktuelle Damenfrisur für jede Kundin. Auch für Männer ist nicht wirklich jeder Schnitt geeignet. Es gilt, die Gesichtsform und die Haarstruktur zu beachten. Ähnlich verhält es sich mit angesagten Haarfarben. Nur weil etwas gerade groß in Mode ist, heißt das nicht, dass es jedem steht. Dazu kommt das große Thema Hygiene. Und die Organisation des (eigenen) Salons samt Sicherheits- und Qualitätsmanagement sowie den Betriebs- und Personalkennzahlen und die Fachkalkulation.

Meisterliche Friseure

Friseur-Meisterinnen und Meister müssen also einen großen Fachbereich beherrschen. Dazu gehört, dass man sich mit den verwendeten Werkzeugen und Apparaten auskennt und die Techniken des Haarschneidens, Färbens, Steckens, Föhnens und Lockenlegens zu den unterschiedlichsten Anlässen beherrscht.  Außerdem wollen Augenbrauen wie Wimpern gefärbt werden und die Herren erwarten sich eine perfekte Rasur.

Und genau dieses Fachliche lernt und vertieft man in der WIFI-Meisterschule für Friseure. In der Theorie wie in der Praxis. Damit man optimal auf die Meisterprüfung für Friseure und Perückenmacher, so nennt sich das Gewerbe offiziell, vorbereitet ist. Ihr WIFI-Lehrgangsleiter dabei ist Sven Behawys:

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Sven Behawys ist Inhaber des Salons „Sven-Friseur“ in der Grazer Conrad-von-Hötzendorfstraße 1 sowie Bereichsleiter und Vortragender der WIFI-Meisterschule für Friseure.

„Mir macht das Arbeiten mit den (jungen) Menschen viel Freude. Vor allem, wenn ich sehe, mit wie viel Energie und Engagement sie die Module belegen und wie wichtig ihnen die gezielte Weiterbildung ist!“ – Sven Behawys, WIFI-„Meisterschule für Friseure“.

Selbstständig als Friseur-Meister/in

„Der Großteil aller Damen und Herren, die sich im Rahmen der Meisterschule für Friseure auf die Meisterprüfung vorbereiten, macht sich anschließend selbstständig. Manche als mobile Friseurinnen und Friseure, wie sie von älteren Herrschaften dringend geraucht werden. Andere eröffnen ein neues Geschäft oder übernehmen einen bestehenden Betrieb. Wobei bei uns – im Gegensatz zum Beispiel zu England – eindeutig mehr Damen einen Friseursalon betreiben“, plaudert Sven Behawys aus dem Nähkästchen.

Friseur mit Kreativität und Fantasie

Die Weitergabe seines Wissens und das ständige Updaten davon– „man muss ja immer auf dem neuesten Stand sein!“ – machen ihm neben der Arbeit in seinem Grazer Salon „Sven-Friseur“ viel Freude: „Um als Friseurin oder Friseur erfolgreich zu sein, braucht man Kreativität und Phantasie, aber auch eine gute Portion Selbstbewusstsein“, sagt er. „Wir haben den ganzen Tag mit Kundinnen und Kunden zu tun und wollen mit den Frisuren auch ein Lebensgefühl und Ideen vermitteln.“ Man will sich beim Friseur wohlfühlen und die Zeit der Verschönerung genießen.

Das macht einen guten Friseur aus

„Nicht nur nachzuahmen, sondern – wenn schon nicht internationale Trends zu kreieren und zu präsentieren – diese doch aufzunehmen und weiter zu entwickeln und sie individuell gemäß der Trägerin, dem Träger zu gestalten. Darin besteht ja auch die Freude am Beruf.“ – Sven Behawys, WIFI-„Meisterschule für Friseure“.

Fotos: WIFI Steiermark / Melbinger,  Fotolia / edwardderule

 

2 Kommentare

  1. Danke für den Beitrag bezüglich der Wahl und Qualifikation eines Friseurs. Dass ein Friseur nicht nur Trends nachahmt sondern auch kreieren kann ist wirklich wichtig. Ein Friseur sollte nicht nur sein Handwerk können sondern auch Kreativität beweisen.

  2. Mir geht es da wie Sven, die Arbeit mit den Menschen macht mir einfach sehr viel Spaß. Ich liebe es als Friseur stets einen neuen Kunden auf dem Stuhl zu begrüßen. Ich habe schon viele interessante Geschichten gehört.

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