Wie in vielen Branchen bahnt sich in Zukunft auch für die Reisebüros ein Fachkräftemangel an, die Lehrlingsbewerbungen gehen zurück. Die stark nachgefragten Leistungen können die Reisebüros aber nur mit bestens ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erbringen. Daher wurde gemeinsam mit dem WIFI Steiermark die neue Ausbildung ‚Reisebüroassistent auf dem zweiten Bildungsweg konzipiert. Sie steht allen noch unqualifizierten Reisebüro-Mitarbeiter/innen sowie Neu- und Quereinsteiger/innen ab dem 18. Geburtstag offen (ein Jahr Wohnsitz in der Steiermark erforderlich).

„Wer gerne als Reisebüroassistent/in tätig wäre und einen Job sucht – jetzt ist der absolut beste Moment dafür! Wir Reisebüros würden Interessierte sehr gerne unterstützen. Es besteht die Chance, vier Tage der Woche in einem Reisebüro zu arbeiten und die WIFI-Ausbildung am fünften Tag berufsbegleitend zu absolvieren. Und die Kosten für den Lehrgang inklusive der Prüfungsgebühr kann man sich zu 100 Prozent über eine Förderung des Landes Steiermark zurückholen. Reden Sie mit uns darüber und besuchen Sie zum Beispiel den kostenfreien WIFI-Informationsabend dazu!“  – Michael Schlögl.

Reisebüroassistent WIFI Steiermark Michael Schlögl
Michael Schlögl ist Obmann der Fachgruppe Steiermark der Reisebüros und Geschäftsführer von Gruber Reisen mit insgesamt 360 Mitarbeitern:

„Ich bin davon überzeugt, dass dieser Weg, den wir gemeinsam mit dem WIFI Steiermark gehen, richtungsweisend ist! Er ersetzt zwar keinesfalls die herkömmliche Lehre. Die Ausbildung zum Reisebüroassistenten am zweiten Bildungsweg bereitet einen aber auf eine außerordentliche LAP vor – und das in sechs Monaten!“

Reisefreunde bevorzugt – cooler Job!

Reisebüroassistenten sitzen nicht nur im Büro und beraten Kunden. Damit sie das möglichst gut können, sollten sie ihre eigenen Angebote vor Ort auch selbst erlebt haben. So sammeln sie authentische Erfahrungen und persönliche Eindrücke über die Destinationen, die sie verkaufen. Reisefreudigkeit spielt also eine große Rolle, will man seinen Job gut machen.

Viele Anbieter, die ihre Produkte verkaufen wollen, bieten auch spezielle Inforeisen an. Dabei präsentieren sie den Reisebüroassistenten ihre Hotels und Attraktionen. Reisen wird damit zur Weiterbildung und von den Reisebüros auch außerhalb des eigenen Urlaubs immer wieder unterstützt.

Reisebüros geben Sicherheit

„Die Reisefreudigkeit der Steirerinnen und Steirer ist sehr groß. Wir haben gute Zuwächse und bewegen uns 2018 auf einem sehr hohen Niveau“, berichtet Michael Schlögl aus der Branche und meint: „Eine Buchung über das Reisebüro gibt dem Konsumenten einfach mehr Sicherheit. Besonders, wenn die Reise aus mehreren Teilen zusammengesetzt ist.

Denken wir doch an das Vorjahr und das Aus für die Air Berlin und Flying Niki. Hier hatten die Reisebüros die Verpflichtung, dem geschützten Konsumenten Alternativen anzubieten. Es war ein Riesenaufwand für uns – zum Beispiel bei unseren beliebten Gruber-Golfreisen – Ersatzflüge zum fix gebuchten Preis zur Verfügung zu stellen. Aber das ist unser Job.

Alle anderen Konsumenten hatten das Problem, keinen Flug mehr zu haben und auch das Geld dafür nicht zurück zu bekommen. Dazu standen sie vor der Herausforderung, selbst einen neuen, teuren Ersatzflug suchen zu müssen …“

Reisebüroassistent – win-win für alle:

  • Ausgebildete Reisebüroassistentinnen und –assistenten nutzen dem Kunden und beraten sie gezielt. Zum Beispiel, was die neue Pauschalreiserichtlinien betrifft, die mit 1. Juli 2018 in Kraft getreten sind. Dabei werden die Konsumenten sehr genau über ihre Rechte und die Leistungen informiert.
  • Die Reisebüros bekommen Fachkräfte, die für zufriedene Kunden sorgen.
  • Die Reiserveranstalter können ihre Produkte vorstellen und
  • der Reisebüroassistent kann seine Reiseleidenschaft teilweise auch außerhalb des Urlaubs mit Fortbildung verbinden.

Damit bedeutet diese Ausbildung am zweiten Bildungsweg win-win für alle!

Haben wir Ihnen bereits Appetit auf Ihren neuen Traumjob als Reisebüroassistent/in gemacht?

Fotos:  © Fotolia / timonko, © GRUBER-reisen/Erwin Scheriau

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