„Wenn ich mich umschaue, sehe ich derzeit einen großen Bedarf an Fachkräften in der EDV / IT. Meiner Erfahrung nach werden mehr Leute gesucht, als am Markt vorhanden sind.“ – Stefan Wiederhofer ist 27 Jahre alt, IT-Techniker im Unternehmen „Landring Weiz Lagerhaus Genossenschaft & Co KG“ und Absolvent der WIFI-Fachakademie Angewandte Informatik sowie des WIFI-Lehrgangs Software Developer. Auch sein Team wird in nächster Zeit eventuell personell aufgestockt.

Prototyp MDE-App im WIFI-Lehrgang Software Developer programmiert

„Warenwirtschaft ist eine große Herausforderung für uns. Nicht zuletzt, weil das gesamte EDV-System historisch gewachsen ist. Man stelle sich vor, allein im Lagerhaus Gleisdorf gibt es eine Million Artikel im Artikelstamm. Ich meine damit das Potenzial, das bestellt und verkauft werden kann. Dazu kommt die riesige Spartenvielfalt, die von der Agrarsparte über den Maschinenhandel, Energietechnik, den Werkstätten, dem Einzelhandel in den Baumärkten bis zu einer eigenen Bausparte reicht.
Die Challenge war es also, eine Software zu programmieren, die alles anspricht“, erklärt Stefan Wiederhofer seinen Geistesblitz. „Die App muss über alle Stammdaten Bescheid wissen – viele, viele Stunden, auch an Wochenenden und am Abend, sind daher vor allem ins Nachprogrammieren der Schnittstelle zur bisherigen MDE-Lösung hineingeronnen.

Mit meinem Prototyp einer App kann der Mitarbeiter über den Scan des EAN-Codes die Artikel nun ganz einfach erfassen. Die Daten werden ins Verkaufssystem übernommen und Artikel fast automatisch nachbestellt. Die Extraerfassung dafür entfällt, das spart Zeit. Außerdem ist die App im Vergleich zu herkömmlichen MDE-Geräten sehr günstig und läuft auf praktisch allen Handys. Es existiert auch schon ein Plan, die App zusätzlich für die Inventur und zum Etikettendruck einzusetzen.“

Digitalisierung in der Steiermark längst nicht abgeschlossen

„Die Kolleginnen und Kollegen in meiner WIFI-Ausbildung zum Software Developer waren bunt gemischt“, blickt der IT-Profi aus der Oststeiermark zurück und erzählt: „Wir hatten eine Frau Doktor der Biologie, die über den WIFI-Lehrgang erfolgreich einen neuen Berufsweg in der IT eingeschlagen hat. Oder einen Chemiestudenten, der ebenfalls seinen Bereich gewechselt hat und nun bei einem Grazer Startup in der IT arbeitet. Dann weiß ich noch von einem Kollegen aus Weiz, der bisher in der Gastronomie tätig war. Heute ist er bei einem Softwareentwickler in Gleisdorf engagiert … Ich war richtig überrascht, was sich in nur wenigen Monaten nach dem WIFI-Lehrgang zum Software Developer ergeben hat – über whatsapp sind wir nämlich immer noch verbunden!“

Bessere Client- und Serverbetreuung mit Programmierkenntnissen

Der Hauptjob von Stefan Wiederhofer und seinem Teamkollegen im Landring Weiz Lagerhaus ist die Client- und Serverbetreuung mit allen Peripheriegeräten und dem Anwendersupport. „Wenn man hier etwas von Programmieren versteht, tut man sich auch im admin-Bereich leichter. Wiederkehrende Aufgaben können automatisiert werden, das spart Zeit“, erklärt der IT-Techniker.

Spaß an der IT – Spaß am WIFI-Lehrgang

„Jede Herausforderung und jedes Problem sind anders. Wenn man mit Liebe zum Detail, Ausdauer und logischem Denken gesegnet ist, ist IT-Techniker ein toller Beruf. Eine Programmiersprache von Microsoft, Visual Basic, kannte ich schon vor der Ausbildung. Aber mit Java Web- oder Android-Programme zu erstellen, ist natürlich noch etwas ganz anderes. Im Lehrgang zeigt der Trainer am Beamer die Aufgaben und Lösungswege vor und das macht man selbst am Computer nach. Ich finde es allerdings empfehlenswert, das vermittelte Wissen zusätzlich zu Hause nach den eigenen Vorstellungen zu erweitern.

Wie auch bei meinem eingangs geschilderten Lehrgangsprojekt ‚MDE-Lagerhaus’ ist es in der IT durchaus üblich, auch Freizeit in Ausbildung und Beruf  zu stecken. Nur so kann man richtig gut werden und seine Ziele auch erreichen!“

Haben wir auch Ihr Interesse mit dieser Erfolgsstory von Stefan Wiederhofer geweckt?

Foto: KK

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