Für den Erfolg von Unternehmen ist es heute essentiell, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Beim 2. WIFI-Arbeitsrechtstag klären anerkannte Expertinnen und Experten über die neuesten Entwicklungen im Arbeitsrecht auf, denn gerade dieses komplexe Thema stellt Firmen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer wieder vor neue Herausforderungen.

Nach dem großen Andrang im letzten Jahr – der erste Arbeitsrechtstag war mit rund 200 Besucherinnen und Besuchern ausverkauft – geht der Fokustag des WIFI Steiermark heuer in die zweite Runde. Am 18. Oktober treffen sich Interessierte aus Klein-, Mittel- und Großunternehmen aller Branchen, um sich bei sechs Vorträgen von hochkarätigen Expertinnen und Experten über die neuesten Entwicklungen im Arbeitsrecht informieren zu lassen. Darüber hinaus wird der Tag zum gemeinsamen Netzwerken und zum Führen spannender Diskussionen genutzt.

Wissenslücken schließen…

Der erste Vortrag des diesjährigen Arbeitsrechtstags wird sich mit Fremdunternehmen am eigenen Firmengelände beschäftigen. Ist man zum Beispiel haftbar, wenn ein Bauunternehmen unangemeldete Arbeitskräfte für Renovierungsarbeiten im eigenen Büro engagiert? Dr. Ingrid Kuster, Leiterin des Rechtsservice der Wirtschaftskammer Steiermark und Lehrbeauftragte am WIFI Steiermark, wird Aufschluss darüber geben, inwieweit das eigene Unternehmen sozialrechtlich für Fehlverhalten und Missstände in den von ihnen beauftragten Firmen belangt werden können.

Mag. Andreas Müller vom Rechtsservice der WKO Steiermark wird danach über arbeitsrechtliche Vorschriften und Risiken für verantwortliche Beauftragte“ von Unternehmen aufklären. Denn im Arbeitsleben gibt es zahlreiche Gesetze, deren Übertretung mit kostspieligen Verwaltungsstrafen geahndet wird. In Einzelunternehmen müssen die Firmengründerinnen und -gründer für Fehler geradestehen. In einer GmbH oder AG werden hingegen die Mitglieder der Geschäftsführung zur Verantwortung gezogen. Müller wird darum über die Einsetzung von „verantwortlichen Beauftragten“ als Instrument zu Abgrenzung der Strafbarkeitsbereiche sprechen.

Der Arbeitsrechtsexperte und Universitätsprofessor Dr. Franz Schrank wird über eine Auswahl von arbeitsrechtlichen Urteilen des Höchstgerichts referieren. Die praxisrelevanten Beispiele werden unter anderem die verschärften Anforderungen an die Transparenz von All-in- und Überstundenpauschal-Vereinbarungen sowie Entscheidungen zu Kündigungen, Verfallsklauseln und Abfertigungen umfassen. Wie schon beim ersten WIFI-Arbeitsrechtstag sollen die Besucherinnen und Besucher aus dem Vortrag vor allem eines mitnehmen: Die Rechtsprechung nicht nur zu verstehen, sondern zum Vorteil des Unternehmens nutzen zu können!

Mit dem Arbeitsrechtstag bleibt man auf dem Laufenden und verpasst keine gesetzliche Änderung.

… und mehr Durchblick bekommen

Den Vortragsnachmittag eröffnet der Universitätsprofessor RA Dr. Michael Friedrich mit Einblicken in das Kollektivvertragsrecht und Lohndumping. Festgelegte Mindestentgelte, unterschiedliche Verträge und Kollektivvertragsnormen können für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu Stolperfallen werden. Friedrich wird Klarheit darüber schaffen, wie Unternehmen das „gebührende Entgelt“ richtig festsetzen und verwaltungsrechtliche Strafen für Unterentlohnung vermeiden können.

Mit der arbeitsrechtlichen Angleichung von Angestellten und Arbeiter/innen kommen teils komplizierte Änderungen auf Unternehmen zu. Unter dem Titel Krankenstand NEU wird Mag. Kirsten Fichtner-Koele, die als Rechtsberaterin im Rechtsservice der WKO Steiermark tätig ist, auf die Veränderungen eingehen. Unter anderem werden die Neuerungen bei der einvernehmlichen Auflösung von Dienstverhältnissen, die mit der Gleichstellung gesetzlich verankert wurden, sowie die Änderungen der gesetzlichen Ansprüche auf Krankengeld und Entgeltfortzahlung thematisiert werden.

Rechtsanwalt Mag. Philipp Moritz wird abschließend über den Datenschutz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sprechen und auf die neue Datenschutzgrundverordnung eingehen. In vielen Unternehmen gibt es zwar bereits ein Bewusstsein für die Auswirkungen der neuen Regelung auf die Speicherung von persönlichen Daten von Kundinnen und Kunden oder den Versand von Newslettern, doch die innerbetrieblichen Auswirkungen sind vielfach unbekannt. Am Arbeitsrechtstag soll den Besucherinnen und Besuchern der datenschutzkonforme Umgang mit Informationen durch anschauliche Beispiele aus dem Firmenalltag nähergebracht werden und Risiken – aber auch Chancen aufgezeigt werden.

Auch dieses Jahr wird der WIFI-Arbeitsrechtstag also wieder ein breites Spektrum an arbeitsrechtlichen Themen abdecken. Sichern Sie sich darum jetzt Ihre Teilnahme!

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