„Wie der Name schon sagt, ermöglicht es uns die Wirbel-SÄULE, aufrecht durchs Leben zu gehen. Trotzdem kann die Wirbelsäule zu einer Schwachstelle in unserem Körper werden, weil unser RÜCKgrat den ganzen Tag gegen die Schwerkraft aufrecht gehalten werden muss.
Fast jede Arbeit, beruflich wir privat, ist nach vorne gerichtet. Über längere Zeit gesehen, bringt uns das in eine mehr oder weniger ausgeprägte Beugehaltung. Und diese Ausrichtung ist gegen die Funktionsweise der Wirbelsäule“, erläutert die WIFI-Lehrgangsleiterin Mag. Claudia Novak-Tropper. Ein professionell angeleitetes und konsequentes Ausgleichstraining, wie man es bei ihr im WIFI-Diplomlehrgang „Wirbelsäulen- und Beckenbodentraining“,  lernt, kann Rückenbeschwerden vorbeugen.

„Auch nach austherapierten Beschwerdebildern können die Übungen und  Bewegungsprogramme aus dem WIFI-Diplomlehrgang ’Wirbelsäulen- und Beckenbodentraining’ als Sekundärprävention angewandt und unterrichtet werden.“ – Mag. Claudia Novak-Tropper.

„Kreuzweh“ – Volkskrankheit Nummer eins

 Sogenannte Kreuzschmerzen sind nicht nur in Österreich weit verbreitet, bis zu zwei Millionen Menschen hierzulande leiden darunter. „Aufgrund der einseitigen Alltagshaltung und falschem Heben und Tragen ohne Haltungsausgleich kann es früher oder später zu unterschiedlichen Beschwerden an der Wirbelsäule kommen“, weiß die Sportwissenschaftlerin. „Es entstehen verschiedenste Schmerzbilder – von Gelenksblockaden, Entzündungen, Bindegewebsproblemen oder Schmerzen an Muskel-Sehnenübergängen bis hin zur bekannten Bandscheibenproblematik. Alles rund um die Wirbelsäule verfügt über Schmerzrezeptoren, die Beschwerden schnell fühlbar machen.“

Nicht immer sind die Bandscheiben schuld!

„Eine wissenschaftliche Studie aus Österreich mit 100 Personen ohne und 100 Menschen mit Kreuzschmerzen hat Interessantes ergeben“, berichtet Caudia Novak-Tropper. „Von der Gruppe mit ‚Kreuzweh’ hatten 24 Personen einen Bandscheibenvorfall. Und – noch spannender – von den 100 Leuten ohne Kreuzschmerzen hatten 27 einen Bandscheibenvorfall, ohne Beschwerden zu nennen!“

Wirbelsäule UND Beckenboden halten aufrecht

„Wir können die Muskulatur nicht isoliert betrachten. Ein braucht auch eine starke Muskulatur am Boden des Beckens, um die inneren Organe und den Rumpf zu stützten, das Becken zu stabilisieren und insgesamt ‚Haltung zu bewahren’. Frauen und Männer haben annähernd denselben muskulären Aufbau. Der Beckenboden hat daher viel Verantwortung. Jedes Ungleichgewicht wirkt sich sofort auf die Wirbelsäule aus. Um die Funktion der Wirbelsäule und des Beckenbodens richtig verstehen und anleiten zu können, sind gute anatomische Kenntnisse eine wesentliche Voraussetzung.“
Im WIFI-Diplomlehrgang „Wirbelsäulen- und Beckenbodentraining“ wird deshalb gleich am Anfang auch Anatomie in in einem Ausmaß von 28 Stunden unterrichtet und vermittelt.

Männer als Trainer gefragt

„Es ist immer noch selten, dass am Diplomlehrgang ‚Wirbelsäulen- und Beckenbodentraining’ Männer teilnehmen. Ich persönlich finde das sehr schade. Da das Wirbelsäulentraining oft mit Gymnastik in Verbindung gebracht wird – und die wird von manchen als unmännlich eingeschätzt – wäre es umso wichtiger, wenn Männer als Diplomierte Trainer Vorbild wären… Ich bin sicher, männliche Wirbelsäulentrainer haben einen großen Markt vor sich!“

Aufrecht durchs Leben gehen macht attraktiv

„Eine voll funktionsfähige Wirbelsäule zeichnet sich durch Stabilität, Flexibilität und Ermüdungswiderstandsfähigkeit aus. Daher beinhaltet ein richtiges Wirbelsäulentraining Stabilitäts- und Beweglichkeitstraining. Frei nach dem Motto ‚Haltung in Bewegung’.
Je aufrechter die Haltung ist, desto besser fließt die Energie. Und das macht energiereicher und selbstbewusst. Wie oft sehen wir Menschen, die richtig hübsch sein könnten – wäre die schlechte Haltung nicht. Wer mit eingesunkenem Brustkorb durchs Leben geht, ist selten attraktiv!“

Muskeln haben ein „Gedächtnis“

„Jeder der 639 menschlichen Muskeln hat eine bestimmte Funktion. Viele Muskeln arbeiten zusammen, um eine Bewegung auszuführen (Spieler und Gegenspieler). Im besten Fall ist ein muskuläres Gleichgewicht vorhanden.

Werden die Muskeln nicht funktionsgerecht eingesetzt, kann es zu einem muskulären Ungleichgewicht kommen. Ein anatomisch richtiges Training kann die Muskeln selbstverständlich und kraftvoll arbeiten lassen (Muskelgedächtnis). Die Muskeln können das Becken stabilisieren und die Wirbelsäulen gegen die Schwerkraft länger aufrecht halten.“

„So unterSTÜTZen wir unseren RÜCKsichtsvollen und AUFRECHTen Alltag!“

Mag. phil. Claudia Novak-Tropper hat Sportwissenschaften und Leibeserziehung an der Karl-Franzens-Universität Graz studiert. Sie ist Lehrbeauftragte an der Bundessportakademie BSPA und am Universitäts-Sportinstitut. Mit ihrem „TOP 2YOUFirmencoaching©“ betreut sie Firmen in den Bereichen Ergonomie & Wirbelsäule. Weitere Ausbildungen: Diplomierte Wirbelsäulen- und Beckenbodentrainerin, Dr. Dr. Wolff Rückendiagnostikerin, Erwachsenenbildnerin „Train the Trainer“, Pilates Professional Coach, Human Design Analytiker und AnthroProfil©-Trainerin.

Sie möchten sich näher über die Möglichkeit, von und mit Mag. Claudia Novak-Tropper zu lernen und zu trainieren, informieren?

Fotos: KK

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