Es glitzert und funkelt im Shop von Cornelia Lieber und Marcel A. Wolf. In ihrem gemeinsamen Unternehmen, der LieberWolf Glitzermanufaktur, hat sich das Paar auf die Herstellung von einzigartigem Trachten- und Jagdschmuck spezialisiert. Das Masterstudium MSc Handelsmanagement hat sie für den Alltag als Selbstständige gewappnet.

Jagdtrophäen und Swarovski Elements – das ist eine Kombination die man nicht jeden Tag sieht. In der Glitzermanufaktur von Cornelia Lieber, MSc und Marcel A. Wolf, MSc werden daraus innovativer Schmuck und moderne Wohnaccessoires gefertigt.

Unikate, so einzigartig wie die Natur

Die Geschäftsidee entstand vor rund fünf Jahren, als Wolf nach einem Geburtstagsgeschenk für seine Lebensgefährtin und Partnerin suchte. „Als passionierter Jäger und Hundeführer kam ich auf die Idee, dass man mit Schmucksteinen aus einer klassischen Trophäe etwas Besonderes machen könnte“, erinnert sich Wolf, „aber ich konnte niemanden finden, der sich auf so eine Veredlung spezialisiert hat.“

Kurzerhand entschloss sich das Paar dazu, sich selbst daran zu versuchen. Anfangs kreierten sie Trophäen und Schmuckstücke für sich selbst, doch schon bald interessierten sich auch Freundinnen und Freunde für ihre Unikate. „Irgendwann sprachen uns sogar Fremde auf unseren Schmuck an und wir bemerkten, dass es eine große Nachfrage nach authentischen modernen Accessoires aus Österreich gibt“, erklärt Lieber.

Von der Idee zum Unternehmen

Ein Jahr lang experimentierte LieberWolf mit verschiedenen Materialien, Klebern und Designs. Erst als sie restlos von der Qualität ihrer Produkte überzeugt waren, entschieden sie sich im Oktober 2014 zur Unternehmensgründung und wählten den naheliegenden Namen LieberWolf für ihre Glitzermanufaktur. Lieber und Wolf bilden im Geschäftsleben ein eingespieltes Team: Die groben Verarbeitungsschritte wie das Schneiden, Bohren und das Fräsen der Jagdtrophäen übernimmt Wolf, während Lieber die feinen Arbeiten mit Swarovski Elements bevorzugt. Sie bringt jeden Stein händisch an den Trophäen und Schmuckstücken auf – eine aufwändige Tätigkeit, die für Lieber allerdings fast wie Meditation ist. So verliert sie sich schon mal im Feierabend für mehrere Stunden in ihrer Arbeit.

Doch das Paar ist lange Arbeitstage gewohnt, denn ihren Traum vom eigenen Unternehmen haben sie neben ihren Vollzeitberufen – Wolf ist Key Account Manager und Lieber arbeitet im Marketing – verwirklicht. „Wenn man selbstständig ist, muss man wirklich selbst und ständig arbeiten“, weiß Lieber aus Erfahrung, „aber LieberWolf ist keine Belastung, sondern eine Passion für uns!“

Cornelia Lieber und Marcel Wolf leiten ihr Unternehmen „Lieberwolf“ jetzt mit WIFI-Know-how.

Mit dem MSc Handelsmanagement zur Führungskraft im eigenen Unternehmen

Auch das Masterstudium MSc Handelsmanagement, welches das WIFI Steiermark in Kooperation mit der FHWien der WKW anbietet, absolvierten Lieber und Wolf berufsbegleitend. „Mit Hilfe vom WIFI Steiermark konnten wir das Studium gut in unser Leben integrieren“, berichten sie, „das hat uns verdeutlicht, wie wichtig gute Organisation und Planung für den Erfolg sind.“ Ausschlaggebend für die Wahl des Masterlehrgangs, den sie ein Jahr zeitversetzt voneinander belegten, waren für beide in erster Linie der hohe Praxisbezug und die inhaltlichen Schwerpunkte. „Alles, was wir im Studium gelernt haben, ist sowohl für unsere Jobs, als auch für unser eigenes Unternehmen relevant“, ist sich das Paar sicher.

Die Lehrveranstaltungen zur Unternehmensführung waren für das Tagesgeschäft von LieberWolf essenziell. „Selbstständige müssen in der Lage sein, für jedes Problem eine Lösung zu finden“, weiß Lieber, „dafür braucht es eine Ausbildung, die ein breites Themenspektrum abdeckt.“ Neben bekannten Themen wie Einkauf und Marketing war für sie vor allem Logistik interessant. Wolf hingegen hat in seinem Beruf täglich mit Spezialistinnen und Spezialisten aus dem Vertrieb, Verkauf, oder Finanzmanagement zu tun. Ihnen ein kompetenter Ansprechpartner zu sein und mit ihnen über diese Fachgebiete sprechen zu können, war ihm darum ein besonderes Anliegen. „Mir war außerdem eine Weiterbildung im Bereich Controlling wichtig, weil ich immer schon wissen wollte, wie man Informationen richtig aus einer Bilanzen liest und interpretiert“, erzählt Wolf.

Für junge Unternehmerinnen und Unternehmer hat das Paar abschließend einige Tipps parat. Lieber und Wolf empfehlen, sich während der gesamten Laufbahn weiterzubilden – auch wenn die Freizeit für Selbstständige knapp bemessen ist. „Wenn es um den Traum vom eigenen Unternehmen geht, muss man hart arbeiten, alles geben und aus Fehlern lernen“, raten sie, „nur so ist man langfristig erfolgreich.“

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