„Im Laufe meiner Berufslaufbahn als Consulter und Trainer habe ich mich mit einigen tausend Führungskräften ausgetauscht. Ein Grundtenor unter ihnen ist, dass man auch als Führungskraft unmöglich alles wissen kann. Was man wirklich braucht, ist ein solides Sachwissen über die Funktionszusammenhänge in den wichtigsten Bereiche im Unternehmen: Um im Management erfolgreich zu sein, muss man sich in strategischer Unternehmensführung, Marketing und Vertrieb, Controlling und Human Resources Management auskennen“, sagt Mag (FH) Paul Slamanig. Dieses Wissen kann man sich im WIFI-Diplomlehrgang ‚Business Management Professional’ fokussiert aneignen (zeitliche Investition: elf Tage am WIFI).

Management lernen – geht das überhaupt?

„So gut wie jeder Beruf erfordert den Nachweis einer Qualifikation. Oder kennen Sie Handwerker, Ärzte, Altenpfleger etc. ohne entsprechende, offizielle Ausbildung? Eigenartigerweise verzichtet man bei Führungskräften auf diese Nachweispflicht. Es ist erstaunlich“, diagnostiziert der Managementexperte. Das Ergebnis? – „Viele Führungskräfte handeln nach dem Prinzip Versuch und Irrtum.

Die fachliche, methodische und persönliche Qualifikation einer Führungskraft ist jedoch unverzichtbar – sowohl für den Unternehmenserfolg als auch für die Führungskräfte selbst: Nur kompetente Menschen fühlen sich in ihrem Job gefordert statt überfordert und können ihre Arbeit als sinnvoll erleben, indem sie sich an ihrer eigenen Wirksamkeit erfreuen.“

Woran erkennt man inkompetentes Management?

„Auf den ersten Blick ist das oft gar nicht erkennbar. Blender wissen ihr Umfeld durchaus für sich zu gewinnen – über einen längeren Zeitraum wird es dann aber auch für sie schwierig“, weiß Paul Slamanig aus Erfahrung und meint:

„Es gibt aber Alarmsignale, wenn die Führungskraft inkompetent ist:

  • Entscheidungen werden zum Beispiel auf die Mitarbeiter abgewälzt.
  • Die Führung konzentriert sich ausschließlich auf die Wünsche von Eigentümern, Mitarbeitenden oder sonstigen Stakeholder. Die Kunden werden vor allem als notwendiges Übel betrachtet.
  • Das Management reagiert wie ein ‚Fähnchen im Wind’. Sobald Druck von außen kommt, wird die Schuld bei anderen gesucht.
  • Die fachliche Inkompetenz wird durch extrovertiertes Verhalten kompensiert. Die Führungskraft stellt sich gerne als Visionär oder Innovator dar …
  • Die Experten im Unternehmen werden mangels Verständnisses der jeweiligen Fachmaterie nicht geführt, sondern sich selbst überlassen.
  • Offensichtliche Erfolgspotenziale des Unternehmens werden mangels eines strategischen Verständnisses nicht genutzt.
  • Negative Ergebnisse werden schöngeredet und vieles mehr …“

Wie steht es um Frauen im Management?

„Management ist wie viele andere Bereiche der Wirtschaft deutlich weiblicher geworden. Der Anteil der Damen an der Gesamtteilnehmerzahl im WIFI-Diplomlehrgang ‚Business Management Professional’ beträgt rund 40 Prozent beträgt“, sagt Lehrgangsleiter Paul Slamanig.

„Wirksames Management zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass das, WAS man tut, wichtiger ist, als WIE man es tut. Insofern spielt das Geschlecht eine untergeordnete Rolle. Männer wie Frauen können Führungskräfte werden, die von ihren Mitarbeitenden und Vorgesetzten geschätzt werden, Ergebnisse erzielen und sich selbst innerhalb der gesamten Karriere wettbewerbsfähig halten.

Eine Quote an Frauen in Führungspositionen sehe ich trotzdem als sehr wünschenswert an. Im Lehrgang gehe ich auch bewusst auf Bereiche ein, in denen vernetztes, ganzheitliches Denken zu deutlich besseren Ergebnissen führen kann. Und hierbei sind Frauen den Männern in den meisten Fällen überlegen.“

Unterliegt auch Management gewissen Trends?

 Paul Slamanig: „Es vergeht kein Jahr ohne neue Modeerscheinung oder marktschreierische Patentrezepte im Management. Wir thematisieren das auch im Lehrgang und bieten Alternativen bzw. Handlungsanleitungen, mit den man den wahren Gehalt diverser ‚Modelle’ für sich selbst ableiten kann.

Der Lehrgang ist jenem Managementansatz verpflichtet, der die richtigen Ergebnisse bringt und auch unter widrigen Rahmenbedingungen funktioniert.“

„Das Einzigartige des Lehrgangs ist der Lehrgang selbst: Meines Wissens gibt es eine solide Ausbildung für Führungskräfte im Business Management nur hier am WIFI Steiermark!In diesem Lehrgang wird den Teilnehmenden kompakt, verständlich und anwendbar der wichtige Querschnitt an Fachwissen vermittelt, den sie zur kompetenten Führung eines Unternehmensbereiches oder eines Gesamtunternehmens benötigen.“

Ist Management tatsächlich in nur elf Tagen erlernbar?

Paul Slamanig: „Ich beschäftige mit seit über 20 Jahren intensiv mit der Frage der richtigen, wirksamen Unternehmensführung. Ein wichtiger Punkt in der Ausbildung von Führungskräften ist, sparsam mit deren Zeit umzugehen.

Der Lehrgang umfasst elf Präsenztage (14 bis 22 Uhr), wir nutzen aber auch die Zeit dazwischen effektiv. Mit Fallstudien, einer lehrgangsbegleitenden Projektarbeit und mit vielen Tipps für die Anwendung des Erlernten im Unternehmen.“

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Paul Slamanig (Slamanig Consulting & Training) ist auf Familienunternehmen und eigentümergeführte Betriebe (FUEGO) spezialisiert und seit vielen Jahren Lehrbeauftragter am WIFI Steiermark.

Sie verspüren Neugierde und wollen klar mehr wissen?

Fotos: © Fotolia / Bojan, Foto Fischer

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