China hat Baidu, Russland hat Yandex und überall sonst ist Google die Suchmaschine Nummer eins. Unbestritten macht Google drei Dinge sehr richtig: Es bietet eine sehr gute User Experience, liefert die besten Suchergebnisse und hat es geschafft, SPAM bei den Suchergebnissen weitgehend zu eliminieren“, bringt es Gerhard Trittenwein, WIFI-Lehrgangsleiter und GF der „BINDER TRITTENWEIN Kommunikation GmbH“ (Werbe- und Onlineagentur), auf den Punkt. Grund genug, mit dem WIFI-Diplomlehrgang „Web & Social Media Marketing Management“ auf dem Laufenden zu bleiben.

20 Jahre Google

Heuer feiert der Datengigant seinen 20. Geburtstag und blickt auf eine sensationelle Entwicklung zum Global Player zurück. Im Jahr 2017 erzielte „Alphabet Inc.“, das seit Oktober 2015 die Muttergesellschaft von Google und weiteren Unternehmen ist, einen Umsatz von über 110,8 Milliarden US-Dollar. Tendenz: jährlich stark steigend. Der Marktwert des Unternehmens ist extra dazuzurechnen. Wir reden also von unglaublichen Summen und damit auch von unglaublichen Möglichkeiten …

Viel mehr als nur eine Suchmaschine

Als einer der Global Players hat Alphabet Projekte in allen elementaren Themenbereichen der Menschheit laufen: „Waymo“ entwickelt selbstfahrende Autos, „Verily Life Science“ widmet sich dem Studium der Biowissenschaften, das Biotechnologieunternehmen „Calico“ entwickelt Methoden gegen die menschliche Alterung. Dazu kommen unter anderem Energie-, Klima-, Technologie- und Kapitalprojekte sowie die Entwicklung und Anwendung selbstlernender, künstlicher Intelligenz („DeepMind“).

„Google hat alles, was es dafür braucht – die finanziellen Mittel, die dafür nötige Technologie und ein riesiges Reservoir an Daten“, so Gerhard Trittenwein, der dem Thema Daten keinesfalls unkritisch gegenübersteht. Aber:

Ohne Google geht im Online-Marketing nichts

„Derzeit gibt es so gut wie keine Alternative zu Google“, als Onlinespezialist reist Trittenwein auf der Google-Welle mit. Zur Analyse, Erfolgskontrolle und Optimierung der Online-Auftritte seiner Kunden arbeitet er täglich drei bis vier Stunden mit Systemen von Google, vor allem mit dem leistungsstarken Analysewerkzeug Analytics. Auch im WIFI-Diplomlehrgang „Web & Social Media Marketing Management“ geht es um die wichtigsten Services von Google: Google Analytics, Google Ads, Google Tag Manager, Google Search Console und Google Data Studio. Was können sie, was bringen sie und wie setzt man sie gekonnt ein …

„Facebook kann man eventuell meiden. Aber kein Privater, kein Unternehmer und kein Dienstleister kommen an Google vorbei! Wer Traffic sucht, muss seinen Inhalt für die Suchmaschine optimieren und einen Brancheneintrag auf Google Maps haben. Das ist das Minimum. Auch YouTube gehört zu Google. Wenn ich meinen Kunden kein Google-Service mehr bieten würde, müsste ich mir einen anderen Job suchen. Das ist ein Faktum.“ – Gerhard Trittenwein.

Der Aufstieg von Google

„Im Web gesucht wurde auch schon vor 1998“, blickt Gerhard Trittenwein zurück und erklärt den Geniestreich von Google: „Man hat begonnen, zusätzlich zur Häufigkeit von Worten, die man sucht, eingehende und ausgehende Links zu erfassen und das in einen Ranking-Algorithmus zu gießen, der ständig optimiert wird. Im Grund läuft das wie bei wissenschaftlichen Arbeiten, die je nach Bedeutung unterschiedlich oft weiterempfohlen und zitiert werden. Google hat das auf alle Medien übertragen, angewendet und verbreitet – Links von Domains mit hoher Autorität werden als wertvoller erkannt und ranken dadurch besser. Und nachdem die halbe Welt bemüht ist, diese Algorithmen auszutricksen, gibt es mehr als 1.000 Updates des Ranking-Algorithmus pro Jahr. Googles Aufstieg geht ununterbrochen weiter.“

Alles kann Google aber nicht!

„Google hat es zum Beispiel nicht geschafft, ein Social Network aufzubauen, Google+ hat nicht wirklich Fuß gefasst und wird nun sogar geschlossen. Auch in einigen Suchbereichen ist das Google-Monopol gebrochen. Wenn ich ein Produkt suche, gehe ich wahrscheinlich auf Amazon oder eine andere große Shopping-Plattform. Suche ich ein Hotel, gibt es Booking.com, TripAdvisor, Trivago und Co.“

Google und das Datensammeln

„Auch die DSGVO ändert nichts daran, dass Google eine riesige Daten-Sammelmaschine war, ist und bleibt, zu der es im Moment allerdings keine Alternative gibt”, analysiert der Experte nicht unkritisch. „Dass Google dabei die gesammelten Daten nutzt, um uns wieder andere Daten in Form von Werbung zuzuführen, ist nämlich auch eine gigantische Verzerrung des Wettbewerbs! Es wäre wirklich zu wünschen – und es gibt auch Tendenzen auf EU-Ebene dazu – dieses Datenmonopol zu brechen. Dann könnten die Daten jedem zur Verfügung stehen, der sie nutzen möchte. Das wäre wünschenswert, ist aber nicht realistisch. Da haben wir als Europäer jahrelang nichts dagegen gesetzt und jetzt, wo Google 20 Jahre alt ist, wundern wir uns. Aber auch das ist ein Fakt.“

Gerhard Trittenwein befasst sich seit 1993 mit dem Thema Web. Seither ist er ausschließlich in dem Bereich tätig und hier mit internationalen und nationalen Projekten befasst. Wer den Lehrgangsleiter der WIFI-Fachakademie„Medieninformatik und Mediendesign“ einmal live erlebt hat, weiß, wie lebhaft, spannend, interaktiv und faszinierend er IT- und Design-Themen darzustellen versteht und wie viel man von seinem umfassenden Wissen ganz konkret profitieren und lernen kann.

Haben wir Ihr Interesse an mehr Online-Werbewissen geweckt?

Fotos: KK, © Fotolia / ink drop

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