Personalverrechner/innen, Bilanzbuchhalter/innen, Personalleiter/innen, Finanzleiter/innen, Steuerberater/innen… Aufgrund der hohen Nachfrage haben Manfred Ausperger und das WIFI Steiermark kurzfristig ein dreistündiges Seminar über die „Monatliche Beitragsgrundlagenmeldung ab 1.1.2019“ ins Bildungsprogramm aufgenommen. Damit haben Sie die Chance, sich schnell und fundiert über das neue System im Meldungs- und Abrechnungsverfahren mit der GKK upzudaten.

Bringen Sie auch alle Ihre Fragen mit! Als erfahrener GPLA-Prüfer der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse hat sich Manfred Ausperger schon jetzt professionell  mit den Details und Herausforderungen des neuen Systems vertraut gemacht. Er kann auf (fast) alles eine Antwort geben.

Größte Umstellung seit 1955

Diese Umstellung auf die monatliche Beitragsgrundlagenmeldung (mBGM) ist die größte Systemumstellung seit Bestehen des ASVG. „Es bleibt kein Stein auf dem anderen“, weiß Ausperger. „Alles wird neu geregelt.“ In seiner Präsentation hat er aktuell 68 „Systeme“ identifiziert, die von der Umstellung betroffen sind.

„Bei den Vorträgen, die ich bisher gehalten habe, war das Interesse naturgemäß sehr groß – beinahe so groß wie die Überraschung, wie viel und was tatsächlich alles neu ist!“ Betroffen ist das komplette Beitragssystem für Arbeiter, Angestellte und Beamte.

„Ein Benefit aus dem neuen System ist die Möglichkeit, dass die Pensionsversicherung jedem Versicherten zu jedem Zeitpunkt die Höhe der Pension mitteilen kann – das war bisher nicht machbar. Die Sozialversicherung wird auch unterjährig auskunftsfähig für ihre Versicherten.“ – Manfred Ausperger.

Manfred Ausperger ist nicht nur GPLA-Prüfer bei der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse, er schult auch die anderen GPLA-Prüfer und ist damit grundsätzlich immer ein wertvoller Gesprächspartner für alle, die beruflich mit Personalverrechnung zu tun haben. Sein trockener Humor, den er immer wieder einfließen lässt, macht Veranstaltungen mit ihm als Vortragendem zusätzlich besuchenswert.

Beitragssystem – Rückblick

Das heutige Beitragswesen wurde mit der Gründung der Republik in den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts eingeführt. Im Laufe der Zeit wurde das System immer wieder angepasst und erweitert, ohne Grundsätzliches zu ändern. „Es bildete einfach die alte ‚Papierschiene’ auf elektronischem Wege ab und konnte die technischen Fortschritte der modernen EDV-Systeme nicht nutzen“, stellt Mag. Alexander Hagenauer, MPM, derGeneraldirektorstellvertreter des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger im Editorial der Zeitschrift „DG-Service“ vom 18. Juli 2018 klar.

Das Beitragssystem bisher beruhte auf einer jährlichen versichertenbezogenen Meldung der Beitragsgrundlagen durch den Dienstgeber – und das nach Ablauf des Kalenderjahres und einer monatlichen aufsummierten Meldung der Beitragsgrundlagen für den Betrieb selbst. Unter dem Jahr war zwar die Beitragsabfuhr und Leistungszuerkennung problemlos möglich. Der Sozialversicherung war aber keine Zuordnung der Beitragsgrundlage sowie eines bestimmten monatlichen Beitrages zu einem Versicherten bekannt.

Mit 1.1.2019 hat der Dienstgeber für jeden einzelnen Dienstnehmer in jedem Monat die Beitragsgrundlagen sowie den Versicherungsumfang zu melden. In diesem Zusammenhang werden die bisher an die 450 Beitragsgruppen abgeschafft und durch ein Tarifsystem (ca. 120 Gruppen) ersetzt. Außerdem wird ein Clearingsystem zur automatischen Fehlerbereinigung mit der Krankenkasse geschaffen.

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Fotos: WIFI Steiermark / Melbinger, © Fotolia / maykal

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