Der IT-Spezialist DI (FH) Thomas Knapp, MBA, sagt das völlig emotionslos. Dass Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs Software Developer schnell gutbezahlte Jobs finden, passiert definitiv. „In der Ausbildung lernt man genau das, was die steirischen Unternehmen brauchen. Das betrifft zum Beispiel den Automobilcluster, die Logistik-Betriebe und die IT-Dienstleister.“ Der Einstiegsgehalt für Softwareentwickler laut Kollektiv beträgt übrigens 2.553 Euro brutto.

IT-Profi als Lehrgangsleiter im „Software Developer“

Thomas Knapp ist Geschäftsführer der Firmen ComLogic und bravestone und seit 2006 auch als Trainer am WIFI Steiermark tätig. Damit stellt er sein Know-how aus der Praxis in den Bereichen IT-Projektleitung, Software-Entwicklung und Software-Architektur zur Verfügung: „Es ist mir wichtig, meine Erkenntnisse und Erfahrungen weiterzugeben.“

In seinen Unternehmen arbeitet er aktuell für zwei österreichische Ministerien in den Bereichen Big Data und Smart Data. Es ist eine Stärke von Thomas Knapp, bei aktuellen Projekten immer vorne mit dabei zu sein. „Datenanalysen und Verknüpfungen sind heutzutage generell große Themen. Darüber hinaus machen wir aber natürlich auch individuelle Web-Entwicklungen und Managementsysteme“, sagt er. Und dass ihn IT schon immer interessiert hat:
„Was gibt es Schöneres, als sein Hobby zum Beruf machen zu können!“ – Seine ersten Erfahrungen mit der IT machte er bereits mit sechs Jahren. Später studierte er zuerst technische Informatik und weitete sein Wissen anschießend in weiteren Studien aus (Public / Business Management bis hin zur Wirtschaftsinformatik), denn die IT entwickelt sich beständig weiter. Heute beschäftigt er sich hauptsächlich mit maschinellem Lernen und Softwarearchitektur.

IT – wichtigstes Thema überhaupt!

„Die Herausforderungen ändern sich ständig. Die Digitalisierung ist nun auch in Branchen zu spüren, wo sie bisher noch wenig anzutreffen gewesen ist. Zum Beispiel im Außendienst, am Bau oder in der Montage. Fachpersonal schaut sich Pläne am Tablet an, kann direkt vor Ort Änderungen vornehmen und diese gleich weiter zum Architekten, in die Büros oder zum Kunden weiterschicken“, analysiert Thomas Knapp die Tendenzen zur immer stärkeren Vernetzung.

Forschung & Entwicklung – Österreich ist spitze!

„Bei der aktuellen Forschung und IT-Innovation sind wir im Weltvergleich vorne mit dabei. Die Anforderungen liegen im permanenten Aus- und Weiterbilden der bestehenden und künftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die Politik hat dies erkannt und zum Beispiel den neuen Lehrberuf ‚Applikationsentwickler/in – Coding’ geschaffen – das sind die richtigen Schritte. Auch die Absolventinnen und Absolventen unserer berufsbildenden Schulen sind sehr gut. Wir müssen sie nur noch an die unternehmerischen Gegebenheiten anpassen, aber das ist in allen Berufssparten so.“

Software Entwickler werden – kann das jeder?

„Der WIFI-Lehrgang startet mit den Grundlagen der Programmierung. Wir erarbeiten erst die Basics und bauen dann darauf auf. Um das zu lernen, muss man kein/e große/r Mathematiker/in sein. Es reicht, die Grundrechnungsarten zu beherrschen und über logisches Denkvermögen zu verfügen. Außerdem braucht man Freude an Projektarbeiten. Man sieht immer neue Herausforderungen, nimmt das Problem an und arbeitet gemeinsam an einer Lösung. Wer sich da angesprochen fühlt, ist geeignet.“

Mehr Damen in die IT!

„Der weibliche Anteil ist immer noch sehr gering. Es wäre durchaus schön, wenn sich mehr Damen für eine Software Developer-Ausbildung interessieren würden“, so Thomas Knapp ehrlich. Die WIFI-Ausbildung ist übrigens immer gut gebucht. „Die Branche weiß, dass sie durch die Bank gute Absolvent/innen produziert.“

Ein interessanter und zugleich wichtiger Faktor des Lehrgangs ist auch das Erarbeiten eines eignen Projektes – vom Projektdesign über die Planung und Umsetzung bis hin zur Präsentation. „Damit zeigt man die Leistung des gesamten Lehrgangs. Dieses Projekt kann von den Teilnehmenden ausgezeichnet für private Zwecke wie zum Beispiel für eine Bewerbung eingesetzt werden. Oft wird es aber auch von Unternehmen genutzt, um Projekte zu starten, die anschließend firmenintern weiterentwickelt werden.“ – Auch das ist ein Erfolgsfaktor, warum der WIFI-Lehrgang „Software Developer“ gerne gebucht und von der steirischen Wirtschaft intensiv genutzt wird.

Haben wir Ihr Interesse an der IT geweckt und Ihnen eventuell Lust darauf gemacht, sich beruflich mit dem Thema „Software Developer“ näher zu befassen?

Foto: WIFI Steiermark / Melbinger

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