Wein ist in aller Munde. Seit Jahren geht der Trend hin zu bewussterem Genuss – und dazu gehört auch ein fundiertes Weinwissen. Die WIFI-WEIN-WELT bietet eine Reihe an Seminaren und Ausbildungswegen, um vom Anfänger zum Experten aufzusteigen. Ein Angebot, das nicht nur Gastronomen nutzen können.

Prädikatwein, Lagenwein, Rot oder Weiß, Rosé oder Orange… an Auswahl mangelt es in der Weinwelt definitiv nicht. Da den Überblick zu behalten ist für Weininteressierte nicht so einfach. Damit der Griff ins Weinregal trotzdem zielsicher ist und das Ergebnis am Ende schmeckt, bietet die WIFI-WEIN-WELT verschiedene Möglichkeiten an, um das Wissen über Wein zu erweitern. Die Ausbildung zum Jungsommelier z.B. ist auch für Quereinsteiger bestens geeignet, während die Ausbildung zum international anerkannten Diplom-Sommelier vor allem für alle jene Berufsgruppen interessant ist, die von Weingütern, aus der Gastronomie, Hotellerie und dem Weinhandel stammen.

Basis-Seminar

Das Basis-Seminar ermöglicht einen humorvollen und abwechslungsreichen Einstieg in die Welt der Weine. Eingeladen zu diesem eintägigen Kurs sind alle, die eine Leidenschaft für Wein hegen. In der Tat ist es sogar eines der beliebtesten Seminare der WIFI-WEIN-WELT und wird gerne als attraktives Geschenk gehandhabt.

Unter anderem probieren die Teilnehmer unterschiedliche „Kosttechniken“ aus, erforschen spielerisch Gerüche, lernen die „Weinansprache“ und auch warum ein Wein mit einer bestimmten Herkunft so schmeckt, wie er schmeckt. Auch Dekantieren, Belüften, Glaskunde und die Weinwahl zu Speisen stehen auf der Tagesordnung. Das Ziel des Basis-Seminars ist es, einen Grundstein zu legen, der „Appetit“ auf mehr macht und beim Abendessen mit Freunden natürlich auch Eindruck hinterlässt.

Jung-Sommelier

Vom Titel der „1. Stufe“ der Weinausbildungen sollte man sich nicht abschrecken lassen – ein interessierter Teilnehmer des Lehrgangs Jung-Sommelier war bereits 80 Jahre. Neugier an der nationalen und internationalen Weinwelt sind die einzigen Voraussetzungen. Dann ist die „Jung-Sommelier“-Ausbildung das ideale Sprungbrett, um sich beruflich und privat weiterzubilden.

Weinverkostungen, auch vor Ort in Weingütern, machen den Hauptbestandteil des Lehrgangs aus. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer die Aufgabenbereiche eines angehenden Sommeliers kennen – wie Grundlagen in Weinbau und Kellertechnik, Kellermanagement und mehr. Auch Trends (ganz aktuell z.B. „Gin“) und ein Einstieg in die „Getränke der Welt“ sind Teil des Lehrplans, denn ein Jungsommelier muss über mehr als „nur“ den Wein Bescheid wissen. Ab 2019 wird der „Jung-Sommelier“-Lehrgang zusätzlich mit eLearning-Einheiten unterstützt. Das sogenannte „blended learning“, das digitale und analoge Lerneinheiten verknüpft, gilt als Pilotprojekt innerhalb der Weinausbildungen. Verkostet und trainiert wird dennoch gemeinsam.

Hat man die erste Stufe gemeistert und somit ein gutes Grundverständnis für Weine und Getränke erlangt, steht dem nächsten Schritt auf der Ausbildungsleiter nichts mehr Weg.

Sommelier-Österreich

Der Lehrgang „Sommelier-Österreich“ vertieft und festigt das vorhandene Wissen und erweitert es um die vielen Facetten der heimischen Weinlandschaft mit ihren Rebsorten, Weinbaugebieten und Lagen. Dank zahlreicher Kooperationen mit renommierten Weingütern, Edeldestillerien, Craft-Beer-Brauereien und Hauben-Lokalen können die zukünftigen Weinexperten vor Ort Ihre Verkostungs- und Bewertungsfähigkeiten perfektionieren und die österreichische Winzerkunst hautnah kennenlernen. Hier steht die Praxis im Vordergrund – die Besuche auf den Weingütern verinnerlichen das Thema und geben Raum für Diskussionen und „Aha-Momente“. Den theoretischen Teil des Lehrgangs bilden Weinbau, Kellertechnik, Weinrecht aber auch Wine & Food Pairing-Workshops.

Der Lehrgang „Sommelier-Österreich“ steht nicht nur den Absolventen der Ausbildung „Jungsommelier“ offen, sondern auch Teilnehmer mit einschlägigen, berufsverwandten Ausbildungen und Abschlüssen können am Lehrgang teilnehmen. Das beschränkt sich nicht allein auf Gastronomie und Tourismus; da die Voraussetzungen jedes Einzelnen unterschiedlich sind, nimmt das WIFI Steiermark individuell auf Berufs- und Ausbildungszeiten Rücksicht.

Diplom-Sommelier

Die höchste Stufe, quasi den „Olymp“ der Weinausbildungen, stellt der Lehrgang zum Diplom-Sommelier dar. Er ist die direkte Fortsetzung des Lehrgangs „Sommelier-Österreich“ und eine international anerkannte und hochwertige Qualifikation. Hier geht es für die Teilnehmer um die internationalen Weinbauländer wie Frankreich, Italien oder die neue Welt (Nord- und Südamerika, Australien etc.). Besonderes Augenmerk liegt deshalb auf der internationalen Weinwirtschaft mit Spezialgebieten wie Schaumweine (z.B. Franciacorta) und „Fortified Wines“ (z.B. Portwein).

Wie in allen Ausbildungsstufen sind auch im Diplom-Sommelier Lehrgang intensive Verkostungen, praxisbezogene Workshops und Besuche auf Weingütern ein fester Bestandteil des Programms. In Kombination mit Gourmetkunde, Diskussionsrunden und Vergleichsverkostungen entsteht ein hoch angesehenes Berufsbild, das in vielen Branchen gefragter ist denn je. Keine Spitzengastronomie kommt heute noch ohne einen international bewanderten Diplom-Sommelier aus; Weingüter und Weinhändler profitieren von dem neu gewonnenen Know-how, das ihnen vor allem in der Kundenberatung zugutekommt.

Teilnehmerrekord

Apropos „gefragt“: Die Weinausbildungen am WIFI Steiermark sind nicht nur hochwertig, sondern überaus beliebt. 2018 verzeichnete die WIFI-WEIN-WELT einen Teilnehmerrekord und auch die nächsten Lehrgänge für Anfang 2019 sind bereits sehr gut gebucht. Kein Wunder: Wir reden mehr über Essen und Trinken als je zuvor und das Interesse der Konsumenten an Herkunft und Qualität ihrer Speisen und Weine ist unübersehbar. Die vielfältigen Anwendungsfelder der Sommelier-Ausbildungen ermöglichen es Weingütern, Weinhändlern, Gastronomen, aber zum Beispiel auch Weinjournalisten, auf einem sehr hohen Niveau zu agieren. Und, nicht zuletzt, ihre Freude am Wein mit vielen Interessierten zu teilen. 

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