Ein Jahrzehnt lang hat Manuela Wolf mit viel Durchhaltevermögen auf ihren Traumjob im Controlling hingearbeitet. Neben dem Beruf hat sie ihre drei Kinder aufgezogen und gleich mehrere Ausbildungen aus dem Fachbereich Betriebswirtschaft am WIFI Steiermark absolviert – eine Laufbahn mit Vorbildwirkung.

Als Manuela Wolf zum ersten Mal ins Rechnungswesen hinein geschnuppert hat, war ihr sofort klar, dass ihre berufliche Laufbahn sie ins Controlling führen sollte. Keinesfalls wollte sie einen Beruf ergreifen, in dem sie von Montag bis Freitag immer dasselbe machen müsste. „Mein Traumjob sollte abwechslungsreich und dynamisch sein“, erklärt sie, „und im Controlling steht man immer wieder vor neuen Herausforderungen und muss Probleme auf kreative Weise lösen können.“ Wolf setzte es sich zum Ziel, in diesem Bereich Fuß zu fassen und begann, mit den Ausbildungen des WIFI Steiermark auf ihren Wunschberuf hinzuarbeiten.

Wissen stärkt die Position am Arbeitsmarkt

Den Anfang machte sie mit dem Controlling Diplomlehrgang, der als Berufsausbildung konzipiert wurde. Wolf arbeitete unter der Woche und besuchte am Wochenende die Lehrveranstaltungen. Ihre Abschlussprüfung legte sie hochschwanger ab und brachte kurze Zeit später Zwillinge auf die Welt. Nach dreijähriger Babypause stieg sie mit ihrem Controlling-Wissen wieder ins Berufsleben ein. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen mit Kindern am Arbeitsmarkt oft ausgebeutet werden“, berichtet Wolf, „weil sie stärker von ihren Arbeitgebern abhängig sind, verlangen viele, dass sie zum Mindestgehalt mehr arbeiten, als sie es eigentlich laut Einstufung müssten und drohen schnell mit einer Kündigung.“ Ihr war klar, dass sie sich dieser Situation nicht länger aussetzen wollte und ihre Position in der Berufswelt stärken musste.

Sie nahm eine Teilzeitstelle als Buchhalterin an und schrieb sich für den WIFI-Buchhaltungslehrgang ein. „Ich habe vormittags gearbeitet, nachmittags die Kinder betreut und am Abend die Kurse besucht“, beschreibt sie ihren voll durchgetakteten Alltag. Es war nicht einfach, all das unter einen Hut zu bringen, aber Wolf zeigte sich entschlossen. „Mir war klar, dass ich nur mit einer fundierten Ausbildung meine beruflichen Ziele erreichen konnte“, ist Wolf sich sicher. Danach folgten weitere Lehrgänge über Bilanzbuchhaltung und Personalverrechnung. Währenddessen entwickelte sie sich in der Praxis als Personalverrechnerin weiter: „Bei meinem damaligen Arbeitgeber habe ich selbstständig durchschnittlich bis zu 200 Arbeiterinnen und Arbeiter abgerechnet und mir dabei sehr viel Erfahrung aneignen können.“

Manuela Wolf kann sich für Controlling begeistern. 

Mit Durchhaltevermögen Karriere machen

Mit dieser gehörigen Portion Praxis und gleich mehreren abgeschlossenen Aus- und Weiterbildungen in der Tasche, war es für Wolf an der Zeit, sich ihren Wunschberuf im Controlling zu sichern. Als Fachkraft mit Wissen im ganzen Fachbereich Rechnungswesen hatte sie es bei der Stellensuche dieses Mal erheblich leichter. „Mit der entsprechenden Ausbildung und Praxiserfahrung hebt man sich von anderen Arbeitssuchenden ab und kann sich die Arbeit wirklich aussuchen“, weiß Wolf. Sie entschied sich für ihren Traumjob bei H+S Zauntechnik, wo sie heute als Leiterin des Financial Departments angestellt ist. Hier kann sie sich genau jenen Aufgaben widmen, die sie schon in den Lehrgängen am meisten interessierten. Etwa dem Erstellen der monatlichen Finanzreports und das Erstellen der Plan Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Planbilanz, für die es viel Fingerspitzengefühl und Fachwissen braucht.

Für Wolf schließen Karriere, Weiterbildung und Kinder einander nicht aus. Die stetige Weiterbildung neben Beruf und Mutterschaft erforderte viel Durchhaltevermögen, weiterempfehlen würde sie ihren Weg aber dennoch zweifellos. Denn ihre Familie und ihr Traumjob machen sie glücklich: „Durch die konsequente Weiterbildung beim WIFI Steiermark und meine Praxiserfahrung habe ich meine Wünsche verwirklichen können – und andere können das auch.“

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Fotos: Loske, adobe stock

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