„Wir bilden die jungen Leute nicht nur fachlich aus, wir geben ihnen auch etwas fürs Leben mit. Daher haben wir die WIFI-Lehrlingsakademie als fixes Puzzle integriert. Wir nutzen sie als eine weitere Säule neben der Lehrlingsausbildung im Betrieb und der Berufsschule. Vergangenes Jahr nahmen acht unserer Lehrlinge am ‚Modul A – Kommunikation und Teamwork‘ teil. Heuer waren es sieben in diesem Modul und acht im ‚Modul B – Selbst- und Stressmanagement‘, erklärt Erwin Baumgartner. Als Ausbildungsleiter der TDK Electronics in Deutschlandsberg ist er stolz darauf, einen Anteil an der Entwicklung der jungen Leute zu haben.

Die Firma profitiert stark

„Wir haben keine reine Lehrwerkstätte. Unsere Lehrlinge arbeiten und lernen zusammen mit ihren Ausbildnern und Kollegen an den Produktionsanlagen. Das bedeutet Teamarbeit. Und dafür muss die Kommunikation untereinander funktionieren. Die Profis aus der WIFI-Lehrlingsakademie  verstehen es, die Jugendlichen auch hinsichtlich ihrer Körpersprache, Gestik und Mimik zu sensibilisieren. Davon profitieren die jungen Leute und die Firma gleichermaßen.“ – Ausbildungsleiter  Erwin Baumgartner.

WIFI-Lehrlingsakademie aus Lehrlingssicht:

„Die Trainerinnern und Trainer waren sehr gut. Eine Sache ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Wenn man sich über jemanden ärgert, soll man sich nicht hineinsteigern, sondern einen Schritt zurückgehen und überlegen, warum die Person so reagiert hat. Das macht es mir heute leichter, das Verhalten anderer nicht überzubewerten und bei mir zu bleiben. Und das wiederum erleichtert das Leben ungemein!“ – Lehrling Niklas Steirer.

Jugendliche heute definitiv anders

„Ich sage nur Digitalisierung, Industrie 4.0 und Automatisierung“, so Erwin Baumgartner. Ein heutiger Lehrling im ersten Jahr versteht technische Geräte und Computer eventuell bereits besser, als der ältere Kollegen, der noch mit der ‚Feile in der Hand’ aufgewachsen ist. Auch das Schulsystem, die Erziehung und die familiären Hintergründe sind anders als früher. Als Ausbildungsleiter sehe ich mich in der Pflicht, Vertrauen zu den Jugendlichen aufzubauen und für sie da zu sein“, erklärt Baumgartner. Positive Erfahrungen hat er übrigens auch mit den weiblichen Lehrlingen in den technischen und chemischen Lehrberufen gemacht: „Das Arbeitsklima im Team ändert sich sofort und die Burschen haben einen ganz anderen Ansporn.“

„Lehrlingsakademie ist tolle Idee!“

„Die Lehrlingsakademie ist sehr kompakt aufbereitet und begleitet die Jugendlichen drei Jahre lang mit jeweils drei Tagen pro Jahr. Da bleibt viel hängen. Außerdem lernen sie auch Lehrlinge aus den anderen Branchen und Betrieben kennen. Man tauscht sich gegenseitig aus und sieht unter anderem die Vorteile einer Lehre in unserem Unternehmen. Das wiederum kommunizieren die Lehrlinge nach außen hin – und machen damit auch anderen Jugendlichen eine Ausbildung bei uns schmackhaft.
Aus der Erfahrung der letzten zwei Jahre kann ich nur sagen, dass das Buchen kurzer Einzelveranstaltungen wenig Sinn macht. In den drei Tagen der Lehrlingsakademie bleib mehr hängen.“

Durch Lehrlingsakademie offener und mündiger geworden

„Die drei Tage waren sehr intensiv, die Dimension hat gut gepasst. Ich denke, dass auch die Firma profitiert hat“, fasst Niklas Steirer seine Erfahrung mit der WIFI-Lehrlingsakademie zusammen. „Die Leute trauen sich vermehrt einzubringen, sie sind im Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen offener und persönlich wie im Arbeitsalltag mündiger geworden.

Es ist auch gleich der Schmäh g’rennt, alle waren aufgeschlossen. Wir haben miteinander getüftelt, um Wege zu Lösungen zu finden und die spielerisch zu erreichen. Das war eine klassische Form der Teambildung, sehr gut!“

Erwin Baumgartner ist seit 25 Jahren im Unternehmen (ehemals EPCOS) und Ausbildungsleiter für Lehrlinge im technischen Bereich (Mechatronik, Labortechnik, Elektronik und Elektrotechnik). Die TDK Electronicsist  der größte Lehrlingsausbilder in der Region. Aktuell sind 26 Lehrlinge in Ausbildung, darunter der ambitionierte Niklas Steirer. Er hat nach der Matura ein Jahr in Australien verbracht und anschließend in der TDK Group eine Lehre zum Labortechniker begonnen.

Deutschlandsberg ist der größte Standort der TDK-Group:

Die TDK Electronics GmbH & Co OGist ein Unternehmen der TDK Group, einem führenden Elektronikkonzern mit Sitz in Tokio, Japan. Der Standort Deutschlandsberg mit rund 950 Mitarbeitern ist Kompetenzzentrum für keramische Bauelemente der TDK Piezo and Protection Devices Business Group. Von hier aus werden zahlreiche Standorte etwa in China, Malaysia, Tschechien und Kroatien gesteuert und unter­stützt. Deutschlandsberg ist in Europa mit mehr als 70.000 Quadratmetern der größte TDK Standort. Das Spektrum der hier entwickelten und gefertigten Produkte reicht von Piezo-Aktuatoren und Vielschicht-Varistoren bis hin zu hochintegrierten keramischen Vielschicht-Modulen.

Haben wir auch Ihr Interesse an der WIFI-Lehrlingsakademie geweckt?

Fotos: WIFI Steiermark / Melbinger

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