Motoren, Zweiradtechnik, Felgen, Fahrwerke sowie Klima- und Getriebespülungen sind seine Faszination und seine Leidenschaft: Ernst Zink ist wie ein Bill Gates der Kfz-Technik, hat er seinen Betrieb ursprünglich doch auch in einer (Hinterhof-)Garage gegründet. Vor zirka fünf Jahren nannte er bereits eine kleine KFZ-Servicestation in Trofaiach sein eigen. Seither ist der Kfz-Betrieb gewachsen, Ernst Zink beschäftigt bereits einen Mitarbeiter. Und das, obwohl der HTL-Absolvent im „Brotberuf“ Schlossermeister beim Hochofen in Donawitz ist. Daneben hat er mehrere Ausbildungen am WIFI durchgezogen, darunter die Meisterschule für Kfz-Technik.  Alles mit ausgezeichnetem Erfolg.

Fasziniert von Kfz-Technik und vom WIFI …

„Ich erinnere mich noch an meinen ersten Tag am WIFI – es war der ‚Klimaanlagen-Qualifizierungslehrgang für Kfz-Techniker’, erzählt Ernst Zink. „Ich war vom Trainer dermaßen fasziniert, dass ich alles Wissen regelrecht aufgesogen habe!“ Dann ging es weiter mit ‚Elektronik für den Kfz-Techniker’ und den Modulen zur Kfz-Systemtechnik. „Dabei lernte ich viele nette Kollegen kennen, wir sind heute noch gute Kumpels und haben Kontakt. Das ist super, wenn man mal ein Problem hat! Insgesamt hat mir alles so gefallen, dass ich auch die Meisterschule für Kfz-Technik angegangen bin und schlussendlich den Meister gemacht habe.“

Lernen mit Vollgas!

„Als ungelernter Mechaniker wusste ich vom Praktischen her zwar, wie alles ausschaut und wie es funktioniert. Aber ich hatte keine Ahnung, WARUM“, erzählt er. Ihm fehlten die tiefen Systemkenntnisse und Hintergründe. „Beginnend von der Fehlersuche an war die WIFI-Meisterschule für Kfz-Technik daher extrem hilfreich“, sagt er und berichtet von den zahlreichen engagierten Trainern: „Sie sind alle Praktiker und geben ihr Wissen so weiter, dass man es auch versteht, mit unzähligen anschaulichen Beispielen. Und sie stehen hinter den Teilnehmern – das hieß Lernen mit Vollgas!“ – Sein mittlerweile großes Wissen macht ihn auch in Trofaiach, wo die Konkurrenz nicht gerade klein ist, sehr erfolgreich.

Warum Automatikgetriebe gespült werden müssen:

Ernst Zink hat sich unter anderem auf die Spülung von Automatikgetrieben spezialisiert. „Mittlerweile sind die Fahrzeug Hersteller von der LifeTime Ölfüllung weggegangen und haben sich auf gewisse Wechselintervalle wie beim Motoröl eingependelt. Im Schnitt ist ein Getriebeölwechsel bei 100.000 Kilometern sinnvoll“, so der Kfz-Technik-Meister. „Sonst verschleißt das Getriebe, das Öl wird quasi kaputt.“ Man merkt das zum Beispiel daran, dass die Gänge immer härter schalten oder dass die Schaltintervalle länger werden.“

Der Markt dafür ist groß, die komfortablen Automatikgetriebe sind in der Premiumklasse wie auch schon vermehrt in der mittleren Preisklasse die Zukunft. Ob Wandler, CVT oder DSG, kein Problem für den Obersteirer.

Die Zahnriemen kommen wieder!

Im Ernst. „Sie sind schließlich billiger, leiser und weniger aufwändig zum Wechseln als die teuren Steuerketten“, so seine Erfahrung. Ob Elektro-Autos in Zukunft auch seine Werkstatt besuchen? – „Eher unwahrscheinlich!“ – Aber von der Entwicklung ist Ernst Zink ohnehin nicht zu 100 Prozent überzeugt: „Auch, wenn Elektro-Autos zur Zeit einen Hype haben, denke ich, dass ich mit unseren Verbrennungsmotoren bzw. Hybridfahrzeugen in Pension gehe“, sagt der junge Mann.

Sie wollen sich als Kfz-Techniker selbstständig machen, Ihr Wissen in Kfz-Technik vertiefen oder wie Ernst Zink engagiert in die neue Materie einsteigen?

 

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