Ob zur Melange, als Dessert oder einfach für zwischendurch – Kuchen geht immer. Natürlich gibt es die Klassiker, wie die Oberstorte, Sachertorte oder Krapfen. Leckereien, die niemand missen möchte und die immer wieder gern gegessen werden. Aber auch in der Pâtisserie gibt es kontinuierlich neue Trends. Innovative Kreationen verleihen klassischen, österreichischen Mehlspeisen einen originellen Touch und rücken beliebtes Zuckergebäck in ein neues Licht. Die nachfolgenden zehn Trends sind auf jeden Fall eine Versuchung wert. Und damit über den Geschmack auch nicht gestritten wird, ist hier mit Sicherheit für jeden etwas dabei.

1. Weniger ist auch beim Kuchen manchmal mehr

Inzwischen haben viele Verbraucher nicht mehr das Bedürfnis nach einer großen Torten- oder Kuchenplatte. Deswegen wächst die Nachfrage nach Gebäck im Mini-Format und kleine, süße Gourmet-Häppchen werden immer beliebter. Von viel gefragten Desserts, wie Mini-Erdbeer-Shortcakes, Cupcakes oder Pecan Pies, gibt es nun mundgerechte Versionen. Für Schleckermäuler bedeutet das himmlischen Geschmack in Bissgöße. Damit einhergehend, sind ein günstigerer Preis und weniger Schuldgefühle. Durch ein großes Angebot an vielfältigen, exotischen Geschmacksrichtungen wird der Kunde zum Experimentieren inspiriert.

Macarons sind voll im Trend.

2. Macarons und Macaronuts

Das feine, französische Gebäck aus Mandelmehl hat einen festen Platz auf dem Büfett moderner Partys und Hochzeiten eingenommen. Sie schmecken nicht nur traumhaft lecker, sondern kommen auch noch in einer hübschen Farbpalette daher. Durch das köstliche Aussehen, verleihen sie meist ein romantisches, florales Flair und lassen sich farblich auf auf die Party abstimmen. Aber auch marmorierte Designs oder Details aus Goldfolienbesätzen, machen die Süßigkeit zu einem hippen Food-Trend.
Die Hybrid-Food-Neuheit aus New York kreuzt die Macarons mit Donuts. Das Ergebnis: Macaronuts. Sie bestehen aus zwei üblich geformten Donuthälften, die jedoch aus Macaronteig bestehen. Dazwischen ist eine cremige Füllung aus Obers und Erdbeeren geschichtet. Diese Innovation in Form einer pinken Nascherei ist dem Chef-Pâtissier Francois Payard zu verdanken. Er arbeitete schon in den besten Restaurants der Welt und wurde zum „Pastry Chef of the Year“ ausgezeichnet.

3. Donuts im neuen Look

Von den klassischen Macarons über Macaronuts, nun zu Donuts. Allerdings im neuen Look. Mit unkonventionellen Füllungen und abwechslungsreichen Toppings sind sie einer der größten Backtrends 2019. Möglichst abenteuerlich und einmalig, lautet das Credo. Zu den favorisierten Donut-Sorten zählen unter anderem: Mango, Ahorn-Zuckerguss, S´mores, Frühstückscerealien und solche, die an alkoholischen Getränken angelehnt sind. Aber auch herzhafte Optionen gehören dazu, wie Donuts mit Specküberzug. Die neuen Variationen dieses Gebäcks sind hervorragend dafür geeignet, ein Meeting oder eine Party unvergesslich werden zu lassen.

4. Stuffed Cookies

… sind die Steigerung von Keks: Erst war es ein Keks, dann der Doppelkeks und dann kommen Stuffed Cookies. Dabei gilt, je gehaltvoller desto besser. Und dem sind da so schnell keine Grenzen gesetzt. Dank extra gewagtem Topping oder Füllungen mit Erdnussbutter-Karamell, Nussnougat, Marshmallows, salziges Karamell, Oreos und Obers, Marmelade, Kuchenteig oder Apfel-Cider erlebt der Cookie eine neue Intensität. Ein Keks, der mit Käsekuchen gefüllt ist, lässt einfach das Herz einer Naschkatze (oder -katers) schneller schlagen. Da stapelt man doch gerne mal hoch.

Kuchen sind bunt geworden.

5. Farbe bekennen

Die bunten Farben des Regenbogens sind aus der Backstube nicht mehr wegzudenken. Kekse, Muffins oder Kuchen werden durch das farbenfrohe Aussehen zu einem richtigen Augenschmaus. Dass der Regenbogen-Foodtrend noch lange nicht vorüber ist, beweist die Tatsache, dass die Farbtupfer inzwischen auch beim Laugengebäck zu sehen sind. Rainbow-Food bringt optische Abwechslung in ein klassisches Büfett und begeistert Groß und Klein.

6. Gesunde Varianten gibt es auch beim Kuchen

Trotz all der Farben, Füllungen und Toppings, ist auch ein ganz anderer Trend zu beobachten. Einhergehend mit einem veganen oder biologischen Lebenstil, rücken zunehmend glutenfreie, kalorienarme und vegane Desserts ins Rampenlicht. Viele Verbraucher legen ihren Fokus auf Gesundheit und Nachhaltigkeit. Dieses Bedürfnis nach einer bewussteren Ernährung der Verbraucher, berücksichtigen die Hersteller. Traditionelle Süßigkeiten kommen deswegen in neuem Gewand daher. Vegetarische oder vegane Süßwaren sind genauso beliebt wie zuckerfreie oder -reduzierte Produkte. Ob aus natürlichen, nachhaltig angebauten oder regionalen Zutaten, gluten- oder laktosefrei, fett- oder salzreduziert, dafür aber mit pflanzlichen Proteinen – Gesundheit und Gewissen müssen beim Genießen dieser Gebäckvariationen nicht auf der Strecke bleiben.

7. Kunstvolles gebacken

Kräftige Farbstriche und bunte Kunstspritzer sind nicht nur auf modernen Gemälden zu finden. Neuerdings verzieren sie auch Kuchen und Torten. Besonders kunstvoll sind die kreativen Werke der Moskauer Konditorei Kalabasa. Die farbexplosiven Torten des Teams um Stanislawa Kormanowskaja wirken wie mit Pinselstrichen versehen. Hauchdünne Schokoladenschichten, eingefärbt mit Lebensmittelfarben, dekorieren das Gebäck mit bunten Ornamenten und gestalten es zu einem dynamisch-modernen Mix von Textur und Farbe. Die Kreationen der abstrackten Kuchenkünstler sind fast schon zu schade zum Essen. Pinselstrichkuchen, Spachtelkuchen, Aquarellblumenkuchen und Co. sehen einfach atemberaubend aus.

Das Auge isst mit: Süßes wird oft mit viel Aufwand verziert.

8. Kristallzeit

Einst als Dekor am Geode-Kuchen, bietet Kandiszucker eine große Palette an Alternativen die Dessertbar aufzupeppen. Glitzernde Leckerbissen wirken modern, wunderlich und erdig zugleich. Das macht sie zu einem Highlight für viele Veranstaltungen. Wer sich an das funkelnde Kuchenglück nicht heranwagt, aber trotzdem nicht auf den Mineralien-Stil verzichten möchte, der kann die süßen Kristalle aus Zucker beispielsweise auch auf Cake-Pops auftragen. Das macht den kleinen Kuchen am Stil ziemlich mondän.

Exklusiver Genuss mit Achat und Gold

Ebenfalls vom Geode-Cake inspiriert ist der Achatkuchentrend. Dabei handelt es sich um marmorierte Gebäckvarianten, teilweise mit goldener Patina. Denn auch Blattgold auf dem Naschwerk ist ein Pâtisserie-Trend. Diese wunderschönen Kuchen sind eine absolute Lieblingsmode vieler Konditoren. Wenn Achat- und Goldessenzen sich auf Einladungen und Tischkarten wiederfinden, warum sollte das edle Aussehen nicht auch auf die Desserts übertragen werden? Solche eindrucksvollen Desserts vervollständigen eine elegante, stilvolle Feier und beeindrucken durch das komplizierte Design so manchen Gast. Übrigens sind diese Effekte tatsächlich einfacher zu erreichen, als es den Anschein haben mag.

Kuchen im Metallic Style

Metallic-Cakes und Torten tauchten erstmals in der Hochzeitsszene auf. Aber auch anderen Veranstaltungen und besonderen Anlässen setzen diese speziellen Kuchen Glanzlichter auf. Das glänzende Gebäck in Metallic-Optik ist ideal für Jubiläen oder Hochzeitstage. Verwendet werden für diese Kostbarkeiten essbare Goldfolien, Glasur, Zuckerkunst und Fondant. Durch sie werden faszinierende Avantgardisten-Techniken erzielt, die eindrucksvoll aussehen und lecker schmecken. Für den privaten Gebrauch lässt sich dieser Effekt mit Hilfe von fondanttauglichem Metallic-Spray erreichen, das übrigens geschmacksneutral ist. Ebenfalls gut geeignet sind Metallic-Lebensmittelfarben, die abschließend mit einem Pinsel aufgetragen werden. Das verleiht selbstgebackenen Köstlichkeiten einen feinen Schimmerglanz und funkelnde Highlights.

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Fotos: Adobe Stock – wideonet, Unsplash – Wes Hicks, Unsplash – Annie Spratt, Unsplash – Tai Captures,

 

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