Weibliche Verstärkung für die Spedition Schneckenreither

Das ist Sonja Schneckenreither, ihr Vater KR Alfred und Onkel Mag. Wolfgang Schneckenreither leiten die Geschäfte ihrer internationalen Firmengruppe mit Headquarter im oberösterreichischen Ansfelden. Sie hat über 500 Mitarbeiter und 16 Standorte, drei davon im Ausland. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften hat Sonja sich entschlossen, in das Familienunternehmen einzusteigen. Um das Gewerbe von der Pike auf kennenzulernen, besuchte sie den „Basiskurs Spedition“ und anschließend den „Vorbereitungskurs auf die Befähigungsprüfung im Spediteurgewerbe“ am WIFI Graz.

Spedition – WIFI-Lehrgänge nur in Graz

„Vielfältig und faszinierend“, so beschreibt Sonja Schneckenreither die Branche: „Die Herausforderungen im Bereich Kunden, Mitarbeiter und Logistik sind umfassend und ändern sich täglich.“ Derzeit betreut sie den Immobilienbereich der Firma. Für eine eventuelle, spätere Führungsposition wollte sie sich ein umfassendes (Basis-)Wissen aneignen und natürlich die Befähigungsprüfung absolvieren. Ohne die Vorbereitung in den WIFI-Lehrgängen wäre diese allerdings kaum zu schaffen, meint sie rückblickend. So eignete sie sich gemeinsam mit Speditionsangestellten, Mitarbeitenden im Transportbereich und Kleintransporteuren, die ihre Skills erweitern wollten, am WIFI Steiermark das nötige Wissen an. Österreichweit ist Graz nämlich der einzige Anbieter für diese berufsbegleitende Ausbildung.

Basis-Kurs

Wenn man davor noch nie mit der Materie zu tun hatte, ist der Aufbau von Grundwissen sinnvoll. Der Basiskurs umfasst Themen, die von Lkw-Abmessungen über die Rechtsformen für Speditionen und Transport und die Verkehrsgeografie bis hin zu den verschiedenen Transportmitteln reichen. „Am lehrreichsten fand ich die Vorträge der Experten mit ihren vielen Fallbeispielen aus dem Praxisleben“, berichtet Sonja Schneckenreither. „Anhand solcher Beispiele habe ich am meisten gelernt, beispielsweise in Bezug auf eine eventuelle Haftung.“ – Tritt ein Schaden ein, ist das für eine Spedition nicht nur finanziell von Bedeutung. Auch das Kundenvertrauen will erhalten werden.

Vorbereitungskurs

Der anschließende Vorbereitungskurs streifte die Themen des Basislehrgangs nur noch und führte schnell in fortgeschrittene Bereiche: „Wir haben Fallbeispiele von der Auftragserteilung bis zur Endabrechnung des Kunden durchgearbeitet“, so Sonja Schneckenreither und nennt Lkw-Ladevolumen, Zoll, Frachtpapiere und Frachtzeit, Versicherung und Gewinn für das Unternehmen als nur einige der zu berücksichtigenden Faktoren. „Mit zunehmenden Alter wurde mein Interesse am Speditionswesen mehr und mehr geweckt. Während des Studiums wurde mir dann zur Gänze bewusst: Spedition, das ist meins! Die WIFI-Lehrgänge haben diese Überzeugung noch weiter gefestigt.“

Spedition – Gedanken zur Zukunft

Sonja Schneckenreither denkt daran, einmal in einer Führungsposition im Familienunternehmen tätig zu sein: „Frauen in den oberen Positionen sind in der Speditionsbranche noch selten, eine Führungsposition stelle ich mir sehr facettenreich und spannend vor. Dabei denke ich an die Möglichkeit, neue Führungsansätze einfließen zu lassen. Außerdem werden die digitalen Lösungen zunehmen. Drohnen können heute schon Waren ausliefern, 3-D-Drucker vor Ort in den Unternehmen ersetzen früher oder später den Transport und die Lagerung von einfachen Teilen. Bei Schrauben ist das teilweise heute schon so: Früher wurden Kleinteile mit dem Lkw zugestellt, heute druckt man sie mehr und mehr mit der modernsten Technik einfach aus. Nicht zu vernachlässigen ist ebenso das Thema autonomes Fahren …

Sie spielen ebenfalls bereits mit dem Gedanken, ins Speditionsgewerbe einzusteigen?

 

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Transporte auf der Straße, in der Luft oder über das Wasser – mit ihrer Bestätigung über die bestandene Befähigungsprüfung hat sich Sonja Schneckenreither die Voraussetzung dafür geschaffen, zum Erfolg des Familienunternehmens beizutragen. Dafür hat sie sich am WIFI in Graz vorbereitet.

Fotos: Schneckenreither

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