Wie wähle ich den passenden Wein zum Essen?

Ein schickes Dinner im Restaurant, ein gemütliches Abendessen mit Freunden: Gelegenheiten für einen guten Schluck Wein gibt es viele. Aber wie stelle ich sicher, dass die Weinwahl nicht zum Fehlgriff wird? Für Boris Penkoff, Diplom-Sommelier und Trainer der WIFI – WEIN – WELT, hängt bei der Entscheidung für einen Wein viel von Geschmack und Erfahrung ab. Dennoch gibt es ein paar Richtlinien, die den Einstieg in die Welt des Weins erleichtern. Holen Sie sich jetzt die kostenlose Checkliste zur richtigen Weinwahl.

Wein ist heutzutage ein allgegenwärtiges Thema. Der edle Tropfen ist nicht mehr nur zu eleganten Anlässen üblich, sondern wird gerne auch vom jüngeren Publikum genossen. Dann soll es aber natürlich nicht nur „irgendein“ Wein sein, sondern einer, der schmeckt – und im besten Fall auch zum Essen. Aber wie erkennt man in dieser riesigen Auswahl an Sorten, Weingütern und Weinländern einen guten Wein?

Boris Penkoff ist Diplom-Sommelier. Am WIFI Steiermark beschäftigt er sich in den Kursen für „Jung-Sommelier“, „Sommelier-Österreich“ und „Diplom-Sommelier“ intensiv mit Wein-Themen – unter anderem mit der Harmonie zwischen Speisen und Wein. Denn diese ist nicht nur eine Sache des Geschmacks, sondern auch der Erfahrung.

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Rot zu Rot, Weiß zu Weiß

„Egal, ob ich in einem Restaurant Wein trinken will oder vor dem Regal im Supermarkt stehe – die erste Frage wird immer die nach Rot- oder Weißwein sein“, sagt Boris Penkoff, „Und da fängt es dann schon an. Nicht jeder mag die gleiche Weißwein-Sorte, nicht jeder mag säurereiche oder liebliche Weine. Auch Rotweine sind sehr unterschiedlich in ihrem Tannin-Reichtum (= Gerbstoffe) und ihrem Geschmack. Unterschiede lassen sich von Laien zwar schmecken, aber die Entscheidung, ob dieser oder jener Wein besser zu diesem oder jenem Menü passt – dazu braucht es Erfahrung und Wissen.“

Dennoch, so betont Herr Penkoff, gibt es einige Richtlinien, an denen sich Wein-Anfänger durchaus festhalten können: „Was früher galt, gilt auch heute noch: Zu rotem Fleisch trinkt man am besten Rotwein, zu hellem Fleisch Weißwein, zu Desserts edelsüßen Wein. Als grobe Richtlinie kann man sich daran immer orientieren – und dann mit mehr Zeit und Erfahrung einen Schritt weitergehen und auch mal etwas anderes versuchen.“

Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten

Wichtig ist aber vor allem eines: Der Wein muss schmecken. „Fast jeder Weintrinker hat bestimmte Favoriten – oder Weine, die er gar nicht mag. Manchen sind einige Weißwein-Sorten zu säurereich, sind aber große Fans von halbtrockenen, fruchtigen Weinen. Einige trinken gern Rotwein, tendieren aber eher zu leichteren Roten und weniger zu den kräftigen, tannin-reichen. Und das ist auch völlig in Ordnung. Man sollte bei der Weinwahl nicht gegen seine Vorlieben handeln“, sagt Boris Penkoff. Eine solide Strategie bei der Weinwahl ist oft erfolgreicher, als sich wahllos Weine empfehlen zu lassen oder zu protzigen, teuren Weinen zu greifen.

„Natürlich darf man experimentieren“, wirft Herr Penkoff ein, „Zu Fisch (zum Beispiel einem Thunfisch-Steak) passt etwa durchaus ein tannin-armer, leichter Rotwein – zu viel Tannin verträgt sich nämlich nicht mit eiweißreichen Speisen. Genauso sind manche Weißweine vollmundig genug, um ein Steak passend zu unterstreichen. Man muss es eben ausprobieren. Oder am besten einen professionellen Kurs belegen und sein Wissen um Wein erweitern.“

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Bei der Weinwahl zählt die Erfahrung

Genau hier setzt das WIFI Steiermark mit seiner WIFI – WEIN – WELT an. Im Basisseminar können auch Privatpersonen ohne gastronomische o.ä. Vorerfahrung ihr Wissen über die Welt des Weins erweitern. In diesem Kurs lernen Anfänger, Nuancen im Wein zu unterscheiden, erfahren mehr über das Weinvokabular und was sich hinter verschiedenen Ausdrücken auf dem Weinetikett verbirgt und entdecken eine Vielfalt an neuen Geschmäckern und Sorten. Es ist ein erster Einblick in die Welt des Weins und gibt Laien die Möglichkeit, zukünftig im Regal oder im Restaurant mit mehr Vorkenntnis an die Weinwahl heranzugehen. Natürlich sind es auch hier mehr Richtlinien als Regeln. Denn jedes Gericht, zu dem man den Wein genießt, ist unterschiedlich in seiner Zubereitung. Am WIFI Steiermark gehen die Kursteilnehmer darum viele verschiedene Geschmackskomponenten und Weine durch, um ein möglichst großes Spektrum abzudecken. Aber die Erfahrung zeigt: Selbst ausgebildete Diplom-Sommeliers sind nie wirklich am Ende der großen Weinvielfalt angelangt.

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