Typische Hochzeitspannen und wie ein Wedding Planner sie lösen kann

Der schönste Tag im Leben ist für viele der Hochzeitstag. Leider kann bei aller guten Vorbereitung trotzdem einiges schiefgehen. Verspätete Gäste, unvorhergesehene Wetterumschwünge oder ein verkaterter Bräutigam: Hochzeitsplaner-„Urgestein“ Eva Schober hat wohl jede mögliche Panne bereits erlebt und gemeistert. Sie empfiehlt: Immer einen Plan B im Ärmel haben.

„Wedding Planner“ kannte man bis vor 20 Jahren höchstens aus Hollywood-Filmen. Doch der Trend ist inzwischen längst bei uns angekommen. Auch dank Ausbildungen wie jenen am WIFI Steiermark werden die professionellen Hochzeitsplaner immer populärer. Eine von ihnen ist Eva Schober: Sie ist nicht nur seit 2012 Leiterin der WIFI-Ausbildung, sondern seit 2002 auch selbst in der Branche tätig.

Hochzeitsplaner WIFI Steiermark Eva Schober
Hochzeitsplanerin Eva Schober ist seit 2002 in der Hochzeitsbranche tätig und leitet die Ausbildung am WIFI Steiermark.

„Es geht um die Liebe und das Leben“

„Am Anfang waren Gäste manchmal skeptisch,“ erzählt sie, „Wedding Planner waren selten. Ihre Bedeutung ist erst in den letzten Jahren stark gewachsen.“ – Das liegt vor allem daran, dass Hochzeiten aufwendiger und planungsintensiver werden. Viele Brautpaare legen daher die Verantwortung lieber in die Hände eines Experten.

Wedding Planner sind aber nicht einfach nur am Hochzeitstag „Mädchen für alles“. Je nach Wunsch des Brautpaares können sie die komplette Planung einer Hochzeit übernehmen – von der Location über Blumen und Hochzeitstorte bis hin zum Styling der Braut. Eva Schober vertraut in diesem Bereich auf viele Partner und ein großes Netzwerk, auf das sie zählen kann: „Jeder Wedding Planner ist schlussendlich abhängig von der Qualität der Arbeit seiner Partner. Darum ist die Wertschätzung in der Zusammenarbeit so wichtig.“

Eva Schober plant vor allem Auslandshochzeiten, was zusätzlich eine Herausforderung darstellt. Hier können mehr als einige dutzend Stunden an Arbeit in die Vorbereitung fließen. Dennoch: „Ich liebe es, Menschen glücklich zu machen. Schlussendlich geht es bei jeder Hochzeit um die Liebe und das Leben, und das will ordentlich gefeiert werden.“

Wedding Planer WIFI Steiermark
Ein professioneller Hochzeitsplaner hat auch für unvorhergesehene Wetterumschwünge bei Outdoor-Hochzeiten einen Plan B im Hinterkopf.

Hochzeitspannen und andere Kuriositäten

Natürlich kann bei so vielen Handgriffen, die es zu erledigen gilt, auch einmal etwas schief gehen. Eva Schober blickt auf die meisten „Pannen“ aber mit einem Lächeln zurück: „Bei guter Organisation und vorausschauender Planung kann man die meisten Pannen als Hochzeitsplaner problemlos lösen.“

Oft kommt es zu einer spontanen Neuplanungen der Sitzordnung, etwa wenn Gäste vergessen abzusagen. Oder das Programm muss aufgrund des Wetters geändert werden. Eine auseinandergefallene Hochzeitstorte, schreiende Babys während der Trauung oder zu spät kommende Gäste können eine Herausforderung sein. Wichtig ist vor allem, auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein – und wenn nötig zu improvisieren.

„Einmal hatte ich einen Bräutigam, der am Vorabend beim Poltern ein wenig zu viel über den Durst getrunken hat,“ schmunzelt Eva Schober, „Da muss man als Wedding Planner auch bereit sein, Maßnahmen zu ergreifen. Ich habe ihm dann mitten in der Trauung ein Glas Wasser gebracht und ihm sein viel zu warmes Sakko abgenommen. Aber lieber so, als dass er uns vor allen umkippt!“

Wedding Planer WIFI Steiermark
Damit der schönste Tag im Leben auch wirklich glücklich verläuft, greifen viele Paare inzwischen auf professionelle Wedding Planer zurück.

3 wichtige Tipps für Hochzeitsplaner

Ein Wedding Planner ist also weit mehr als nur ein Organisator. Für ihn/sie steht das Wohlfühlen des Brautpaares und der Gesellschaft während der Hochzeit an oberster Stelle. Darum muss auch Unvorhergesehenes immer miteingerechnet sein. Eva Schober empfiehlt bei der Planung daher, einige Grundregeln einzuhalten:

  • Einen Zeitplan für das Brautpaar und die Gäste, sich selbst und alle Partner erarbeiten.

Dieser Zeitplan sollte nicht zu eng gesteckt sein, aber auch Ereignisse wie Staus, Verspätungen und überraschende Einlagen miteinplanen. So kann man sicher sein, dass das Brautpaar und seine Gäste nicht hetzen, aber auch nicht lange warten müssen.

  • Termine bestätigen lassen.

Kommunikation ist das Um und Auf. Darum rät Eva Schober: „Immer alle Termine von allen schriftlich bestätigen lassen. Besser einmal zu oft als zu wenig.“

Und: Darauf achten, dass man von allen Partnern und Beteiligten auch Kontaktdaten hat.

  • Immer einen Plan B haben.

Was passiert, wenn die Friseurin ausfällt? Was, wenn es am Tag der Outdoor-Hochzeit regnet? Schon im Vorfeld sollte man alle Optionen checken, falls es notwendig werden sollte. Eva Schober meint dazu: „Gegen Erkrankungen oder Wetterumschwünge ist man als Hochzeitsplaner machtlos. Deshalb sollte man immer mehrere Möglichkeiten zur Auswahl haben. Und auch den einen oder anderen Partner, der spontan einspringen kann.“

Warum überhaupt ein Wedding Planner?

Immer mehr Brautpaare vertrauen auf die Expertise eines professionellen Wedding Planners. Inzwischen ist es möglich, als zertifizierter Wedding Planner – etwa durch die Ausbildung am WIFI Steiermark – auch einen entsprechenden Nachweis für das vorhandene Know-how zu bringen. Grundsätzlich entscheidet beim Engagement eines Hochzeitsplaners aber die Sympathie, wie Eva Schober weiß:

„Ein Wedding Planner hat Erfahrung, weiß, worauf er/sie achten muss, und hat ein Netzwerk, auf das er/sie vertrauen kann. Aber am wichtigsten ist, dass ich mich als Brautpaar bei ihm/ihr wohlfühle. Denn letzten Endes geht der schönste Tag im Leben so schnell vorbei – und genau da soll ein Wedding Planner Raum für Emotionen und schöne Momente schaffen. Und wenn alle einen guten Job machen und das Brautpaar und die Hochzeitsgäste am Ende glücklich sind, ist das die schönste Belohnung.“

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Foto: Adobe Stock – Jack Frog, hoch-zeiten.at

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