Kaffeetasse auf Tisch

Vom Mokka bis zum Fiaker: Kaffeespezialitäten aus Österreich

Die Kaffeespezialitäten aus Österreich sind weltweit bekannt. Sie sind einzigartig, tragen kreative Namen und sind sehr unterschiedlich und vielfältig. Kaffee ist heutzutage längst ein beliebtes Trendgetränk, das wissen auch die geprüften Barista mit WIFI-Know-how. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick über die zehn wichtigsten Kaffeespezialitäten des wunderschönen Alpenlandes.

Die zehn wichtigsten Kaffeespezialitäten im Überblick

  • Mokka bzw. Schwarzer
  • Kapuziner
  • Brauner
  • Cappuccino
  • Melange
  • Einspänner
  • Fiaker
  • Maria Theresia
  • Franziskaner
  • Kaisermelange
Kaffee gehört zur österreichischen Kultur, wie Wiener Schnitzel und Apfelstrudel.

Die zehn wichtigsten Kaffeespezialitäten im Detail

Mokka bzw. Schwarzer

Bei dem Mokka handelt es sich um einen Kaffee, welcher komplett schwarz, wie sein anderer Name auch sagt, serviert wird. Er wird weder mit Milch noch mit Zucker angereichert. Ganz am Anfang wurde dieser Kaffee allerdings noch in einer Seihkanne angerührt. Bei einer Seihkanne handelt es sich um eine Kaffeekanne, welche über einen aufgesetzten Kaffeefilter verfügt. In diesem Filter wird der Kaffee gesiebt und gefiltert. Heutzutage wird der Mokka allerdings in einer Espressomaschine zubereitet. Hierfür werden sieben bis acht Gramm gemahlener Kaffee benötigt. Die Zubereitungszeit beträgt ungefähr 20 bis 30 Sekunden.

Kapuziner

Bei einem Kapuziner handelt es sich um einen Kaffee, welcher sehr schwarz zubereitet wird. Im Gegensatz zum Mokka enthält der Kapuziner allerdings etwas Schlagobers und ein bisschen Milch. Die Menge hält sich allerdings sehr in Grenzen. Der Kapuziner ist bereits sehr alt. Der Name leitet sich von den Kapuzinerkutten ab. Außerdem hat sich zu einem späteren Zeitpunkt der Cappuccino in Italien aus dem Kapuziner entwickelt. Dieser Kaffee wird zubereitet, indem man einen kleinen Mokka benutzt und diesen mit Schlagobers anreichert, bis die Farbe des Kapuziners auftritt. Wenn es gewünscht wird, kann das Schlagobers noch mit etwas Kakaopulver bestreut werden.

Brauner

Bei einem Braunen handelt es sich grundsätzlich einfach um einen normalen Mokka, welcher mit Schlagobers oder etwas Milch angereichert wird. In den meisten Fällen wird hier ebenso einfach ein normaler Mokka zubereitet und dem Kunden serviert. Die Milch oder das Schlagobers wird in einer kleinen Kaffeekanne extra dazugegeben, damit der Gast das Mischungsverhältnis des Kaffees, mit der Milch oder dem Schlagobers, selbstständig entscheiden kann.

Cappuccino

Der Cappuccino ist ein schwarzer Kaffee, mit viel heißer und geschäumter Milch. Die Zubereitung geschieht mit der Espressomaschine. Wie bereits erwähnt, hat sich der Cappuccino aus dem österreichischen Kapuziner entwickelt. Für einen Cappuccino wird eine Tasse mit einem Fassungsvermögen von 120 bis 180 Milliliter verwendet. Davon werden nur 25 bis 30 Milliliter mit schwarzem Kaffee aufgefüllt. Der Rest wird mit Milchschaum gefüllt. Hin und wieder kann es sogar vorkommen, dass sich eigene Bilder mit dem Schaum des Cappuccinos bilden. Dies sieht sehr spektakulär aus.

Melange

Die Melange besteht aus einem Mokka, welcher mit Wasser verlängert, mit heißer Milch aufgegossen und mit Schlagobers verziert wurde. Der Unterschied zum Cappuccino ist darin zu finden, dass bei der Melange ein Mokka, und kein Espresso, verwendet wird. Die Melange existiert bereits seit dem Jahre 1830. Damals wurde sie das erste Mal in der österreichischen Hauptstadt angeboten. Die Wiener Melange wird zubereitet, indem ein Achtelliter des schwarzen Kaffees mit einem Achtel aufgeschäumter Milch vermischt wird. Anschließend wird ein Milchschaum auf den Kaffee gegeben. Per Wunsch kann der Milchschaum mit Kakaopulver, Honig oder Zucker angereichert werden.

Einspänner

Der Einspänner besteht aus einem frischen Mokka, welcher mit geschlagenem Schlagobers angereichert wird. Viele kennen den Einspänner durch seine bekannte Haube aus Schlagobers. Die Tatsache, dass er in einem durchsichtigen Einspännerglas mit Henkel serviert wird, macht ihn zu etwas ganz Besonderem. Der Einspänner wird hin und wieder mit Staubzucker serviert. Er wird auf keinen Fall umgerührt, sondern durch das kalte Schlagobers zu sich genommen. Der Name des Einspänners stammt von den einspännigen Pferdefuhrwerken. Die Kutscher transportieren diesen Kaffee oftmals in der einen Hand und hielten die Zügel in der anderen Hand. Durch die Haube aus Schlagobers blieb der Kaffee sehr lange warm und konnte dann während einer Pause verköstigt werden.

Fiaker

Wer einen Kaffee mit Schuss wünscht, ist bei dem Fiaker durchaus richtig. Er besteht aus einem Mokka, welcher mit viel Zucker und einem Schuss Rum angereichert wird. Natürlich darf auch die Haube aus Schlagobers bei einem Fiaker nicht fehlen. Diese wird in der Regel noch mit einer Kirsche verziert, sodass das Optische optimal zu dem Kaffee passt. Er wird in einem Glas serviert. Der Name „Fiaker“ stammt aus Wien und geht auf die Kutscher zurück, welche sich mit dem Schuss Rum warmhielten. Die Zubereitung erfolgt, indem der Mokka genommen wird und mit Zucker angereichert wird. Anschließend wird ein Schuss Alkohol zu dem Kaffee dazugegeben. Schlussendlich wird er noch mit der Haube aus Schlagobers gekrönt.

Maria Theresia

Bei dem Kaffee „Maria Theresia“ handelt es sich um einen schwarzen Kaffee, mit einem Schuss Orangen-Likör. Der Kaffee wird anschließend mit etwas Schlagobers angereichert und in einem Stielglas serviert. Bei manchen Rezepten wird noch Weinbrand hinzugefügt.

Franziskaner

Der Franziskaner besteht aus einem schwarzen Kaffee, welcher mit Milch und Schlagobers angereichert wird. Hin und wieder kommt auch noch etwas Schokoladenpulver zu dem Kaffee dazu. Er wird grundlegend in einer großen Schale serviert. Das Wichtige bei dem Franziskaner ist, dass sowohl die Milch und das Schlagobers als auch der Kaffee jeweils zu einem Drittel vorhanden sind. Es wird davon ausgegangen, dass der Name von den Mönchskutten des Franziskanerordens stammt. Dies resultiert daraus, da die Kutten eine ähnliche Farbe wie der Kaffee hatten.

Kaisermelange

Die Kaisermelange besteht aus einem klassischen Mokka, welcher angereichert wird. Dies geschieht mit Zucker, Honig und Eidotter. Hin und wieder wird zusätzlich noch Cognac verwendet. Am Anfang müssen die Zutaten, mit denen der Mokka angereichert werden soll, gut vermischt werden. Anschließend wird die vermischte Masse mit dem Mokka aufgegossen. Eventuell kann anschließend noch der Rest mit Milch aufgegossen werden.

Auch moderne Latte-Art ist aus der österreichischen Kaffeewelt nicht mehr wegzudenken.

Fazit

Zusammenfassend kann somit geschlussfolgert werden, dass die österreichischen Kaffeespezialitäten weltweit bekannt sind. Spezialitäten, welche aus anderen Ländern stammen wie zum Beispiel der italienische Cappuccino, haben ihren Ursprung in dem österreichischen „Franziskaner“. Es gibt viele verschiedene Kaffeespezialitäten in Österreich, sodass für jeden Geschmack bestimmt etwas dabei ist. Irrelevant, ob es sich um einen Mokka, eine Kaisermelange oder einen Einspänner handelt, die meisten österreichischen Kaffeesorten haben auch noch eine kreative Geschichte, mit der der Name des Kaffees in Verbindung gebracht werden kann.

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Fotos: Adobe Stock

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