Permanent Make-up: „Die älteste Kundin war 94, die jüngste 16 Jahre alt“

Es werden nicht nur kosmetische Anliegen behandelt.

Martina Silly-Gaube, Allround Talent der Permanent Beauty Branche, arbeitet seit 28 Jahren mit Permanent Make-up. Ihre Erfahrung damit ist extrem vielschichtig und groß. „Unserer 16-Jährigen Kundin waren mit 12 Jahren alle Haare ausgefallen. Sie war überglücklich, dass wir Brauen und Wimpernkranz dezent nachbauen konnten. Das hat ihr viel Selbstbewusstsein zurückgegeben.

Grundsätzlich muss man aber auch wissen, dass Permanent Make-up in der Kosmetik heute keine Entscheidung für das ganze Leben mehr ist. „Unsere Pigmente sind so aufgebaut, dass sie sich dank der natürlichen Zellteilung der Haut von selbst abschilfern. Sie werden kontinuierlich heller, weil sich die Haut ständig erneuert und die obersten Schichten dabei abgestoßen werden. Man kann daher alle paar Jahre um 0,2 bis 0,4 Millimeter ‚erhöhen‘. Das wirkt gleichzeitig wie ein dezentes Augen-Lifting.“ 

Für wen ist Permanent Make-up erlaubt, tut’s weh?

Ab 18 kann man sich selbst entscheiden, ab 16 braucht man das Einverständnis der Eltern. Ansonsten klärt Martina Silly-Gaube gemäß der gesetzlichen Vorgabe einiges im Vorfeld ab: „Bei Autoimmunerkrankungen erbitten wir eine Freigabe des Arztes. Das betrifft auch Bluter, Zuckerkranke oder Menschen, die Blutverdünner einnehmen und damit eine andere Wundheilung haben. Die meisten, an die 80 Prozent, werden positiv beschieden.“ 
Und ja – eine Permanent Make-up-Sitzung ist nicht komplett schmerzlos. Es „zwickt“ ein bisschen. Alles andere zu behaupten wäre nicht realistisch. Aber nicht jeder Mensch ist gleich schmerzempfindlich.

Stilvolles Permanent Make-up geht mit der Natur – und Achtung!

„Wenn in der Früh der Postler klingelt und man steht auf, soll’s am schönsten sein“, so die erfahrene Expertin. Knallrote Lippen zu formen, wäre vermutlich einfacher, als natürliche Linien und Farben auszuarbeiten. Natürlichkeit ist aufwändiger. 
Ein schönes Permanent Make-up erfordert zwei- bis drei Sitzungen und dass die Kundin, der Kunde darauf aufpasst und die Pflegehinweise beachtet. Wer gleich nach der Behandlung in die Sauna geht, sich in die Sonne legt oder jemanden mit Herpes küsst, wird kein tolles Ergebnis erzielen. In den Einverständnisverklärungen wird explizit auch darauf hingewiesen. 
Wie die beeidete Gerichtssachverständige weiß, ist das nicht unwichtig. „Ich sage auch den WIFI-Kursteilnehmenden immer, passt’s da auf! Ich hatte einmal den Fall, dass eine Kundin ihre Brille vergessen hatte. Die behandelnde Expertin las ihr die Einverständniserklärung zwar vor. Trotzdem traf man sich vor Gericht …“

Gefragte Scalp Pigmentierung und Männer als Kunden

Der Scalp wird pigmentiert…? „Ja. Wenn die Haare schütter werden, helle Stellen entstehen oder Stirn- und Tonsurglatze zusammenwachsen, ist die Scalp-Pigmentierung definitiv im Kommen“, lacht Martina Silla-Gaube. „Meiner Erfahrung nach regt die Pigmentierung sogar das Eigenhaar-Wachstum wieder etwas an.“
Auch sonst sind Männer als Kunden im Permanent Make-up-Studio gerne willkommen. Bei Löchern in den Augenbrauen zum Beispiel. Dabei bringt die sehr feine Härchen-Technik „Nano-Braue“ die Augenbraue wieder in Schwung. Auch dezente Lidbetonung oder ein Wimpernkranz liegen durchaus im maskulinen Trend.

Was hat Permanent Make-up mit Tattoos zu tun?

Permanent Makeup kann gleich wie ein Tattoo eventuell helfen, Narben von Operationen oder Unfällen zu kaschieren. Das wars dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Der erste wesentliche Unterschied ist die Tiefe der Pigmentierung. Der zweite sind die Farben. „Wir verwenden praktisch nur noch organische Farben oder Hybrid-Farben. Das Ausbleichen des Permanent Make-ups mit der Zeit ist daher gleichzeitig auch ein Qualitätszeichen“, erklärt die Expertin. 

Und noch etwas: Bei hohem Eisenoxydanteil könnte sich die sensible Gesichtspartie bei einer Magnetresonanz leicht erhitzen. „Mit unseren Permanent Make-up-Farben gibt es dieses Risiko nicht.“

Permanent Make-up – bitte nur mit höchster Qualität!

Ob beim Sport, im Regen oder bei Tränen – Make-up ist schnell verwischt. Das Pigmentieren dagegen erspart das lästige Nachschminken und man ist jederzeit perfekt geschminkt. Mit einem Permanent Make-up wacht man morgens schon geschminkt auf. Das Gesicht hat rund um die Uhr ein frisches, stilvolles Aussehen. Lichte Augenbrauen sind verdichtet und akzentuiert. Schmale Lippen erhalten so nicht nur Konturen, sondern auch mehr Volumen. Und der perfekte Lidstrich ist beim Permanent-Make-up von Dauer. 

Extrem wichtig ist es jedoch, auf Qualität zu achten! Das beinhaltet auch Sauberkeit und Hygiene. Die Form- und Farbtechnik muss unbedingt von einem geschulten Fachpersonal angewendet werden!

Das Bildungsinstitut WIFI steht für höchste Ausbildungsqualität, WIFI-Diplome genießen hohes Vertrauen bei den Kundinnen und Kunden.

Das Allround Talent der Permanent Beauty Branche, Martina Silly-Gaube, ist Inhaberin und Geschäftsführerin der MS Gaube Kosmetik GmbH in Graz, gerichtlich beeidete Sachverständige und Prüferin an der Wirtschaftskammer Steiermark. Mit den Werken „Permanent Make-up – Der Leitfaden zum Profipigmentieren“ und dem Beauty-Ratgeber „Ich und mein Element“ veröffentlichte sie zwei internationale Bestseller. Außerdem verdanken ihr viele Zeitschriften sowie Fach-, Kunden- und Mitgliedermagazine spannende Beauty-Beiträge und Artikel aus Expertensicht. Ihre Vorträge als Trainerin am WIFI-Steiermark sind nicht nur fachlich fundiert – es macht richtig Spaß, ihr zuzuhören und von ihr zu lernen. Denn egal, welche Frage man ihr zum Thema Beauty stellt: Martina Silla-Gaube hat eine echte Gabe, ihre professionellen Antworten spannend und mit viel Erfahrung hinterlegt zu gestalten – ein Highlight!

Fotos: WIFI Steiermark, ©Michail Petrov/AdobeStock

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