Habt Ihr auch eine Gesundheitsvertrauensperson im Unternehmen?

Hand aufs Herz: Wer von Ihnen ist bereits in der „VUCA“-Welt der Arbeit angekommen? Für wen gehören Volatilität/Unbeständigkeit, Unsicherheit, Komplexität und Ambivalenz/Ambiguität  bereits zur täglichen Herausforderung?
Die aktuelle Arbeitswelt anno 2020 wird von vielen als kompliziert, schnell, unsicher und unvorhersehbar empfunden. Der physische, aber vor allem der psychische Druck wächst, Tendenz weiter steigend. „Allerdings können Maßnahmen zur Gesundheitsförderung, wie sie von einer ausgebildeten Gesundheitsvertrauensperson angestoßen werden, Stress und Konflikte reduzieren und gleichzeitig die Produktivität im Unternehmen steigern. Das ist statistisch gut belegbar“, sagt Samuel Strunk. Als Consultant der arbeitspsychologischen Unternehmensberatung Research-Team kennt er die VUCA-Herausforderungen nur zu gut. Sein Plädoyer für die Gesundheitsvertrauensperson im Betrieb hat Gewicht.

Gesundheitsvertrauensperson – wozu genau?

Was bringt die ausgebildete Gesundheitsvertrauensperson dem Unternehmen, wo ist der Mehrwert? „Gesundheit und Wohlbefinden im Unternehmen tragen zur Produktivität bei. Sie reduzieren Krankenstände und die Mitarbeiter-Fluktuation. Weiters tragen sie dazu bei, dass die Firma attraktiv dasteht und neue Mitarbeitende gerne an Bord kommen wollen. Und Employer Branding sollte für die meisten wohl kein Fremdwort mehr sein“, bemüht Samuel Strunk erst einmal unternehmerisches Basisdenken. Die Gesundheitsvertrauensperson könne Prozesse anstoßen und in die Abteilungen hineintragen sowie Förderungen für gesunde Aktionen lukrieren helfen.

Problemen zuvorkommen

Gesundheitsvertrauenspersonen „fühlen“ quasi ins Unternehmen und in die Abteilungen hinein. Damit kann die Führungsebene des Unternehmens viele Bedürfnisse und aufkeimende Probleme schnell wahrnehmen. Und durch die Früherkennung kann Prävention rechtzeitig greifen, bevor es zu Unfällen oder auch zu Burn-outs kommt. Das gilt für Konzerne genauso wie für kleinere Unternehmen, zum Beispiel für eigentümergeführte KMU. Es macht Sinn, eine Gesundheits-Vertrauensperson zu installieren.

Attraktiv für Mitarbeiter/innen?

Ja, warum sollte man sich als Mitarbeiterin, als Mitarbeiter für die Position einer Gesundheitsvertrauensperson zur Verfügung stellen und die WIFI-Ausbildung machen? – „Sich für Kolleginnen und Kollegen zu engagieren, kann sehr erfüllend sein“, weiß Samuel Strunk aus Erfahrung. „Außerdem kann man über die eigenen Abteilungsgrenzen hinaus mitgestalten und hat einen erweiterten Handlungsspielraum. Meist dürfen die Personen auch neue Gesundheitsmaßnahmen als erste ausprobieren“, legt er ein Goodie nach.

Gesundheit ist nicht alles, aber …

Ausgebildete Gesundheitsvertrauenspersonen verfügen über das nötige Fachwissen, um das Thema Gesundheit und wie man darüber spricht, mehr und mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Nicht umsonst heißt es: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles Nichts …
Gesundheitsvertrauenspersonen sind Ansprechpartner/innen für Führungsebene, Personalabteilung und persönlich für jede/n einzelnen/n Mitarbeiter/in da. Bis zu einem gewissen Grad sind sie auch Gesprächspartner für Konflikte am Arbeitsplatz, die psychisch oft extrem belastend sind. Auch das ist Teil der Gesundheitskompetenz und damit Inhalt des WIFI-Seminars.

Die WIFI-Ausbildung:

„Wir erarbeiten – gemeinsam mit den Teilnehmenden! –, worin genau die Aufgabe im jeweiligen Unternehmen bestehen kann. Was muss sich die Gesundheitsvertrauensperson vom Unternehmen holen, um optimal arbeiten zu können? Gibt es eventuell Stundenkontingentente oder auch einen finanziellen Rahmen?“ – Samuel Strunk kennt viele Facetten. Die Ausbildung selbst läuft über drei Wochen, damit zwischen den Modulen bereits umgesetzt und Erfahrungen gesammelt werden können. Zum Beispiel, wie man der heutigen VUCA-Welt am gesündesten begegnen kann – als Unternehmen wie auch als einzelne/r Mitarbeiter/in.

In seiner Funktion als Consultat beim „Research-Team“ berät der Arbeits- und Organisationspsychologe Samuel Strunk, MSc, Unternehmen und Organisationen im arbeits- und organisationspsychologischen Bereich. Das betrifft alle Bereiche, die mit dem Faktor Mensch zu tun haben – von der Burn-out-Prophylaxe der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zur kompletten Prozessberatung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Zudem ist er Referent in der WIFI-Ausbildung zur Gesundheitsvertrauensperson.

Sie interessieren sich ebenfalls für die Ausbildung zur Gesundheitsvertrauensperson, weil Sie darin erstens eine Mehrwert für Ihr Unternehmen sehen und weil Sie sich zweitens von der Ausbildung auch persönlich angesprochen fühlen?

Fotos: KK, © AdobeStock / Artem

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.